Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Eishockey

Dornbirn will heute die Wende

Die Bulldogs hatten viele gute Chancen, kamen aber am starken Starkbaum am Sonntag nicht vorbei.  Dietmar Stiplvosek

Die Bulldogs hatten viele gute Chancen, kamen aber am starken Starkbaum am Sonntag nicht vorbei.  Dietmar Stiplvosek

Nach der 0:2-Heimniederlage vom Sonntag, die das 0:2 in der Serie bedeutete, wollen sich die Dornbirner heute in Salzburg endlich für ihre starken Play-off-Leistungen belohnen. Dazu müssen sie nur eins ändern: ihre Chancen nützen.

Von Hannes Mayer

Die Bulldogs lieferten den Salzburgern am Sonntag eine temporeiche, leidenschaftliche Play-off-Schlacht. Vor knapp 4000 Zuschauern kämpften sie, angetrieben von einer elektrisierenden Stimmung, um jede Scheibe, fuhren jeden Check zu Ende – und spielten die Bullen phasenweise regelrecht an die Wand. Den Mannen von Dave MacQueen gelangen Spielzüge zum mit der Zunge schnalzen.

Wie zum Beispiel in der siebten Minute, als sich der überragende Brodie Reid auf der linken Seite gegen Alexander Pallestrang durchsetzte und einen Sensationspass in den Rückraum zu Dustin Sylvester spielte, dessen Abschluss vom Innenpfosten zurück ins Spielfeld sprang. Oder in der 24. Minute, als Scott Timmins von der Bande mit dem Rücken zum Tor einen prächtigen No-look-Backhand-Pass zu Chris D’Alvise spielte und die Nummer 15 nach seinem Schuss schon die Arme zum Jubeln in die Höhe riss. Doch der überragende Gäste-Goalie Bernhard Starkbaum kratzte die Scheibe irgendwie noch von der Linie.

Oder in der 50. Minute, als Sylvester nach innen zog und im Slot krachend abzog – und Starkbaum, dem die Sicht verstellt war, mit einem intuitiven Reflex den Einschlag verhinderte.

Leduc geblockt. Dass den Bulldogs der Heimsieg und damit der eigentlich hoch verdiente Ausgleich in der Viertelfinal-Serie nicht gelang, lag an der individuellen Klasse der Salzburger, bei denen wie schon beim Spiel in der Mozartstadt Thomas Raffl herausragte.

Dornbirn geriet in einer Vier-gegen-vier-Phase in der 29. Minute in Rückstand. Weil keiner den Torschützen John Hughes attackierte. Was aber auch daran lag, dass RBS-Kapitän Matthias Trattnig Dornbirns Nummer fünf Jerome Leduc blockierte. „Das war nahe an einer Zwei-Minuten-Strafe wegen Behinderung“, analysierte DEC-Coach MacQueen nach der Partie die Situation. „Leduc wollte die Schussbahn zustellen, wurde aber von Trattnig daran gehindert.“ Das schwache Schiedsrichtergespann, das keine klare Linie hatte und mit einigen Pfiffen, auch Konzessionsentscheidungen, für Verwunderung sorgte, bewertete die Situation anders. Was gerade so noch vertretbar war. Auch wenn wohl viele Schiedsrichter in der Situation gepfiffen hätten.

Auf Augenhöhe. Ebenso klare Worte fand MacQueen zum zweiten Gegentreffer, der 245 Sekunden vor Spielende die Partie entschied. Und sprach dabei noch nicht mal so sehr an, dass Rinne der Schuss von Matt Generous unter seinen Schonern durchrutschte. Sondern, dass Leduc nach einem Bully im Angriffsdrittel der Hausherren den Weg zu einer freien Scheibe scheute und diese dem späteren Torschützen überließ, der mit viel Tempo an allen vorbei preschte. „Ich habe Leduc danach gesagt, dass er zu der Scheibe hinfahren hätte müssen. Da muss er mutig sein. Wir lagen in Rückstand, da muss er dieses Risiko nehmen, auch wenn die Chance nur 50:50 stand. Selbst wenn er die Scheibe nicht bekommen hätte. Er hätte Generous zumindest unter Druck gesetzt.“

So blieb sie also unbelohnt, die zweifellos beste Saisonleistung der Dornbirner. Kevin Macierzynski hatte auch einen Erklärungsansatz dafür: „Weil uns manchmal der allerletzte Zug zum Tor gefehlt hat, wir nicht alles dafür getan haben, das Glück zu zwingen. Und wenn du das Glück im Eishockey nicht mit allen Mitteln zwingst, dann hast du es meistens auch nicht.“

Noch besser machen. Damit tritt Dornbirn heute mit einem 0:2-Rückstand in Salzburg zum dritten Duell mit den Bullen an. Im Wissen, dass sie auf Augenhöhe mit den Mozartstädtern sind. Aber auch im Wissen, dass sie sich heute zwingend ein erstes Mal für ihre bislang so starke Serie belohnen müssen, um dem Viertelfinale eine neue Dynamik zu geben. MacQueen betont: „Unser Blick ist nach vorne gerichtet. Wir hätten uns weit mehr verdient bislang in dieser Serie, aber dann müssen wir es eben heute im dritten Spiel noch besser machen. Die Serie ist noch lange nicht vorbei.“ Es bleibt spannend bei den Bulldogs.

EBEl-Play-off, Best of seven

Viertelfinale, Spiel 2

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.