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Alpla HC Hard

„Rote Teufel“ müssen Farbe bekennen

Im ersten Saisonduell triumphierten die Fivers mit 28:22 gegen Zeiner (r.) und Co. Gepa

Im ersten Saisonduell triumphierten die Fivers mit 28:22 gegen Zeiner (r.) und Co. Gepa

Nach dem „Umfaller“ in Linz heißt es heute (19.30) in der 15. HLA-Runde gegen Margareten „Verlieren verboten“. Heimserie spricht für die „Roten Teufel“. Platz eins noch in Reichweite.

Von Christian Höpperger

Besser geht’s im Handball nicht – zumindest nicht in der Handball Liga Austria. Wenn Meister Alpla HC Hard und Vizemeister Margareten aufeinandertreffen, sind eine volle Halle und Megastimmung garantiert – packende, teils an der Fairnessgrenze und darüber hinaus angesiedelte Zweikämpfe und Spannung über 60 Minuten ebenso.

Der heutigen Begegnung des 15. Spieltags in der HLA-Hauptrunde (19.30 Uhr/Sporthalle am See) kommt eine besondere Bedeutung zu. Denn der unnötige „Stolperer“ der Harder letzten Samstag in Linz (30:35) bedeutete den Verlust der Tabellenführung, Margareten nutzte den Umfaller, gewann am Freitag das Wiener Derby 35:33 gegen West Wien und liegt mit 24 Punkten nun zwei Zähler vor Hard.

Direkter Vergleich zählt. Um den begehrten Platz eins (der Vorteile in der Pick Round durch das Wahlrecht des Viertelfinal-Gegners bringt) in der Hinrunde noch zu schaffen, ist ein Heimsieg der „Roten Teufel“ oberste Pflicht. Für die Hrachovec-Truppe spricht die Heimbilanz: Seit gut anderthalb Jahren ist man zu Hause unbesiegt, die letzten Heim-Duelle mit den Wienern endeten positiv für Hard, zuletzt Ende August mit 32:24 im HLA-Supercup bzw. Ende Mai im ersten Spiel der HLA-Finalserie 27:26. Die letzte Begegnung sicherte sich Margareten am 4. Oktober mit einem 28:22-Heimsieg in der sechsten Runde.

Da nach Abschluss der Haupt­runde bei Punktegleichheit der direkte Vergleich herangezogen wird, brauchen Schmid & Co. einen deutlichen Erfolg mit sechs bzw. sieben Toren Differenz. Ob dies in der aktuellen Phase möglich ist, darf zumindest bezweifelt werden. Denn das knappe Scheitern in der EHF-Cup-Quali gegen Thun hinterließ doch Spuren in den Köpfen der Harder Spieler, wie auch Hard-Coach Petr Hrachovec bestätigt: „Das Ausscheiden ist schon ein großes Thema. Die Spieler wollten das unbedingt schaffen. Die Belas­tung war darum vor allem mental spürbar. Gegen Linz waren wir im Kopf nicht bereit. Da habe ich auch Verständnis dafür. Man muss aber auch Linz gratulieren, die haben sehr gut gespielt und verdient gewonnen.“

Neu fokussieren. Gar nicht im Sinne des Coaches ist es, sich „zu lange mit der Vergangenheit zu beschäftigen“, es gelte vielmehr, sich den anstehenden Aufgaben zu widmen: „Jetzt müssen wir uns umstellen und neu fokussieren. Wir wollen jedes Spiel gewinnen und wir spielen zu Hause.“ Optimistisch stimmt den Tschechen auch, „dass wir gegen Top-Teams normalerweise viel besser spielen als gegen vermeintliche Außenseiter“.

Für eine gegen Thun beobachtete etwaige Schwäche im Rückraum findet Hrachovec eine einleuchtende Erklärung: „Das Problem war, dass wir ihren sehr guten Tormann warmgeworfen haben. Irgendwann haben sich unsere Werfer dann kaum mehr getraut, da war fast Angst spürbar. Aber wir haben auch in Linz wieder 30 Tore erzielt, das hätte gegen Thun locker gereicht.“ In der Abwehr bleibt der Trainer der zuletzt gesehenen offensiveren Variante treu: „Sagen wir so. Wir werden weiterhin in der Deckung variabler agieren und uns dem Gegner anpassen. Das hat sich bewährt, auch gegen Thun, wo wir einmal 19 und 21 Tore kassiert haben.“

Beide Teams kennen sich aus unzähligen „Schlachten“ bestens, Überraschungen sind keine zu erwarten, Hrachovec kennt aber das Rezept: „Auf allen Positionen ist Margareten doppelt besetzt. Wir müssen vor allem die Rückraumachse mit Kapitän Markus Kolar, Spielmacher Vytas Ziura und Linkshänder Ivan Martinovic in den Griff bekommen.“

Eckl kämpferisch. Personell stehen bis auf die Langzeitverletzten Arnaudovski, Wurst und Schiller alle Akteure zur Verfügung. Gegner Margareten ist ebenfalls nicht komplett, Trainer Peter Eckl muss seit Wochen auf Jovanovic und Stummer verzichten. Eckl gibt sich dennoch kämpferisch: „Wir rechnen mit einem emotionsgeladenen Spiel, in dem wir alles geben werden. Wir wollen bis zum Abpfiff in diesem richtungsweisenden Spiel kämpfen und dann mit einem Sieg nach Hause fahren.“

Die erwarteten 2000 Fans in der Sporthalle am See werden da wohl etwas dagegen haben.

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