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Handball

Die Rollen im Derby sind klar verteilt

Boris Zivkovic ist in guter Form und soll die Bregenzer Defensive vor Probleme stellen. GEPA/Lerch

Boris Zivkovic ist in guter Form und soll die Bregenzer Defensive vor Probleme stellen. GEPA/Lerch

Im 88. Aufeinandertreffen zwischen Hard und Bregenz gehen die „Roten Teufel“ vor heimischer Kulisse (19.30 Uhr) als Favoriten ins Spiel.

Von Sebastian Rauch

Die Vorzeichen könnten unterschiedlicher nicht sein. Vor dem 88. Ländle-Derby stehen die gastgebenden Harder an der Spitze der Tabelle der Bonusrunde. Die „Roten Teufel“ haben alle vier bisherigen Spiele gewonnen, inklusive der Auftaktpartie in Bregenz, welche der amtierende Meister mit 23:21 für sich entscheiden konnte. Zusätzlich treten die Mannen von Trainer Petr Hrachovec zu Hause an und die Sporthalle am See gleicht in der HLA einer Festung. Mit dem heutigen Tag sind die Harder seit 668 Tagen vor heimischer Kulisse ungeschlagen. Die letzte Niederlage datiert vom 16. Mai 2016. Der Gegner damals: Bregenz Handball im Halbfinale der HLA-Serie. Das Spiel endete 25:23 für die Festspielstädter.

Doch der Rekordmeister hängt derzeit etwas in den Seilen. Die Mannschaft um Kapitän Lukas Frühstück hat in der Bonusrunde alle vier Spiele verloren und ziert das Tabellenende. Zusätzlich dürften gegen den amtierenden Champion Nico Schnabl und Roman Chychykalo ausfallen. Ante Esegovic lag am Wochenende noch mit Angina im Bett und hat nach langer Verletzungspause noch nicht die Kraft, über die volle Distanz zu gehen. Die Krankheit dürfte ihm zusätzliche Kraft geraubt haben.

Die Rollen im prestigeträchtigen Duell sind also klar verteilt, auch wenn Hard-Trainer Hrachovec die des Favoriten nicht für sich beanspruchen möchte. „Wie immer gibt es im Ländle-Derby keinen Favoriten. Da ist alles möglich. Wir wollen auf der Siegerstraße bleiben und werden Bregenz keinesfalls unterschätzen“, stapelt der Tscheche im Vorfeld noch tief. Die Bregenzer hingegen haben laut Kapitän Frühstück „nichts zu verlieren“.

Willkommene Pause. Am vergangenen Spieltag waren die heutigen Gäste spielfrei, was nach der schlechten Serie von vier Niederlagen en suite eine willkommene Abwechslung war.

„Natürlich wurde durch die Pause der Spielrhythmus unterbrochen, aber es war ja nicht so, dass wir einen positiven Lauf hatten. Wir konnten ein wenig Abstand gewinnen und unsere angeschlagenen Spieler konnten sich etwas erholen“, sagt Frühstück. Aber schlussendlich werde das Spiel zeigen, ob die Unterbrechung für die Bregenzer „positive oder negative Auswirkungen“ gehabt habe. Laut Hrachovec gehe im Bregenzer Spiel die meiste Gefahr von den Halbpositionen mit Lukas Kikanovic und Ante Esegovic aus. Ähnliches gilt auch für die Harder, bei denen sich der Neuzugang Ivan Horvat gut eingefügt hat und eine Alternative zu Dominik Schmid, aber auch zu Gerald Zeiner auf der Mitte darstellt. Zusätzlich ist Boris Zivkovic in guter Form und zeigte zuletzt ansprechende Leistungen. Einen klaren Vorteil haben die Harder aber auf der Kreisposition. Mit Lukas Herburger und Domagoj Surac verfügen die „Roten Teufel“ über das beste Duo der heimischen Liga. Bei den Bregenzern hingegen klafft seit dem Abgang von Bojan Beljanski eine Lücke, die sowohl Clemens Gangl als auch Florian Mohr nicht schließen konnte. Die Harder gehen daher als klarer Favorit in dieses Derby, auch wenn Trainer Hrachovec dies nicht gerne hört und auch der Bregenzer Esegovic andeutet, dass ein Duell Hard gegen Bregenz seine eigenen Gesetze hat.

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