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Österreichs vielfältigste Sportlerin

Ivona Dadic (24) holte ihre dritte Medaille bei einem Großereignis. WM-Silber ist unter Dach.

Österreich hat erst fünf Medaillen bei Leichtathletik-Weltmeisterschaften unter einem Dach gewinnen können. 14 Jahre nach Karin Mayr-Krifka über 200 Meter legte nun Ivona Dadic in Birmingham nach und gewann im Mehrkampf mit 4700 Punkten, 50 weniger als die britische Lokalmatadorin Katarina Johanson-Thompson, eine Silbermedaille.

Sieben Disziplinen sind im Frauen-Mehrkampf im Freien zu absolvieren, Indoor jedoch nur fünf. In England waren nicht alle Topstars dabei. Was die Leistung der 24-jährigen Österreicherin aber nicht schmälern darf. Denn sie strebt mit großer Beharrlichkeit nach Besserem. 2016 wurde sie über Nacht zum heimischen Leichtathletik-Star, als sie 47 Jahre nach Liese Prokop als erste Sportlerin wieder EM-Edelmetall (Bronze) im Mehrkampf für Österreich gewinnen konnte.

Der internationale Durchbruch gelang ihr 2010, als sie bei den olympischen Jugendspielen Sechste im Weitsprung wurde und bei der Junioren-EM Platz zehn erreichte. 2012 qualifizierte sie sich für die Sommerspiele in London. Vor genau einem Jahr folgte bei der Hallen-EM schon die Silbermedaille, 2016 EM-Bronze im Freien. So viel zum sportlichen Werdegang, den sie noch nicht abgeschlossen sieht. Ihr nächstes Fernziel sind die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, denn in Rio hatte sie als 21. mehr erwartet.

Ihre Wurzeln liegen am Balkan, ihre Eltern Nine und Danica sind Kroaten, die zur Zeit des Kriegs aus Bosnien geflohen sind. Geboren wurde sie in Wels, sie lebt und trainiert in St. Pölten, weshalb sie auch zur Sportlerin des Jahres in Niederösterreich gewählt wurde – im gleichen Jahr wie Dominic Thiem bei den Herren. Es lief freilich nicht immer so problemlos, ihre Karriere erfuhr 2009 einen herben Schicksalsschlag. Ihr Bruder Ivan kam bei einem Motorradunfall ums Leben. Deshalb trägt sie auch ein kleines Tattoo, das an ihren Bruder erinnert.

Nach ihrem Olympia-Debüt in London wechselte sie in die Trainingsgruppe von Weltmeisterin Jessica Ennis-Hill. Auf der britischen Insel erging sie sich nach einer Meniskus-Operation jedoch in Selbstzweifeln. Erst die Rückkehr nach Österreich, 2014 in die Südstadt, brachte sie wieder zurück auf die richtig schnelle Bahn. Es war ein Druck auf den Restart-Knopf, mit neuem Umfeld, neuen Trainern.

Mode ist für die Leichtathletin unglaublich wichtig. Ihre Fingernägel stimmt sie jeweils nach den Trikots ab. Der Nagellack in der passenden Farbe ist immer dabei … Gerhard Hofstädter

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