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Die Protagonisten der grün-weißen Hinrunde

Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)

Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)

Einzelkritik. Für Austria Lustenau neigt sich ein sportlich unzufriedenstellendes Jahr 2017 zu Ende. 2018 soll vieles besser werden. Zuvor nimmt die NEUE am Sonntag die Leistungen der 23 Austria-Akteure, die in der Erste Liga zum Einsatz gekommen sind, genauer unter die Lupe.

Von Johannes Emerich

1 Alexander Sebald. Der Deutsche stabilisierte sich nach unsicherem Start, als er von Trainer Andreas Lipa wenig Vertrauen spürte. Allerdings muss sich der 21-Jährige mit dem Fuß und bei Flanken weiter verbessern, um zu den Top-Torhütern der Liga zu zählen.

4 Majeed Ashimeru. Die Leihgabe von Red Bull Salzburg ist der vielleicht feinste Fußballer im Team, nur zeigt er dies zu selten. Trotzdem könnte der 20-Jährige im Frühjahr zu einer der entscheidenden Figuren im Austria-Spiel heranwachsen.

5 William. Der Brasilianer wechselte zu Beginn der Saison mehrfach vom defensiven Mittelfeld auf die Außenverteidigerposition und hatte mit der Umstellung Probleme. Unter Plassnegger wurde er zum Abwehrchef und wuchs an der Aufgabe. Spielerisch ist er der beste Abwehrspieler, mit den nötigen Deutschkenntnissen könnte er zum Leader werden.

6 Francesco Lovric. Der Wiener galt stets als großes Talent, scheiterte vor der Austria aber bereits in Mattersburg. Zu Beginn noch Stammspieler spielte er zuletzt keine Rolle mehr, steht sich mit schlechten Trainingsleistungen häufig selbst im Weg.

7 Paulo Victor. Der 21-Jährige traf bei seinem Debüt doppelt – es sollten seine einzigen Treffer bleiben. Ein feines Füßchen konnte seine taktischen Schwächen nicht kaschieren, der Brasilianer kann den Verein wohl verlassen.

9 Ronivaldo. Der 28-Jährige ist mit sieben Treffern bester Torschütze der Austria. Aufgrund von Verletzungen wurde der Ex-Austria-Wien-Akteur häufig zurückgeworfen und wusste nur bedingt zu überzeugen.

12 Lucas Barbosa. Der Brasilianer wurde häufig aufgrund der Ausländerregelung geopfert. Wenn er denn spielte, tat er sich meist sehr schwer – auffallend seine schwache Zweikampfstatistik (35,42 Prozent).

13 Christoph Kobleder. Die Erwartungen an den Kapitän waren hohe. Und wurden großteils enttäuscht. Der 27-Jährige überzeugte weder als Führungsfigur noch als Innenverteidiger. Zu oft fehlte ihm die Schnelligkeit im direkten Duell – der Salzburger muss sich im Frühjahr steigern.

14 Alexander Joppich. In der Vorsaison war der Tiroler noch Stammspieler, seit der Sommerpause aber meist abgemeldet. Auch wenn er bei der Niederlage gegen den FAC nicht gut aussah, hätte sich der 22-Jährige mehr Einsatzzeit verdient.

15 Martin Gras­egger. Für den Ex-St.-Pölten-Verteidiger gilt Ähnliches wie für Kobleder. Der 28-Jährige überzeugte nur selten, er musste jedoch auch meist auf der ungeliebten Außenverteidigerposition aushelfen. Hat im Frühjahr definitiv noch Luft nach oben.

16 Pius Dorn. Der Deutsche ist die positive Erscheinung aus Austria-Sicht. Sowohl auf beiden Außenverteidigerpositionen als auch auf der offensiven Außenbahn überzeugte der 21-Jährige. Mit dieser Entwicklung wird er spätestens im Sommer Begehrlichkeiten bei anderen Teams wecken.

17 Daniel Sobkova. Als letzte Austria-Identifikationsfigur ist der Ober­österreicher wichtig für Fans und Mannschaft. Sportlich ist der 32-Jährige vor allem als Joker wertvoll, wie er bei seinem Doppelpack gegen Wattens bewies – zu mehr reicht es aber nicht mehr.

