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Altach remisiert gegen Rapid

Spiel­bericht. Stark ersatzgeschwächte Altacher und Rapid trennen sich in der Cashpoint Arena 0:0. Martin Kobras vereitelt in Hälfte eins mehrfach einen Rückstand. Für Jan Zwischenbrugger ist die Saison aufgrund eines Schlüsselbeinbruchs vorzeitig beendet.

Von Sebastian Rauch

Mit dem letzten Aufgebot versuchten die Altacher dem Rekordmeister Paroli zu bieten. Auf der Bank saßen mit Lars Nussbaumer, Johannes Tartarotti und Volkan Akyildiz gleich drei Spieler, die bis zum Aufeinandertreffen mit Rapid noch keine Minute in der Bundesliga auf dem Platz standen. Dazu gesellten sich der an der Achillessehne angeschlagene Mathias Honsak und Adrian Grbic, der sich gegen St. Pölten die Nase gebrochen hatte. Spieler mit Bundesligaerfahrung und im Vollbesitz ihrer Kräfte waren nur Andreas Lukse und Stefan Nutz.

Im Grunde stellte sich die Mannschaft der Altacher von selbst auf. Jeder, der uneingeschränkt fit war, stand auf dem Feld. Dementsprechend war wenig Fluss im Altacher Aufbauspiel, kreative Szenen sahen die Zuschauer über 90 Minuten keine. Die Hausherren waren vor allem darauf bedacht, die Räume vor dem eigenen Tor eng zu halten. Was aber auch nur bedingt funktionierte. Denn schlussendlich konnten sich die zehn Vorderleute bei den Rapidlern und dem eigenen Schlussmann Martin Kobras bedanken, dass es ohne Gegentreffer in die Pause ging.

Gute Rapid-Chancen. Nach sieben Minuten musste der Bregenzerwälder erstmals eingreifen, als sich Ex-Kollege Lucas Galvao aus gut 30 Metern ein Herz nahm. Ein wuchtig und gut angetragener Schuss, doch der Altacher Keeper wusste sich auszuzeichnen. Nach 20 Minuten war es dann die Querlatte und das Unvermögen der Gäste, das die Rheindörfler vor einem Rückstand bewahrte. Zunächst zimmerte Thomas Murg einen Freistoß aus gut 20 Metern an die Torumrandung, den Abpraller brachte Giorgi Kvilitaia völlig freistehend aus fünf Metern per Kopf nicht aufs leere Tor. Der Ball spickte dann zu Kapitän Maximilian Hofmann, der den Ball zwar im Gehäuse unterbrachte, dabei aber im Abseits stand. Zeit durchzuschnaufen hatte die Hintermannschaft der Vorarlberger aber keine. Nur 60 Sekunden später stand der in der ersten Hälfte stark spielende Joelinton alleine vor Kobras, verfehlte mit seinem Abschluss im Rutschen aber das Tor.

Den Altachern fiel offensiv nicht viel ein. Yusuf Otubanjo versuchte sich hin und wieder mal mit einem Eins-gegen-eins, stand sich dabei aber meist selbst im Weg. Die beste und eigentlich einzige Möglichkeit resultierte aus einem Freistoß. Andreas Lienhart brachte den Ball aus dem Halbfeld gefährlich aufs Tor und Richard Strebinger konnte sich auszeichnen, indem er das Spielgerät über die Querlatte lenkte. Die anschließende Ecke fand Jan Zwischenbrugger am langen Eck, der aber zu überhastet neben das Tor schoss. Das sollte es aus Sicht der Altacher gewesen sein. Die Rapidler hingegen wurden vor der Pause nochmals richtig gefährlich. Ein langer Ball auf Philipp Schobesberger hebelte die Abwehr aus und der Flügelspieler lenkte den Ball mit der Brust zur Mitte, wo Kvilitaia abschloss. Kobras stellte sich dem Schuss aber in den Weg und parierte die letzte Chance vor der Pause.

Zwischenbrugger fällt aus. Nach dem Seitenwechsel kamen die Altacher mutiger aus der Kabine. Die Angriffsbemühungen vor allem über die Seiten wurden konkreter, wirklich gefährlich wurden die offensiven Bemühungen für das Rapid-Tor aber dennoch nicht. Nach 60 Minuten sah sich Trainer Klaus Schmidt gezwungen, erstmals zu wechseln. Jan Zwischenbrugger fiel nach einem Zweikampf mit Joelinton unglücklich auf den Boden und brach sich das Schlüsselbein. Mit der Auswechslung des Bregenzerwälders war auch ein Bruch im Spiel der Altacher zu erkennen, die waren nun nur noch darauf bedacht, zu verteidigen. Da den Gästen aber auch nicht viel einfiel, plätscherte die Partie relativ emotionslos dahin. Bis der schwache Schiedsrichter Andreas Heiß für Emotionen sorgte. Zunächst gab er ein klares Foul von Philipp Netzer an Joelinton an der Strafraumgrenze nicht. Das ließ die Bank der Rapidler aufspringen und so heftig reklamieren, dass Co-Trainer Martin Bernhard auf die Tribüne musste. Kurz darauf pfiff er Christian Gebauer in einem Konter zurück, weil bei der Ausführung des vorangegangen Freistoßes angeblich der Ball nicht ruhte. Das brachte wiederum die Altacher auf die Palme. Es folgten zehn überaus emotionale Minuten, in welchen Veton Berisha unmittelbar vor dem Schlusspfiff noch die Chance auf den Siegtreffer für die Gäste hatte. Doch Kobras hielt den glücklichen Punkt fest.

„Das war ein gewonnener, aber auch ein verdienter Punkt. Rapid hatte die ein oder andere Möglichkeit, aber gegen eine Mannschaft mit dieser Offensivqualität ist es kaum möglich gar nichts zuzulassen. Die Jungs haben das gut gemacht, auch wenn wir nach vorne nicht viele Aktionen hatten. Aber in unserer momentanen Situation ist es nicht wirklich einfach.“ „Wir hätten das Match in der ersten Hälfte klar entscheiden müssen. Das haben wir nicht geschafft. Wieder ein Lattenschuss. Das war der 18. in dieser Saison und das nervt schon langsam. In der ersten Hälfte hatte Altach gar keine Möglichkeit und hat nicht ins Spiel gefunden. Bei uns hat mir der letzte Punch gefehlt. Wir müssen hier gewinnen, da gibt es keine Ausreden. So schwach werden wir Altach zu Hause wohl nie mehr erwischen.“ „Den Punkt nehmen wir mit. Jeder hat gesehen, dass Rapid stärker war. Am Ende ist es ein glückliches Unentschieden.“

Benedikt Zech, Spieler Altach

ALTACHER DES TAGES

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