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Kommentar

Olympischer Strafen-Slalom

Letztlich war der Druck auf das IOC, wirklich Konsequenzen gegenüber Russland zu ziehen, wohl so groß wie in einem Kelomat kurz vor der Explosion.

Auf der einen Seite müssen die Belege, dass der russische Staat tatsächlich in ein ausgeklügeltes Doping-System involviert war, erdrückend gewesen sein.

Auf der anderen Seite will und wollte man es sich sicherlich nicht mit Russland verscherzen. Und so war die mehrstündige Sitzung der IOC-Exekutive wohl eher davon geprägt, wie man den Strafen-Slalom durch diverse gemein gesetzte Haarnadeln meistern kann, ohne dass eine der Seiten einfädelt und auf der Strecke bleibt.

Die Lösung scheint gefunden: Ja, Russland wird von den Spielen 2018 ausgeschlossen. Und ja, trotzdem dürfen russische Athleten an den Spielen teilnehmen, auch wenn sie unter neutraler Flagge starten müssen und im Falle des Sieges nicht die russische Hymne werden hören dürfen. Und ja, die Russen wurden auch noch zu einer Geldstrafe verdonnert, die mit 15 Millionen Euro zwar hoch, aber nicht so saftig wie erwartet ausfiel.

Eine Goldmedaille hat das IOC für den Schlingerkurs in dieser Frage nicht verdient. Aber ein olympischer Grundsatz heißt ja, dass dabei sein alles ist. Und das hat man den (sauberen) Sportlern ja ermöglicht.

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