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Am Ende jubelten die Salzburger und mittendrin mit Raphael Herburger auch ein gebürtiger Dornbirner. GEPA (3)

Am Ende jubelten die Salzburger und mittendrin mit Raphael Herburger auch ein gebürtiger Dornbirner. GEPA (3)

Die Bulldogs verlieren das erste Spiel in der Viertelfinal-Serie in Salzburg unglücklich 2:3 in der Overtime. Zuvor lieferten sie dem Favoriten einen leidenschaftlichen Kampf.

Von Hannes Mayer

Wie ist das bitter. Die Bulldogs haben es ges­tern geschafft, Zweifel und Angst bei den Salzburgern zu säen. Denn als Chris D’Alvise 84 Sekunden vor der Schluss­sirene einen Abpraller zum verdienten 2:2 abstaubte, machte sich ungläubige Schockstarre im Volksgarten breit. Doch die Bulldogs haben es nicht geschafft, den angeschlagenen Gegner ein erstes Mal in der Serie auf die Bretter zu schicken. Sondern verloren die Partie nur 23 Sekunden nach Beginn der Overtime nach einer unglücklichen Aktion. Nach einem Schuss ans Außennetz wusste DEC-Goalie Ramus Rinne einen Augenblick lang nicht, wo die Scheibe war, und hatte das Pech, dass sie Raphael Herburger vor die Kelle sprang. Herburger stocherte die Scheibe von der Rückseite des Tors an Rinnes Schoner, von wo sie über die Linie kullerte. Damit sind die Salzburger mit einem blauen Auge davongekommen, wissen aber spätestens jetzt, auf was sie sich da mit Dornbirn als Pick für das Viertelfinale eingelassen haben.

Starke Dornbirner. Die Bulldogs begannen forsch, störten früh und erinnerten die Gastgeber schon in den ersten Sekunden daran, dass sie als Außenseiter nichts zu verlieren hatten. In der dritten Minute streiften die Salzburger ihre spürbare Nervosität ein erstes Mal ab, als Michael Schiechl den Außenpfosten traf. Und doch: Die Bullen waren noch nicht im Spiel, fingen sich nur wenige Augenblicke später eine erste Strafe ein.

Wieder komplett, rissen die Hausherren nun aber das Spiel an sich. In der sechsten Minute fasste sich Herburger ein Herz, ließ mit einem prächtigen Haken nach innen die DEC-Defensive ins Leere fahren und schloss die Aktion mit einem ebenso prächtigen Schuss ab. 1:0 für Salzburg. Das Tor beflügelte die Bullen, die nun ihrerseits die Dornbirner daran erinnerten, wer der Favorit in diesem Duell war und ist. Die Mozartstädter setzten sich nun minutenlang im Verteidigungsdrittel der Dornbirner fest. Rinne verhinderte wiederholt den zweiten Einschlag. Die Dornbirner kamen aber sehr wohl zu Konterchancen. Sekunden vor Ende des Startdrittels legte Fraser quer zu Jamie Arniel, doch der DEC-Kapitän verpasste die Scheibe.

Leidenschaft. Das zweite Drittel begann mit einer Schrecksekunde für die Dornbirner. Zwei Minuten nach Wiederbeginn konnte Thomas Raffl alleine auf Rinne ziehen, doch mit seinem Backhander kam Salzburgs Nummer fünf nicht an Rinne vorbei ins Glück. Im Gegenzug kam Pance zur bis dahin größten Chance für Dornbirn – seinem Abschluss fehlte aber die Präzision. Die Bulldogs erzwangen in der Folge zwei Überzahlspiele, belohnten sich dabei aber für ihr starkes Überzahlspiel nicht. In der 25. Minute fehlten nur Zentimeter zum Ausgleich. Arniel traf die Stange. Später scheiterten Scott Timmins (29.) und Fraser (30.) an Tormann Starkbaum.

Der Ausgleich wäre längst verdient gewesen, doch das Tor fiel auf der anderen Seite. Die Bullen brauchten nämlich nur 21 Sekunden, um durch Raffl (31.) eine Überzahl fürs 2:0 zu nutzen. Der DEC behielt aber den Zugriff auf die Partie, er ließ sich auch nicht davon entmutigen, als ihm im Schlussabschnitt langsam die Zeit davonzulaufen begann. Die Bulldogs überstanden eine Unterzahl und belohnten sich für ihre ebenso leidenschaftliche wie inspirierte Leistung – als Martin Grabher Meier in der 49. Minute die Scheibe artistisch über die Linie drückte. Das Spiel wurde jetzt vollends zum Abnützungskampf, bei dem die Dornbirner den Ausgleich erzwangen. Zwei Minuten vor Ende der Partie steckte D’Alvise im Verteidigungsdrittel einen Monstercheck von Matthias Trattnig ein, richtete sich auf, stürmte ins Angriffsdrittel und versenkte einen Abpraller, nachdem zuvor Reid an Starkbaum gescheitert war. Der Ausgleich schockte die Bullen, doch am Ende war das Glück aufseiten der Salzburger, das sie aber auch brauchten, um diese erste Play-off-Schlacht zu gewinnen.

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