Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

stimme zum spiel

Dornbirns Lauf hält auch im zweiten Spiel in Folge gegen Zagreb weiter an. Die Bulldogs sind inzwischen Tabellenfünfter. Frederick Sams (3)

Dornbirns Lauf hält auch im zweiten Spiel in Folge gegen Zagreb weiter an. Die Bulldogs sind inzwischen Tabellenfünfter.

 Frederick Sams (3)

Dornbirn schlägt zu Hause die Zagreber Bären wie am Montag in Kroatien verdient mit 3:0. Und feiert vor 2070 Zuschauern eine ganz besondere Premiere.

Von Hannes Mayer

Gut Ding will Weile haben. Am 7. September 2012 debütierten die Bulldogs in der EBEL. 305 Spiele sind seither vergangen. Gestern blieben sie zum ersten Mal überhaupt in zwei aufeinanderfolgenden EBEL-Spielen ohne Gegentor. Was für ein Abend!

Finte. Dave MacQueen holte wie erwartet Philip Siutz von Kooperationsverein EC Bregenzerwald in den Kader. Doch das war nur eine Finte. Der Kärntner fuhr keinen einzigen Shift. Damit absolvierten die Dornbirner mit nur fünf Verteidigern das Spiel. Die Kroaten machten gegenüber dem 0:3 vom Montag gegen die Bulldogs einen nennenswerten Wechsel: Sie brachten ihren zweiten Goalie Vilim Rosandic.

Zagreb war von Beginn an der Respekt gegenüber den Hausherren anzumerken. Die Kroaten, ihres Zeichens die schlechteste Auswärtsmannschaft der Liga, waren zu Beginn zwar um Scheibenbesitz bemüht, spielten aber sehr abwartend. Ihre Angst vor den schnellen Kontern der Bulldogs war nahezu greifbar. Die Dornbirner wiederum arbeiteten gut gegen die Scheibe, blockten Schüsse und ließen sehr bald keine Zweifel daran aufkommen, dass sie sehr genau wussten, wie Zagreb neuerlich schlagbar war. Mit viel harter Arbeit und jeder Menge Geduld.

Abstaubertore. Die Mannen von Dave MacQueen wurden jetzt immer stärker. Eine Strafe von Dominic Haberl (10.) überstanden sie problemlos. Dann schlugen sie zwei Mal in Überzahl zu. In der 15. Minute hämmerte Martin Grabher Meier einen Schuss auf Zagreb-Goalie Rosandic, der ließ ein Mal prallen und nach einem Abstauber von Dustin Slyvester ein zweites Mal – danach versenkte Fraser zum 1:0. Nur 112 Sekunden später brachten die Gastgeber den Puck nach dem selben Strickmuster wieder im Tor unter. Dieses Mal war es Sean McMonagle, der den Treffer mit einem Blueliner einleitete, und dieses Mal war es Fraser, der nach dem ersten Abpraller des Gästegoalies noch scheiterte – ehe dieses Mal Sylvester vollendete.

Das Mitteldrittel begann mit einer DEC-Unterzahl. Zagreb agierte jetzt viel entschlossener und begann, die Angst vor den Tempogegenstößen der Dornbirner abzustreifen. Die Partie glich nun der vom Montag, als die Kroaten mit teils hektischen Angriffen auf das Tor der Dornbirner zurollten. Dabei blieben sie aber immer wieder an der DEC-Defensive hängen. Oder scheiterten am überragenden Rasmus Rinne. In der 26. Minute rettete er in extremis gegen Samson Mahbod, kurz darauf vereitelte er abermals den schier sicheren Anschlusstreffer. Im Gegenzug traf Chris D’Alvise nach einer ebenso herrlichen wie akrobatischen Kombination die Stange. In der 30. Minute hätten die Bulldogs beinahe einen Shorthander kassiert. Als die Gäste in Überzahl auf Rinne zustürmten und ihr Star-Center Tyler Morley, mit 12 Toren und 19 Assists bester Scorer der Liga, abschließen konnte. Doch Teufelskerl Rinne hexte wieder. Dessen Paraden entnervten die Gäste, die gegen Ende des Drittels zwei Strafen nahmen. Dornbirn hätte nun mehrfach die Partie entscheiden müssen. Doch das dritte Tor fiel nicht.

Empty-net-goal. Im Schlussdrittel drängten die Gäste zunächst weiter auf den ersten Treffer, ihre Abschlüsse wurden aber seltener. Zehn Minuten vor Ende der Partie war dann den Kroaten schließlich anzumerken, dass sie resigniert hatten. Schließlich fixierte der glänzende Sylvester 19 Sekunden vor dem Ende per Empty-net-Tor den 3:0-Endstand.

Damit klettert Dornbirn vor dem heutigen Heimspiel gegen Znojmo auf Rang fünf. Und Rinne, da er jetzt genügend Einsatzminuten hat, auch offiziell an die Spitze der Goaliewertung – dank einer Fangquote von 96 Prozent. Das zweite Shutout in Folge macht ihn zum Star des Spiels, in Wahrheit aber ist aktuell bei den Bulldogs die gesamte Mannschaft der Star.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.