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„Alles Vorverurteilungen“

In der Missbrauchsaffäre um die Skihauptschule Neustift weist der unter Tatverdacht stehende Ex-Heimleiter die Schuld von sich.

Die Skihauptschule Neustift steht in der Missbrauchsdebatte weiter in einem schlechten Licht da. So soll es in den 70er-Jahren zu Übergriffen eines Heimleiters auf mehrere Schüler gekommen sein, wie der „Standard“ berichtet. „Alle wussten es damals. Er war jede Woche zu den Buben ins Bett gekommen“, erzählte die Mutter eines ehemaligen Schülers. Zudem äußerte sich auch ein ehemaliger Schüler: „Dass sich der Heimleiter an Schülern vergeht, war allgemein bekannt. Es ist überhaupt nicht vorstellbar, dass die Lehrer das nicht wussten. Er wurde gedeckt. Er hat jede Situation genutzt, um Kinder zu massieren und unpassend zu berühren. Ich habe es immer vermieden, mit ihm alleine zu sein.“

Der Ex-Heimleiter meinte, dass dies „alles Vorverurteilungen“ seien. Auf Nachfrage, ob er sich Schülern sexuell genähert habe, antwortete der Mann: „Dazu sage ich nichts.“ Zu den Anschuldigungen von Ex-Skifahrerin Nicola Werdenigg bezog er aber Stellung: „Erstens: Es hat kein Aufnahmeritual gegeben. Zweitens: Ich habe Schülern nie Alkohol verabreicht. Drittens: Schüler waren nie in meinem Zimmer, um in der Gruppe zu onanieren. Viertens: Es hat keinen Zwang gegeben, weder zum Essen noch zu sonst etwas.“

Werdenigg erzählte der „Tiroler Tageszeitung“ indes, dass sich bei ihr inzwischen 40 bis 50 Leute gemeldet hätten. Dabei sei es nicht mehr um Kleinigkeiten gegangen. Bei der Staatsanwaltschaft hingegen hatten sich bis Montagvormittag keine weiteren Personen gemeldet.

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