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Das jüngste DEC-Familienmitglied: Hunter Brixen, Sprössling von Danika und Brodie Reid.

Das jüngste DEC-Familienmitglied: Hunter Brixen, Sprössling von Danika und Brodie Reid.

Mit einem 4:2-Heimsieg über Znojmo klettern die Bulldogs am Sonntag auf Platz vier in der Tabelle. Vor 2730 Zuschauern im Messestadion liefern die Dornbirner ein Muster an Willensleistung ab.

Von Hannes Mayer

Ab dem zweiten Drittel war den Mannen von Dave MacQueen anzumerken, wie müde sie waren. Tags zuvor hatten sie Zagreb 3:0 geschlagen. Bei dem Abnützungskampf mit den Kroaten spielten die Bulldogs praktisch mit nur vier Verteidigern. Philip Siutz, der als Ersatz für Thomas Vallant in den Kader rückte, absolvierte keinen einzigen Shift. Raphael Wolf kam auf rund acht Einsatzminuten. Das wirkte sich nicht nur auf die Verteidiger der ersten Linien aus, die im Dauereinsatz waren. Sondern auch auf die Stürmer, die viel Defensivarbeit zu verrichten hatten und dadurch sehr intensive Shifts absolvierten. Zumal Brodie Reid kurzfristig die Mannschaft verlassen durfte, weil seine Frau vor der Entbindung stand. Womit die Bulldogs auch in der Offensive dezimiert waren.

Pensum. „Ich kann den Jungs heute gar nicht genug Respekt zollen“, befand deshalb MacQueen nach dem Sieg gegen Znojmo sichtlich stolz und erklärt: „In der NHL, und wir sprechen hier von der besten Liga der Welt, sind die Verteidiger 28, 29 Minuten im Einsatz. Ich bin der Meinung, dass deshalb 24, 25 Einsatzminuten auf dem größeren Eis in Europa vertretbar sind. Ab dieser Marke leidet die Konzentration. Aber natürlich lässt sich solch ein Pensum nicht dauerhaft abspulen.“ Was ein klarer Wink an DEC-Macher Alexander Kutzer ist. Kommen Leduc und Vallant nicht in absehbarer Zeit zurück, brauchen die Bulldogs einen neuen Verteidiger.

Und die Suche läuft bereits, auch, weil immer klarer wird, dass der DEC ein Kandidat für einen direkten Play-off-Platz ist. 18 von 21 möglichen Punkten holte Dornbirn in den vergangenen sieben Spielen. Auffällig dabei war, dass die Automatismen immer besser griffen, weil kein Spieler mehr leistungsmäßig wegbrach. Der immense Aufschwung der Bulldogs mag mit Rasmus Rinne oder Dustin Sylvester zwar auch Gesichter haben, ist aber vor allem Ergebnis einer geschlossen starken Mannschaftsleistung. So waren es immer wieder verschiedene Spieler, die in den zurückliegenden Partien den Matchwinner gaben. Mal war es eben Rinne oder Sylvester, mal war es Fraser – am Sonntag gegen Znojmo war es mit Chris D‘Alvise just einer, der in dieser Saison bislang noch nicht so recht Fahrt aufgenommen hat. Gegen Zagreb vergab Dornbirns Nummer 15 noch mehrere Großchancen, zeigte sich aber enorm verbessert.

Angetäuscht. Am Sonntag belohnte sich D‘Alvise für seinen Formanstieg mit zwei Treffern. Beide Mal brachte er sein Team dabei in Führung. Beim 1:0 (10.) narrte er Gäste-Goalie Marek Schwarz, als er nach einem Zuspiel von Scott Timmins den eigentlich logischen Pass in die Mitte zu Kevin Macierzynski andeutete, dann aber selbst ins kurze Eck abschloss. Beim 3:2 staubte er am Ende einer fünfminütigen Überzahl in der 58. Minute ab. Radek Cip hatte zuvor den Schiedsrichter wegen einer Abseitsentscheidung massiv verbal attackiert. Zwischen diesen beiden D‘Alvise-Treffern stemmten sich die Bulldogs eben gegen ihre Müdigkeit. Mal effektiv, mal weniger effektiv. Jiri Beroun gelang in der 17. Minute nach einer Drangperiode der Mähren verdient der Ausgleich. Mit mehr Entschlossenheit wäre der Gegentreffer vermeidbar gewesen. Abgesehen davon blieben die Bulldogs das cleverere Team, die Gäste nahmen sich immer wieder Strafen. Als zu Beginn des Mittelabschnitts gleich zwei Adler in der Kühlbox Platz nahmen, bediente Brian Connelly den freien Jaimie Arniel am kurzen Pfosten – und der bestrafte Znojmo-Goalie Schwarz dafür, dass er den kurzen Pfosten ungedeckt ließ.

Nach dem abermaligen Gäste-Ausgleich (Bartos/53.) war die gute Serie der Dornbirner in Gefahr. Doch dann kam der zweite Auftritt von D‘Alvise sowie ein Empty-Net-Goal des starken Timmins (60).

<p class="caption">Die Bulldogs verteidigten im Kollektiv gegen die Tschechen.  Sams</p>

Die Bulldogs verteidigten im Kollektiv gegen die Tschechen.  Sams

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