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„Nur in Kärnten fehlt die Wertschätzung“

Event-Guru Hannes Jagerhofer bleibt mit seinem Beachvolleyball-Turnier in Wien.

Das Beachvolleyball-Turnier in Klagenfurt ist endgültig Geschichte und spielt sich in den nächsten drei Jahren in Wien ab. Hat das dort gebotene Geld den Unterschied gemacht?

HANNES JAGERHOFER: Das Geld hat nicht alleine entschieden. Die Weltmeisterschaft 2017 in Wien war ein Sommermärchen. Jetzt bin ich in erster Linie froh, dass mir die Stadt eine so große Wertschätzung entgegenbringt. Die Einstimmigkeit der Politik hat mich beeindruckt. Alle stehen voll dahinter.

War das in Kärnten nicht so?

In Kärnten wurde das Turnier zum Spielball politischer Kräfte. Die Opposition versucht halt immer viele Dinge, die andere machen, in ein schlechtes Licht zu rücken. Das verstehe ich in der Politik aber generell nicht.

Beachvolleyball hat also eine neue Heimat. Wehmut oder Freude – welches Gefühl begleitet Sie, von Klagenfurt wegziehen zu müssen?

Anfangs war ich schon betroffen. Aber als ich am ersten Tag in Wien die Kraft bemerkt habe, die dieser Sport an einem erwünschten Standort auslösen kann, war dieses Thema für mich erledigt. Ganz nebenbei: In Wien 2017 haben wir Geld verloren.

In Klagenfurt haben Sie nie Eintritt verlangt. Das Land Kärnten wollte nicht mehr 800.000 Euro investieren, sondern maximal 400.000 Euro. Für Sie nachvollziehbar?

Von den 4,4 Millionen Euro, die ein Turnier kostet, wurden 3,6 Millionen mittels Sponsorgeldern finanziert. Das muss man sich vorstellen. Derzeit bin ich in Fort Lauderdale. Hier wurde mir erklärt, dass es ein Anliegen Süd-Floridas wäre, dass dieses Turnier bleibt. Sie wünschen sich einen Fünf-Jahres-Vertrag. Kärnten hatte dieses Anliegen nicht geäußert, sondern so getan, als würden sie mir 800.000 bzw. 400.000 Euro schenken. Das war für mich schon die Härte.

Ein neuer zahlungskräftiger Sponsor ist bei Ihren Major-Turnieren eingestiegen. In welche Richtung bewegt sich Beachvolleyball generell?

Es herrscht eine irrsinnige Begeisterung. Von Fort Lauderdale berichten sechs Radiostationen, NBC sendet Reportagen und der Miami Herald druckt großflächige Geschichten.

Gibt es neue Standorte? Wir verhandeln mit Acapulco. Mit Los Angeles haben wir noch Zeit, aber in New York evaluieren wir im Central Park. Da sind wir schon weit. In Europa wird es zwei, drei neue Turniere geben. Martin Quendler

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