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Ein grünes Herz für die Austria

So könnte das Austria-Lustenau-Trikot nach der Winterpause aussehen. Dietmar Stiplovsek

So könnte das Austria-Lustenau-Trikot nach der Winterpause aussehen. Dietmar Stiplovsek

Planet Pure ist der neue Hauptsponsor von Austria Lustenau. Das Logo des Hörbranzer Reinigungsmittelherstellers soll für fünf Jahre auf dem Austria-Trikot aufscheinen.

Von Johannes Emerich

Sollten die Verantwortlichen von Austria Lustenau ihren Sponsor nach dem Logo ausgesucht haben, haben sie mit Planet Pure einen Volltreffer gelandet. Denn das grüne Herz der Hörbranzer Firma passt perfekt zum grün-weißen Verein, der stets voller Leidenschaft agiert. Doch unabhängig von der Emotion haben sich mit der Planet Pure GmbH und Austria Lustenau zwei getroffen, die große Ziele verfolgen.

Mit Start der Rückrunde beginnt offiziell am 1. Februar 2018 der Hauptsponsorvertrag von Planet Pure bei Austria Lustenau. Abhängig von den erreichten Zielen gilt die Vereinbarung für fünf Jahre, angestrebt wird der Bundesligaaufstieg im Jahr 2019. Neben dem Trikotsponsoring hat die Hörbranzer Firma, die ökologische Wasch- und Reinigungsmittel herstellt, Bandenwerbung und weitere Aktivitäten im Stadion geplant. Eine Aufnahme in den Vereinsnamen war dagegen kein Thema: „Wir wissen, wie wichtig der Name den Fans ist“, sagte Austria-Präsident Hubert Nagel, der sich in Zukunft auch persönlich mit Planet Pure identifizieren wird: „Für mich ist der Erfolg von Planet Pure in Zukunft auch mein Erfolg.“ Über die Höhe der Sponsorensumme wurde Stillschweigen vereinbart. Bei einem Aufstieg soll sich diese jedoch um etwa ein Drittel erhöhen.

Wachstumspotenzial. Die Firma Planet Pure wurde 1999 von Silvio Perpmer gegründet. Derzeit sind zwölf Mitarbeiter bei Planet Pure beschäftigt, und sämtliche Produkte werden am Standort Hörbranz hergestellt. Konkrete Umsatzzahlen werden von Planet Pure nicht veröffentlicht, laut einer Schätzung bewegten sich diese zuletzt im Bereich von zwei Millionen Euro. Alain Bauwens, Marketingleiter und Gesellschafter von Planet Pure, spricht von einem 50-prozentigen Wachstum im aktuellen Kalenderjahr und einer angepeilten Verdoppelung des Umsatzes im Kalenderjahr 2018. Mittelfristig will das Unternehmen laut Eigentümervertreter und Sprecher Daniel Burkard die Zehn-Millionen-Umsatzmarke erreichen: „Das Unternehmen verfolgt einen klaren Wachstumskurs, und die Gesellschafter erhoffen sich vom Sportsponsoring eine größere Bekanntheit.“

Nachfolger gesucht. Mit Planet Pure präsentierte Austria Lustenau das erste Mal seit 2009 einen regulären Hauptsponsor. Nagel hofft, dass sich damit der Rückstand auf andere Vereine verkleinert. „Es schmerzt natürlich, dass Altach uns so weit abgehängt hat, seit sie über einen Hauptsponsor verfügen. Wir hoffen aber, mit dem neuen Partner wieder auf die Überholspur zu wechseln.“ Zur positiven Entwicklung soll zusätzlich das neue Stadion beitragen. Am Dienstag besuchten jene Architekten das Reichshofstadion, die am ausgeschriebenen Wettbewerb teilnehmen werden. Anschließend muss die Hürde Finanzierung gemeistert werden.

Der Name der neuen grün-weißen Heimat wird aber nicht mehr Reichshofstadion lauten, sondern einen Sponsorennamen tragen. Planet-Pure-Arena wäre die logische Konsequenz.

Zudem kündigte Nagel seinen baldigen Rücktritt als Präsident an. Die Lustenauer Unternehmensentwicklungsagentur imPlus, die auch den Planet-Pure-Sponsorendeal eingefädelt hat und mit dem Reinigunsmittelhersteller einen Gesellschafter teilt, soll bei der Suche nach einem möglichen Nachfolger helfen. Dieser könnte in weiterer Zukunft aus dem Stall des Sponsors stammen.

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