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Eishockey

„Das erste Spiel ist das leichteste“

Die Bulldogs treffen auf die Bullen und wollen den Favoriten ärgern. GEPA

Die Bulldogs treffen auf die Bullen und wollen den Favoriten ärgern. GEPA

Die Dornbirn Bulldogs müssen im Viertelfinale der EBEL gegen Salzburg spielen. Die Vorarlberger sind Außenseiter, sehen aber durchaus Chancen, gegen die Bullen zu bestehen.

Von Sebastian Rauch

Es war eine kleine Überraschung, als die Verantwortlichen der Salzburger die Bulldogs aus Dornbirn als Viertelfinal-Gegner auswählten. Ursprünglich hatten sich die Bullen für Innsbruck entschieden, da die Vienna Capitals aber zuvor das Pickrecht hatten und sich für die Tiroler entschieden, waren die Dornbirner die zweite Wahl. Dem Vernehmen nach wollte das die Salzburger Mannschaft so.

Die Bulldogs scheinen darüber gar nicht unglücklich zu sein. Außenseiter wären die Vorarlberger ohnehin gegen jeden Gegner gewesen, die bisherigen Spiele gegen Salzburg geben aber Hoffnung.

Gute Bilanz. Ausgenommen einer 3:8-Niederlage in eigener Halle präsentierten sich die Dornbirner gegen den Halbfinalisten der Vorsaison in den anderen drei Saisonduellen durchaus ebenbürtig. In Salzburg konnten die Bulldogs im September sogar mit 4:3 gewinnen, das zweite Aufeinandertreffen im Volksgarten ging mit 0:1 denkbar knapp verloren. Im Oktober behielt die Mannschaft von Trainer Dave MacQueen mit 5:3 im Messestadion die Oberhand. An Siegen betrachtet ist die bisherige Bilanz also ausgeglichen. Kein Wunder, dass sich Stürmer Kevin Macierzynski vor dem ers­ten Duell am Freitag durchaus selbstbewusst gibt. „Die Play-offs haben andere Regeln. Ein Underdog kann da einen Favoriten raushauen, so schnell kann man gar nicht schauen. Wir müssen unser System durchziehen und dürfen uns nicht verstecken. Bis auf die 3:8-Niederlage haben wir gegen Salzburg immer gut gespielt. Wenn wir unser System spielen und die Konter ausnützen, dann sind wir ganz gefährlich.“

Die Salzburger sind für ihr offensives Spiel bekannt. Sie legen viel Wert auf Puckbesitz und sind dadurch im Konter anfällig. Das hoffen die Dornbirner, ausnützen zu können. Vor allem weil sich in der Qualifikationsrunde mit Dustin Sylvester und Jamie Arniel zwei Schlüsselspieler in eine absolute Top-Form gespielt haben.

Special-Teams. Ein Schlüssel zum Erfolg in der Serie wird – wie meist in der Postseason – die Disziplin der Mannschaften sein. Salzburg ist im Liga-Ranking das Penaltykilling betreffend nur an achter Stelle zu finden. Die Bulldogs hingegen haben dort eine ihrer Stärken und können sich auf das zweitbeste Spiel in Unterzahl verlassen. Zusätzlich erzielten die Vorarlberger nicht weniger als sechs Shorthander. Es wird sich zeigen, ob die gute defensive Staffelung auch gegen Salzburg funktioniert, denn die Bullen liegen mit 26,3 Prozent an erfolgreichen Überzahlspielen an der Spitze der EBEL. Dornbirn (22,4 Prozent) ist Vierter dieser Statistik.

Wie gefährlich Dornbirn sein kann, zeigten die Viertelfinalduelle 2014, als die Bulldogs in der Serie bereits mit 2:0 in Front lagen. Auch im dritten Spiel führten die Gäste aus dem Westen mit 2:0 und 3:1, doch die Salzburger drehten die Partie und anschließend die Serie. Zurückblicken möchte Trainer MacQueen aber ohnehin nicht. „Die Vergangenheit ist vergangen. Aber die Serie und das Spiel beginnen bei 0:0, und wir haben einer Chance“, ist der Kanadier überzeugt. Der Headcoach weiß um die Stärke der Salzburger und die offensiven Vorzüge der Mozartstädter und sieht die Favoritenrolle klar verteilt. Daher haben die Bulldogs keinen Druck. „Das leichteste Spiel ist das erste Spiel, weil die Emotionen noch nicht so hoch sind und sich der Hass noch nicht so aufgebaut hat. Manchmal kann man den Gegner überraschen und das wollen wir tun.“

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