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Die Gäste zeigen Altach, wie es geht

Samuel Oum Gouet sorgte mit seinem Treffer für den ersten Sieg der Altacher seit 10. Dezember 2017 gegen Austria Wien (1:0).  GEPA (4), APA (1)

Samuel Oum Gouet sorgte mit seinem Treffer für den ersten Sieg der Altacher seit 10. Dezember 2017 gegen Austria Wien (1:0).  GEPA (4), APA (1)

Spiel bericht. Der SCR Altach unterliegt dem LASK zu Hause mit 2:4 (1:1). Die Spieler prangern nach der Niederlage das eigene Zweikampfverhalten und das Defensivverhalten an.

Von Sebastian Rauch

Im Vorfeld hatte Trainer Klaus Schmidt das Duell gegen den LASK als richtungsweisend bezeichnet. Mit einem Sieg gegen den Tabellennachbarn aus Oberösterreich wollten die Altacher den Anschluss zum Spitzenquartett wahren. Nach dem schwachen Auftritt und der 2:4-Niederlage gegen die ambitionierten Gäste herrschte nach dem Schlusspfiff aber Ernüchterung im Lager der Rheindörfler.

„Wir haben gesehen, in welche Richtung es für uns geht. So haben wir uns zu Hause noch nicht oft präsentiert. Wir waren immer einen Schritt zu spät und müssen uns jetzt mal selbst hinterfragen“, sagte ein sichtlich niedergeschlagener Benedikt Zech nach dem Spiel. Denn über 90 Minuten waren die Hausherren die schlechtere Mannschaft. Bereits in den ersten 45 Minuten spielte eigentlich nur der LASK, und was noch entscheidender war: der LASK war körperlich präsenter. Eigentlich ein Attribut des Altacher Spiels in den vergangenen Jahren, ließen die Hausherren jedoch jeglichen Kampfgeist vermissen.

„Das haben wir uns selbst zuzuschreiben. Sie waren ­spielerisch besser, aber mich ärgert am meis­ten, dass wir in den Zweikämpfen nicht gut genug waren. Die Gegner sind ein Programm mit uns gefahren, und das darf als Bundesligamannschaft nicht sein. Schon gar nicht als Altach. Wir müssen zu Hause anders in die Zweikämpfe gehen“, analysierte auch Hannes Aigner.

Schmeichelhafte Führung. Dabei hatte der Routinier in Minute 13 den Führungstreffer eingeleitet. Aus dem Nichts, dank eines Konters, kamen die Rheindörfler zum 1:0. Kristijan Dobras bekam den Ball wie angesprochen von Aigner serviert und schickte Mathias Honsak auf die Reise. Dessen Schuss konnte Goalie Pavao Pervan noch parieren, den Abpraller schob der mitgelaufene Christian Gebauer aber locker ins leere Tor. Für den Tiroler war es bereits der dritte Treffer im dritten Heimspiel en suite.

Danach übernahm wieder der LASK das Spielgeschehen und wurde gegen Ende der Hälfte immer zwingender. Den Ausgleich erzielten die Gäste dann dank eines Schnitzers von Kapitän Philipp Netzer. Der Innenverteidiger, der zur Pause mit Oberschenkelproblemen in der Kabine blieb, köpfte eine Flanke Stürmer Mergim Berisha vor die Füße, der das Geschenk dankend annahm.

Und der Angreifer legte nach dem Seitenwechsel nach. Einen Schuss aus 30 Metern von Rene Gartler konnte Torhüter Martin Kobras zur Seite abwehren, jedoch direkt vor die Füße eines Oberösterreichers. Ein Querpass zur Mitte, und Berisha (52.) schoss ungehindert ein.

Nochmals Leben eingehaucht. Entgegen dem Spielverlauf kamen die Altacher aber nochmals zurück. Aigner (59.) traf innerhalb des Strafraums aus der Drehung und machte den Hausherren wieder Mut. Es folgten neun spielerisch durchaus ansehnliche Minuten der Vorarlberger. Doch der Rückenwind verebbte, als Thomas Goiginger das 3:2 erzielte. In keiner Phase des gegnerischen Spielzugs kamen die Altacher in die Zweikämpfe, und am Ende war Goiginger (68.) nach einem Querpass den Schritt schneller als sein Bewacher Jan Zwischenbrugger. Als Kobras dann in Minute 74 auch noch einen Ball aus spitzem Winkel im kurzen Eck passieren lassen musste, war die Niederlage besiegelt.

„Wir müssen besser verteidigen. Wir bekommen jedes Mal die Hütte voll. Das kotzt mich an“, fand Zech klare Worte für das Defensivverhalten seiner Mannschaft. Und auch Aigner brachten die Lücken in der Defensive zur Weißglut. „Ich bin richtig angefressen, denn das darf so nicht passieren. Wir haben ihnen drei Tore geschenkt.“ Nach so einer Partie ist guter Rat jedoch teuer. In den vergangenen sechs Spielen inklusive Cup kassierten die Rheindörfler nicht weniger als 16 Gegentore.

„Das ist einfach zu viel. Bis vor ein paar Runden waren wir sehr gut am Weg, indem wir sehr wenige Tore bekommen haben. Damit dreht sich das Rad. Wir haben auch Ausfälle in der Defensive zu verzeichnen. Aber das ist nun mal so“, wirkte auch Trainer Klaus Schmidt etwas ratlos. Seine Schlussfolgerung nach der 2:4-Pleite: „Das zeigt mir, dass wir noch nicht so weit sind, wie ich mir gedacht habe. Wir müssen weiter arbeiten und hinten stabiler werden.“

Pause nützen. Altach ist nach dem sensationellen Saisonstart im Europacup spätestens mit dem gestrigen Spiel am Boden der Realität angekommen. „Vielleicht müssen wir umdenken, aber das ist unmittelbar nach dem Spiel schwer zu sagen. Es kann sich keiner aus der Kritik ausnehmen, es betrifft jeden von uns“, fordert Zech, dass sich jeder Einzelne nun hinterfragt. Mitspieler Aigner stößt ins selbe Horn. „Es muss jetzt jeder zu sich selbst ehrlich sein und sich fragen, ob er zu wenig hineingehauen hat. Denn das müssen wir uns nach dieser Partie vorwerfen, und das ist sehr ärgerlich.“

Die Länderspielpause kommt für die Altacher somit zur rechten Zeit, um die Wunden zu lecken und wieder zu alter Stärke zurückzufinden. Nicht nur spielerisch, sondern auch zu körperlicher Stärke. Und zu jenem körperbetonen Spiel, das die Rheindörfler in der Vergangenheit ausgezeichnet und erfolgreich gemacht hat. Der LASK dient in dieser Hinsicht als gutes Vorbild. Denn beim 4:2-Erfolg der Rheindörfler haben sie den Altachern eindrucksvoll bewiesen, wie es eigentlich geht.

<p class="caption">Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)</p>

Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)

<p class="caption">Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)</p>

Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)

<p class="caption">Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)</p>

Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)

<p class="caption">Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)</p>

Emanuel Schreiner (oben) war nach der Partie enttäuscht, obwohl Christian Gebauer (unten l.) die Hausherren früh in Führung gebracht hatte. Anschließend jubelten die Linzer. Gepa/Lerch (4)

ALTACHER DES TAGES

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