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Wie lange macht er’s noch?

Die Anzeichen mehren sich, dass Ole Einar Björndalen seine Karriere beendet.  AFP

Die Anzeichen mehren sich, dass Ole Einar Björndalen seine Karriere beendet.

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Ole Einar Björndalen, der erfolgreichste ­Wintersportler, durfte bei Olympia in ­Südkorea nicht starten. Geht mit 44 Jahren die Karriere doch dem Ende zu?

Von Gerhard Hofstädter

Geplant hatte er heuer seine siebente Olympia-Teilnahme. Weil Ole Einar Björndalen (44) aber bei den Weltcup-Rennen zuvor nicht die entsprechenden Resultate liefern konnte, wurde er vom norwegischen Verband gar nicht nominiert. Da gab es auch keinen Platz für Sentimentalitäten oder Ausnahmeregelungen für den achtfachen olympischen Goldmedaillengewinner. Zu schwach ist zu schwach. Und so musste der Norweger, der König des Biathlons, erstmals seit Albertville 1992 auf ein Antreten bei Winterspielen verzichten.

Dass er dennoch in Pyeongchang dabei sein konnte, verdankte er dem weißrussischen Verband, der ihn als persönlichen Betreuer seiner Ehefrau Darja Domratschewa akkreditierte. Das gemeinsame Ziel, in Korea wie bei der Weltmeisterschaft in Hochfilzen 2017 eine Medaille zu gewinnen, hat die Familie verpasst. In Tirol hatten sie sogar am gleichen Tag eine Medaille gewonnen. Diesmal stand Björndalen nur in einem neutralen, orangefarbenen Anorak bei der Siegerehrung seiner Frau und durfte den weißen Tiger, das Maskottchen, als Stofftier nach Hause tragen. Vielleicht für das gemeinsame Töchterchen Xenia.

Olympia-Aus. Die Frage nach dem endgültigen Rücktritt des 20-fachen Weltmeisters aus Drammen steht ja schon länger im Raum. Sie bekam aber durch das Olympia-Aus neue Nahrung, wurde wieder neu befeuert. Zumal er auch für das kommende Weltcup-Wochenende im finnischen Kontiolahti auch nur durch den krankheitsbedingten Ausfall von Emil Hegle Svendsen Aufnahme in der norwegischen Equipe fand. Björndalen darf einmal beim Sprint am Donnerstag starten, weitere Einsätze hängen von der Gesundung von Svendsen ab.

Das langsame Ende seiner Laufbahn kommt nicht von ungefähr. Mit 44 hat er längst ein für einen Leistungssportler biblisches Alter erreicht. Einen Abschied von der großen Bühne hat er sich redlich verdient. Die Entscheidung muss er freilich selbst treffen, fürs Frühjahr wurde sie angekündigt.

Rekorde. Es war schon keine Überraschung, dass Björndalen bereits 1993 als Student an Norwegens Elitegymnasium Geilo drei Goldmedaillen bei der Jugend- und Junioren-WM in Ruhpolding abräumte. Diese Medaillen bildeten den Beginn einer einmaligen, unglaublichen Karriere.

Insgesamt hängen 13 Olympia-Medaillen an seiner Wand, gleichzeitig hält er einen Rekord mit sagenhaften 45 (!) WM-Medaillen. Dazu kommen noch die meisten Siege im Weltcup: 95 an der Zahl.

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