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Hard wird der Favoritenrolle gerecht

Dominik Schmid traf vier Mal für die Hausherren. In der intensiven Partie hatten die Harder Vorteile in der Defensive. Klaus Hartinger

Dominik Schmid traf vier Mal für die Hausherren. In der intensiven Partie hatten die Harder Vorteile in der Defensive. Klaus Hartinger

Der Titelverteidiger entscheidet ein rassiges Lokalduell gegen Bregenz nach der Pause mit 24:19 (12:11). Die Gäste scheitern am Ende an der schwachen Chancenverwertung und bleiben in der Bonusrunde ohne Sieg.

Von David Niederer

Auch wenn Hard-Trainer Petr Hrachovec die Favoritenrolle vor dem ges­trigen Ländle-Derby nicht annehmen wollte, so sprach der nüchterne Blick auf die Statis­tiken doch eine gänzlich andere Sprache. Während die „Roten Teufel“ die Tabelle der Bonusrunde souverän mit dem Punktemaximum anführen, wollte der Rekordmeis­ter nach dem überraschenden Aus im ÖHB-Cup und den vier Niederlagen in der Liga ausgerechnet gegen den Meister die ersten Zähler in der Bonusrunde einfahren.

Personell hatten besonders die Gäste aus der Landeshauptstadt verletzungsbedingt herbe Ausfälle zu verzeichnen. Neben Nico Schnabl durfte auch der Ukrainer Roman Chychykalo aufgrund einer Fußverletzung das Spielgeschehen nur von der Bank aus betrachten. Auf Seiten der Harder fehlten weiterhin die langzeitverletzten Risto Arnaudovski und Konrad Wurst.

Träger Beginn. Es sollte etwas dauern, bis das 88. Aufeinandertreffen der beiden Rivalen so richtig Schwung aufnahm und die knapp 2000 Zuschauer in Stimmung kamen. Beide Mannschaften wirkten zu Beginn nervös und leisteten sich viele Ungenauigkeiten. So dauerte es über zwei Minuten, bis Luca Raschle das erste Tor der Partie erzielte. Der Knoten sollte dadurch aber auch nicht geplatzt sein. Während die Hausherren mehrmals an Bregenz Goalie Goran Aleksic scheiterten, fehlte es Lukas Frühstück und Co. nach zehn Minuten (4:3) noch an der Feinabstimmung in der Offensive.

Mit Fortdauer der Begegnung funktionierten die Abläufe im Angriff der Festspielstädter immer besser, sodass auch ein schneller 3:0-Lauf des Tabellenführers nach 20 Minuten prompt beantwortet werden konnte (8:7). Bis zur Halbzeit entwickelte sich nun ein rassiges aber niemals überhartes Derby, das an Spannung kaum zu überbieten war. Die ausgeglichene Schlussphase mit Toren auf beiden Seiten und dem Pausenstand von 12:11 aus Sicht der Harder, ließ einen spannenden zweiten Durchgang erhoffen.

Doknic zieht den Zahn. Der zweite Abschnitt erinnerte in seinen Anfangsminuten stark an den Beginn der Begegnung. Wieder schlichen sich Ungenauigkeiten in das Spiel beider Teams und wieder dauerte es lange bis zum ersten Torerfolg einer Mannschaft. Erneut war es Raschle, der nach fünf gespielten Minuten den Ball zum ersten Mal in der zweiten Hälfte über die Linie warf. Die Hrachovec-Sieben agierte nun entschlossener im Angriff und steigerte sich vor allem in der Abwehr. Lohn der konsequenten Deckungsarbeit war ein schneller 3:0-Lauf zum 15:11 (38.), der eine erste kleine Vorentscheidung bedeutete.

Die Landeshauptstädter hatten nun besonders in der Offensive ihre Probleme, was zum Großteil an der überragenden Leistung von Hard Goalie Golub Doknic lag. Im Zusammenspiel mit seinen Vorderleuten entschärfte der „Hexer“ reihenweise aussichtsreiche Chancen der Gäste und zog diesen damit langsam den Zahn.

Weil die Bregenzer bis zum Ende der Partie keine Aufholjagd mehr starten konnten und nie mehr als auf drei Tore ­herankamen, stand spätestens mit dem 22:17 fünf Minuten vor Ertönen der Schlusssirene der ­verdiente Sieg der Harder fest. Damit bestätigten die „Teufel“ ihre Favoritenrolle vor diesem ­Derby, während der ­Rekordmeister weiter auf die ers­ten Punkte in der Bonusrunde warten muss.

Tabelle

 1. Hard 5 5 0 0 146:127 24 (14) 
 2. Fivers 4 3 0 1 117:109 21 (15) 
 3. Krems 5 3 0 2 148:149 17 (11) 
 4. West Wien 5 1 0 4 140:146 13 (11) 
 5. Bregenz 5 0 0 5 118:138 12 (12) 

<p class="caption">Dominik Schmid traf vier Mal für die Hausherren. In der intensiven Partie hatten die Harder Vorteile in der Defensive. Klaus Hartinger</p>

Dominik Schmid traf vier Mal für die Hausherren. In der intensiven Partie hatten die Harder Vorteile in der Defensive. Klaus Hartinger

„Vor der Pause haben wir ein durchschnittliches Spiel gemacht. Danach wurde unsere Deckung im Zusammenspiel mit Golub besser, sodass wir am Ende verdient gewonnen haben.“ „Das war heute unser bisher bestes Auswärtsspiel in dieser Bonusrunde. Ich kann meiner Mannschaft nur die schlechte Chancenauswertung vorwerfen. Ansonsten haben wir genau so gespielt, wie wir momentan dazu in der Lage sind.“

Jörg Lützelberger, Trainer Bregenz Handball

6. Runde, gestern:Alpla HC Hard – Bregenz Handball 24:19(12:11), Sporthalle am See, 1950 Zuschauer, SR Hofer/Schmidhuber. Tore: Zeiner 5/1, Schmid 4, Raschle, Surac, Horvat je 3, Zivkovic, Tanaskovic je 2, Knauth, Doknic je 1 bzw. Esegovic 6, Barbarskas, Bammer je 3, Frühstück 2, Jäger, Mohr, Gangl, Wassel, Kikanovic je 1UHK Krems – West Wien 33:32(16:17), Sporthalle Krems, SR Begovic/Bubalo. Beste Werfer: Schafler 8/1 bzw. Frimmel 7/1Spielfrei: Fivers

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