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Deutsche Vorfreude und einTopspiel

Spanien gegen Portugal ist der Hit der WM-Vorrunde in Russland. Titelverteidiger Deutschland trifft auf Mexiko, Schweden, Südkorea.

Es gibt keinen Grund zur Beunruhigung – zumindest für die Deutschen. „Erschrocken bin ich sicherlich nicht.“ Also sprach deren Bundestrainer Joachim Löw nach der WM-Gruppen-Auslosung, die dem Titelverteidiger mit Mexiko, Schweden und Südkorea wahrlich keine angsteinflößenden Gegner bescherte. Aber Deutschlands Fußballteam hatte von den potenziellen Kandidaten ohnehin niemanden zu fürchten, höchstens die Spanier wären nicht erwünscht gewesen. Diese aber wurden den Portugiesen zugeschanzt, womit die Vorrunde in Gruppe B ein Duell der letzten beiden Europameister anzubieten hat. Cristiano Ronaldo wird also im russischen Sommer einige seiner Klubkollegen von Real Madrid wiedersehen. In den vergangenen direkten Endrunden-Duellen siegten jeweils die Spanier. Im WM-Achtelfinale gab es einen 1:0-Erfolg, im Halbfinale der EM 2012 ein 4:2 im Elferschießen.

Auch in den übrigen Gruppen kommt es zu einigen durchaus attraktiven Begegnungen. Die Engländer bekommen es mit den enorm starken Belgiern zu tun und müssen zudem gegen den erworbenen Ruf anspielen, nach mühelosen Qualifikationen bei den Endrunden stets zu versagen. Einer der ihren hat jedenfalls vorgezeigt, wie es geht. Ex-Torjäger Gary Lineker – von dem der legendäre Ausspruch überliefert ist, dass am Ende immer die Deutschen gewinnen – dirigierte die Auslosung im Moskauer Kremlpalast mit beeindruckender Souveränität.

Die Schweiz darf sich mit den in der Qualifikation wieder erstarkten Brasilianern messen und müsste diese wohl schlagen, um im Achtelfinale den Deutschen auszuweichen. Letztere werden vom Gruppensieg nur schwer abzubringen sein. „Wir wollen in der Vorrunde den Grundstein für eine erfolgreiche Titelverteidigung legen“, meinte Löw. Mexiko etwa liegt den Deutschen, wie das jüngste 4:1 im Confederations Cup im vergangenen Juli bewies.

Die Auslosung wurde mit einer Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin eröffnet. „Wir tun alles, damit die Weltmeisterschaft ein echtes Sportfest wird, aber das Wichtigste ist, dass sie die große und freundschaftliche Fußballfamilie stärker vereint“, sagte er und bekam Unterstützung von FIFA-Chef Gianni Infantino. Der Weltverband wolle „die beste WM aller Zeiten“ ausrichten, erklärte der Schweizer. Zuvor war der ranghöchste Funktionär des Fußballs auch schon Sportminister Wladimir Mutko zur Seite gesprungen. Dieser hatte sich in einer Art Wut-Rede gegen die Doping-Anschuldigungen, vor allem im Zusammenhang mit Olympia – zur Wehr gesetzt. „In Russland ist immer alles schlecht, und im Rest der Welt ist alles gut. Wir haben damit nichts zu tun“, sagte Mutko. „Soweit die FIFA betroffen ist, sehe ich keine Auswirkungen irgendeiner Art“, sagte Infantino zur ausstehenden Entscheidung des IOC, das am Dienstag über einen möglichen Ausschluss Russlands von den Spielen in Korea befindet.

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