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Am Ende ging die Luft aus

Die 1:2-Niederlage war bereits das elfte Altach-Spiel in Folge gegen Sturm Graz ohne Sieg. Gepa/Lerch (3), APA

Die 1:2-Niederlage war bereits das elfte Altach-Spiel in Folge gegen Sturm Graz ohne Sieg. Gepa/Lerch (3), APA

Spiel­bericht. Die Alt­acher lagen gegen die Grazer nach einem Tor von Grbic lange auf Siegkurs. Zwei Gegentreffer in der Schluss­phase besiegelten aber die 1:2-Heimniederlage.

Von Günther Böhler

Die Altach-Fans unter den 3872 Zuschauern konnten bis zehn Minuten vor Schluss auf ein Ende der Sieglos-Durststrecke gegen Sturm Graz – der letzte Dreier datiert bekanntlich vom 13. Dezember 2014 – hoffen. Die Grazer, die ihrem Klubnamen lange keine Ehre machten – zeitweise wehte nur ein laues Steirer-Lüftchen durchs Schnabelholz –, drehten aber innerhalb von acht Minuten die Partie und eroberten zudem zumindest bis heute die Tabellenführung in der Bundesliga.

Wie von SCRA-Trainer Klaus Schmidt angekündigt, gab es im Vergleich zur Partie gegen Rapid in der Startelf einige Veränderungen. Für den gesperrten Philipp Netzer rückte Simon Piesinger, der gegen seinen früheren Arbeitgeber natürlich topmotiviert war, nach und fungierte im 4-1-4-1-System als Sechser. Im Mittelfeld nahm Valentino Müller den Platz von Mathias Honsak ein und in der Offensive durfte Adrian Grbic für Bernard Tekpetey ran. Der Einsatz von Grbic war die größte Überraschung, denn der junge Wiener sammelte in den letzten sieben Partien nur zwei Minuten Spielpraxis.

Grbic als Glücksgriff. Doch diese überraschende Berücksichtigung erwies sich bereits nach genau einer Viertelstunde, die beidseits zum Abtasten genutzt wurde, als Glücksgriff. Piesinger spielte Andreas Lienhart ideal in den Lauf und nach dessen Flanke von rechts besorgte Grbic mit einem platzierten Kopfball die 1:0-Führung. Der Schlussmann der Grazer, Jörg Siebenhandl, hatte beim zweiten Saisontreffer des 21-Jährigen keine Chance.

Das war der Weckruf für den Tabellenzweiten, der sich zuvor sehr passiv zeigte. Die Altacher Abwehr hatte aber das gegnerische Angriffsduo Philipp Zu­lechner und Deni Alar – er traf in dieser Saison schon zehn Mal ins Schwarze – gut im Griff. So war es der mitaufgerückte Verteidiger Fabian Koch (26.), der erstmals richtig für Gefahr sorgte. Sein Kracher aus 25 Metern landete an der Querlatte. Und kurz darauf versuchte sich nach einer Unachtsamkeit der Rheindörfler Peter Zulj aus kurzer Distanz. Altach-Keeper Martin Kobras hatte aber keine Mühe, und auch einen Potzmann-Schuss (43.) nach gutem Solo konnte der Lingenauer bändigen. Somit ging es mit diesem knappen Vorsprung für die Schmidt-Truppe zum Pausentee.

Rückstand-Spezialisten. Da die Blackies heuer schon vier Mal ein 0:1 in einen vollen Erfolg verwandelten, durfte man gespannt sein, wie die Hausherren die zweite Halbzeit in Angriff nehmen. Nur zwei Minuten nach Wiederbeginn musste bei den Altachern jedoch der schon vor dem Wechsel angeschlagene Benedikt Zech für Bernhard Janeczek Platz machen. Lienhart und Co. ließen sich aber dadurch zunächst nicht aus der Ruhe bringen. Die Foda-Schützlinge waren zwar spielbestimmend, doch mehr wie ein Zulj-Weitschuss (56.), den Kobras parierte, konnte nicht verbucht werden. Auf der Gegenseite servierte acht Minuten später Christian Gebauer nach Vorarbeit von Valentino Müller in den Fünfer. Das Spielgerät ging jedoch an Freund und Feind vorbei.

In Minute 69 schied mit dem Torschützen ein weiterer Alt­ach-Akteur verletzt aus, für ihn kam Hannes Aigner ins Spiel. Das Ländle-Team steckte auch das kurzzeitig weg, doch am Ende hatten die oft einfallslos wirkenden Grazer, bei denen schluss­endlich die Einwechselspieler die entscheidenden Akzente setzen konnten, den längeren Atem. Nach einem sehenswerten Eze-Chipball, den Zulechner (80.) aus kurzer Distanz verwandelte, hieß es 1:1, und in der 88. Minute legte nach idealer Schmerböck-Vorlage Emeka Eze zum 2:1 nach.

Der 18-jährige Ludescher, der wieder von Beginn an dabei war, ließ im Mittelfeld oftmals sein Können aufblitzen. Schon wegen ihm hatte sich die Anreise zahlreicher Be­obachter aus Italien (Cagliari, AC Milan, Sampdoria Genua, Palermo) und England (Manchester United) ins Schnabelholz gelohnt.

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