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Mit einem Punkt in die Pause

Spiel­bericht. Vor 2000 Zuschauern trennten sich Austria Lustenau und die SV Ried im Reichshofstadion mit 0:0. Der Punkt gegen den Winterkönig rundete den erfolgreichen Austria-Tag mit Hauptsponsor- und Kooperationsverkündung ab.

Von Johannes Emerich

Während der Halbzeitpause schritt Hubert Nagel frohen Mutes zum Sky-Interview. Der Austria-Präsident kam mit guten Nachrichten, hatte er doch am Nachmittag mit Pure Planet den neuen Hauptsponsor (siehe vorne) präsentiert. Und der 66-Jährige hatte eine weitere gute Kunde zu verbreiten. Eine Kooperation mit einem großen Klub stünde kurz bevor – noch dazu sei dieser ein „Dauergast in der Champions League“. Sportlich gab es am gestrigen Abend allerdings keine großen Geschichten zu erzählen. Austria Lustenau und SV Ried neutralisierten sich über weite Strecken, und die schwierigen Bedingungen mit Temperaturen unter dem Gefrierpunkt und einem holprigen Platz taten ihr Übriges.

Alte Bekannte. Zwei Ausfälle zwangen Trainer Gernot Plassnegger zu kurzfristigen Umstellungen. Für Ronivaldo rückte Lucas Barbosa als Solospitze in die erste Elf. Und da auch Kapitän Christoph Kobleder nicht zur Verfügung stand, übernahm Martin Grasegger in der Innenverteidigung, Alexander Joppich verteidigte links hinten. Ried agierte wie erwartet und lancierte fast alle Angriffe über Ilkay Durmus am linken Flügel. Doch dem Ex-Lustenauer stand mit Pius Dorn ein giftiger Gegenspieler im Weg. Auf dem rechten Rieder Flügel war mit Julian Wießmeier ein weiterer alter Bekannter vorgesehen. Doch der Deutsche hielt sich meist in der Zentrale auf.

Der erste Aufreger entstand trotzdem nach einer Flanke von Durmus. Austria-Keeper Alexadner Sebald unterlief eine kleine Unachtsamkeit, und der Deutsche musste zwei Mal nachfassen (6.). Deutlich sicherer wirkte der 21-Jährige dagegen beim Schuss von Thomas Fröschl, den er stark parierte (13.). Die Austria stand sehr tief und zog nur ganz selten ihr Pressing auf. Ab der 30. Minute kamen dann auch die Lustenauer besser ins Spiel, doch nach einzelnen guten Aktionen fehlte es meist am letzten Pass oder am Abschluss. So überspielten Jodel Dossou und Majeed Ashimeru sehenswert vier Rieder, beim Weg in den Strafraum verpasste es der Ghanaer allerdings zu schießen und wurde von Peter Haring – einem weiteren Ex-Austrianer – gestoppt (34.). Bis zur Pause passierte nicht mehr viel in einer intensiven Partie, die von viel klein-klein im Mittelfeld geprägt war.

Sobkova kommt. Dorn musste nach einer Verletzung, die er in der ersten (!) Minute erlitten hatte, in der Kabine bleiben. Für ihn kam Michael Lang in die Partie, der seine Sache als Rechtsverteidiger über weite Strecken gut machte.

Der Steirer war es auch, der nach einer Ecke den ersten zählbaren Schuss der Hausherren abfeuerte (54.), der verfehlte allerdings sein Ziel deutlich. Kurz darauf verpasste es die Plassnegger-Elf, einen Vier-gegen-zwei-Konter zielstrebig zu Ende zu spielen (56.). Die beste Möglichkeit vergab schließlich Joker Daniel Sobkova mit einem direkten Freistoß. Ried-Torhüter Thomas Gebauer spekulierte richtig und wehrte zur Ecke ab (60.).

Ried, das in der ersten Hälfte noch dominant aufgetreten war, tat sich nun immer schwerer, konstant Druck zu machen. Mehr als zwei Schüsse von Seifedin Chabbi (73., 86.) und ein Abschluss von Durmus (89.), die alle am Tor vorbei gingen, schauten nicht mehr heraus.

Innviertler Winterkönig. Am Ende konnten beide Teams mit einem Punkt gut leben. Die Lustenauer trotzten dem starken Leader einen Punkt ab und können nun etwas beruhigter in die Winterpause gehen, in der weitere Kaderveränderungen wahrscheinlich sind. Ried hingegen schnappte sich mit dem Remis die Winterkrone und wird damit in den kommenden Monaten immer wieder gerne einen Blick auf die Tabelle werfen.

<p class="caption">Impressionen vom gestrigen Spiel der Lustenauer gegen Ried, bei dem es nicht nur bitterkalt war, sondern auch ordentlich zur Sache ging. Jetzt geht’s ab in die Winterpause.  GEPA/Lerch (4)</p>

Impressionen vom gestrigen Spiel der Lustenauer gegen Ried, bei dem es nicht nur bitterkalt war, sondern auch ordentlich zur Sache ging. Jetzt geht’s ab in die Winterpause.  GEPA/Lerch (4)

Marco Krainz

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