18 Kürsat Güclü. Der 23-Jährige kam als Wunschspieler des damaligen Trainers Lipa von der Vienna. Im defensiven Mittelfeld leistete sich Güclü zu viele Fehler, die zu Gegentreffern führten. Wohler fühlte er sich bei seinen Auftritten als Ashimeru-Ersatz. Trotzdem muss er seine Ligatauglichkeit erst noch beweisen.

19 Bojan Avramovic. Der Neuzugang vom Regionalligisten Hard kam zu sechs Einsätzen, der letzte liegt jedoch bereits über zwei Monate zurück. Der Einsatz stimmte stets beim 20-Jährigen, der noch etwas Zeit braucht, um sich an das Tempo der Liga zu gewöhnen.

20 Jodel Dossou. Der Beniner ist ein absoluter Leistungsträger und eine der wenigen offensiven Konstanten. In der Defensivarbeit und vor allem im Torabschluss hat der 25-Jährige aber noch Verbesserungsbedarf, um effizienter zu werden.

21 Petar Pavlovic. Der Neuzugang vom FC St. Gallen musste lange auf seinen ersten Einsatz warten, da Lipa nicht auf ihn setzte. Unter Plassnegger wurde der 20-Jährige zum ersten Offensiversatz und deutete sein Potenzial an.

22 Nicolas Mohr. Die sieben Einsätze des 21-Jährigen kamen zu einer Phase, als bei der Austria wenig funktionierte. Der Wolfurter meisterte die undankbare Aufgabe trotz einzelner Fehler zufriedenstellend. Ist eine gute Nummer zwei, die im Training immer Vollgas gibt und für gute Stimmung sorgt.

23 Michael Lang. Der Steirer wurde als Perspektivspieler geholt und erfüllte diese Rolle. Bei seinen acht Einsätzen wechselten sich Licht und Schatten ab, der 19-Jährige muss konstanter werden.

25 Firat Tuncer. Der Deutsche ist ein solider Verteidiger, der aufgrund der Ausländerregelung nur zu vier Einsätzen kam. Sollte ein Angebot für den 22-Jährigen eintreffen, wird der Kölner den Verein verlassen.

27 Marco Krainz. Seit Gernot Plassnegger Austria-Trainer ist, blüht der Wiener nach einem enttäuschenden Saisonstart auf. Gegen Ried trug der 20-Jährige sogar die Kapitänsschleife und wuchs an dieser Aufgabe. Seine Qualitäten werden in naher Zukunft noch sehr wichtig sein.

28 Marcel Canadi. Nach drei Einsätzen über insgesamt 91 Minuten fällt eine Einschätzung des Ex-Gladbachers schwer. Wenn der 20-Jährige fit bleibt, kann er im Frühjahr Christopher Drazan unter Druck setzen.

33 Daniel Tiefenbach. Plassnegger setzte vom ersten Spiel an auf den 18-Jährigen, der bei seinem Ligadebüt keine Nervosität zeigte. Anschließend immer wieder mit kleinen Wacklern, aber für sein Alter insgesamt schon sehr reif.

77 Christopher Drazan. Nach gutem Beginn baute der Ex-Nationalspieler kontinuierlich ab. Der 27-Jährige legte zwar sieben Tore auf, dennoch muss er noch mehr zeigen. Drazan wirkt oft lustlos und hilft der Mannschaft weniger, als er könnte.

TR Gernot Plassnegger. Der neue Trainer der Lustenauer ist definitiv eine Verbesserung zu seinem Vorgänger Andreas Lipa. Allerdings muss der 39-Jährige beweisen, dass er langfristig für Erfolg sorgen kann, und vor allem braucht er dringend die Zulassung zum UEFA-Pro-Lizenz-Kurs.

<p class="caption">Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)</p>

Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)

<p class="caption">Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)</p>

Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)

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Christoph Kobleder, Pius Dorn, Jodel Dossou und Alexander Sebald (v.l.) waren vier der bestimmenden Figuren im Austria-Spiel. Gepa/Lerch (4)

Statistik

Zweikämpfe (Quote in Prozent)

1. Jodel Dossou 267 (45,32)

2. Ronivaldo 265 (40,38)

3. William 240 (61,25)

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