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Ein Trainerduo hofft auf Verlängerung

Zwei österreichische Trainer wollen mit Dortmund gegen Salzburg bestehen, um Werbung in eigener Sache zu machen.

Von Michael Lorber

Die Ausgangslage ist klar: Dortmund muss im Europa-League-Achtelfinale gegen Salzburg aufsteigen. „Die Erwartungshaltung in Deutschland ist definitiv so, dass man gegen eine österreichische Mannschaft drüberfährt“, sagt Manfred Schmid, der seit 2011 Peter Stöger als Co-Trainer nicht von der Seite weicht. Der 47-Jährige warnt aber davor, den Gegner zu unterschätzen: „Salzburg ist sehr stark, hat mit Hwang, Minamino, Schlager und Ulmer ganz starke Spieler.“

Die Art und Weise des Auftretens des österreichischen Meisters schätzt der Wiener folgendermaßen ein: „Sie sind sehr offensiv ausgerichtet, verfügen über ein sehr starkes Umschaltspiel und versuchen den Gegner früh anzulaufen und zu stören. Das ähnelt in gewisser Weise Leipzig.“ Also jenem Klub, gegen den es in der Bundesliga am Samstag ein 1:1 gegeben hat – in einem wahren Fußball-Leckerbissen. „Viel schneller kann das Spiel nicht mehr werden“, meint Schmid.

Auch heute könnte ähnlich die Post abgehen. Obwohl den Dortmundern noch in der Vorwoche vorgeworfen wurde, seit Stögers Amtsübernahme zu destruktiv aufzutreten, konnte jeder sehen, dass die Gelb-Schwarzen gegen Leipzig schon deutlich offensiver aufgetreten sind. „Wir haben einige verletzte Spieler gehabt. Die brauchen noch etwas Zeit, um in Topform zu kommen. Aber wir müssen bis auf die Partie gegen die Bayern gegen alle Klubs das Spiel machen“, sagt Schmid, den die Kritik kaltlässt. „Diese Situation sehe ich sehr entspannt. Wir haben die Mannschaft auf Platz acht übernommen und sind jetzt Dritter. Wenn es so weitergeht, bin ich sehr guter Dinge.“

Sehr guter Dinge, dass der bis Sommer laufende Vertrag deutlich verlängert wird. Es wäre eine Fortsetzung einer Partnerschaft mit Stöger, die bei Wiener Neustadt angefangen hat und auch bei Austria Wien, in Köln und jetzt bei Dortmund erfolgreich weitergeführt wurde. Die beiden Ex-Austria-Spieler verfügen neben allen fachlichen Qualitäten im zwischenmenschlichen Bereich über ihre größten Stärken. In Zeiten, in denen Führungskräfte ihrem Namen nur noch spärlich gerecht werden, weil Teamgefüge ein Fremdwort für sie zu sein scheint, verstehen es Stöger und Schmid, jede Mannschaft zu begeistern, besser zu machen und zum Erfolg zu führen.

Schmid hat großen Anteil daran, dass Deutschlands zweitgrößter Klub auf ein rot-weiß-rotes Duo setzt. Immerhin wehrte er bislang alle Anfragen auf ein Cheftraineramt ab. Klar müsste er finanziell kleinere Brötchen backen und sich seinen Weg nach oben erst ebnen. Aber Schmid zeigt auch die bei Co-Trainern so oft vermisste Solidarität, gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Die Basis, dass der gemeinsame Weg weiter erfolgreich sein wird.

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