Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

stimme zum spiel

Vier Tore reichten Dornbirn gestern nicht zum Sieg in Salzburg. Die Bulldogs lieferten den Bullen erneut einen offenen Schlagabtausch, verloren das verrückte Spiel aber.

Von Hannes Mayer

Zum dritten Mal in dieser Serie verlieren die Dornbirner ein Spiel, das sie gewinnen hätten können. Zwei Mal war gestern das Momentum nach einem Doppelschlag auf ihrer Seite. Zwei Mal entglitt es ihnen. Weil sie sich zu viele Strafen nahmen, aber auch, weil der Schiedsrichter kuriose Entscheidungen gegen die Bulldogs traf. Und, weil die Bullen zu clever waren.

Anfangsoffensive. Die Salzburger starteten mit viel Tempo, viel Wucht in die Partie und waren sichtlich auf eine frühe Führung aus. Schon nach 65 Sekunden kassierte der DEC eine Strafe. Salzburg erzeugte mit ihrer Vier-Stürmer-Formation viel Druck, Peter Mueller nagelte die Scheibe nach 105 Sekunden an die Latte. Die Bulldogs überstanden die Unterzahl, sahen sich aber auch bei Gleichzahl rollenden Angriffen der Hausherren ausgesetzt. Die Bullen spielten ein äußerst aggressives Forechecking.

Und doch hätten es die Bulldogs sein müssen, die in der 5. Minute das erste Tor der Partie erzielen. Dustin Sylvester kam im Slot frei zum Schuss – sein Abschluss fiel jedoch viel zu schwach aus. Eine Minute und eine Großchance der Gastgeber später ließ Ziga Pance eine Großchance ungenützt.

In der Defensive leisteten sich die Dornbirner zu viele Scheibenverluste, wodurch gegen Mitte des Startdrittels ihre Entlastungsangriffe immer seltener wurden. In der 13. Minute ließ sich Scott Timmins zu einem Stockschlag hinreißen. 84 Sekunden später kassierten die Bulldogs das 0:1. Brant Harris stach mit der Kelle in einen Schuss von Dominique Heinrich und brachte so die Scheibe an Rasmus Rinne vorbei, dem von Thomas Raffl die Sicht verdeckt war.

Doppelter Doppelschlag. Jetzt wurde es verrückt. Denn nur 36 Sekunden später lag Dornbirn in Front. Nach 14.05 Minuten glich Pance mit einem prächtigen Backhander unter die Latte aus, zwölf Sekunden später setzte sich Stefan Häußle an der Bande durch und verwertete ein Zuspiel von Henrik Neubauer eiskalt. Die Salzburger antworteten mit wütenden Angriffen, die Dornbirner bekamen nur aber mehr Zugriff auf die Partie und hätten im zweiten Abschnitt mehrfach mit zwei Toren davon ziehen können. Timmins (25.), Connelly (31.) und Caruso (33.) vergaben jeweils. Die Salzburger wirkten nun ideenlos, just in dieser Phase hätten sie nach einem Bandencheck gegen Daniel Ban samt Hohem Stock eine Strafe kassieren müssen. Der Übeltäter saß auch bereits auf der Bank, als die Referees die Entscheidung zurücknahmen. Kurz darauf übersah der Schiedsrichter einen Stockschlag gegen Reid.

In der 37. Minute glichen die Salzburger in Überzahl aus. Heinrich zog von der blauen Linie ab und Raphael Herburger verstellte die Sicht vor Rinne. Jetzt wurde es bitter für Messestädter. Sie kassierten innerhalb von zwei Minuten zwei weitere Treffer. Erst traf Raffl (38.) zum 3:2, dann Ryan Duncan mit einem Blueliner zum 4:2 – wieder arbeitete Herburger dabei exzellent vor dem Tor und nahm Rinne neuerlich die Sicht.

Dornbirn kam entschlossen aus der Kabine, glich nach einem Doppelpack in der 42. Minute aus. Dieses Mal lagen 15 Sekunden zwischen den beiden DEC-Toren. Arniel verkürzte auf 3:4, Thomas Vallant traf nach Vorlage von Pance zum 4:4 ins leere Tor.

Fraser vergibt. Drei Minuten später hätte Matt Fraser Dornbirn in Führung bringen müssen, sein Schuss landete an der Stange. Und so waren es die Salzburger, die in Führung gingen. Nach dem altbewährten Strickmuster. Duncan zog von der blauen Linie ab, Herburger verstellte die Sicht. Dornbirn blieb bissig und hätte in der 54. Minute einen Penalty zugesprochen kommen müssen. Stattdessen gabs zwei Minuten gegen die Salzburger, in denen Dornbirn wenig einfiel.

Die Bulldogs fanden keinen Weg mehr zurück ins Spiel und liegen damit in der Serie 0:3 in Rückstand – wie bitter.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.