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Die Tops und Flops der Bulldogs 2017/18

Rasmus Rinne bei einer seiner vielen Paraden, rechts jubelt Brodie Reid über ein Tor.  GEPA/Lerch

Rasmus Rinne bei einer seiner vielen Paraden, rechts jubelt Brodie Reid über ein Tor.  GEPA/Lerch

Analyse. Die Saison der Bulldogs endete am Dienstag mit dem Play-off-Aus gegen Salzburg. NEUE-am-Sonntag-Redakteur Hannes Mayer mit einer subjektiven Bewertung und einem Ranking der Spieler.

22. Thomas Stroj: Der Ersatztorhüter war kein Herausforderer für Rasmus Rinne. Bekam zwei Spiele in voller Länge am Ende der Zwischenrunde. Eine Fortsetzung der Ausleihe macht eigentlich für beide Seiten keinen Sinn.

Spiele: 4. Fangquote: 88,0 Prozent.

21. Henrik Neubauer: Startete furios in die Saison, war im Frühherbst einer der Auffälligsten beim DEC. Danach brachen seine Leistungen ein, ihm gelang nur mehr ein Scorerpunkt. Zeigte sich im Play-off wieder verbessert. Technisch ein Juwel, körperlich aber noch mit Defiziten. Ein Wackelkandidat.

Spiele: 60. Tore: 4, Assists 5. Plus-Minus: -7. Strafminuten: 8

20.Daniel Ban: Der Ko­operationsspieler wurde von MacQueen ob der Verletzungssorgen der Bulldogs im Jänner in den EBEL-Kader befördert. Ban half sogar in der dritten Linie aus – und das mit viel Einsatz. Wird bleiben. Spiele: 17. Tore: 1. Assists: 1. Plus-Minus: -3. Strafminuten: 6.

19.Dominic Haberl: Hat sich weiter etabliert beim DEC, spielte aber eine unauffällige Saison. Die zweite Saison bei den Profis ist eben oft die schwierigste. Einer, dem die Zukunft gehört. Spiele: 60. Tore: 1 Tor, Assists: 2. Plus-Minus: -4. Strafminuten: 14.

18.Raphael Wolf: Musste sich in seiner ersten EBEL-Saison ans Tempo gewöhnen. Steigerte sich beträchtlich, beeindruckte mit kompromisslosen Checks. Spielte oft in der dritten Linie, half gar in der Top-Reihe aus, durfte auch bei Unterzahl ran. Soll bleiben.

Spiele: 56. Tore: 0. Assists: 2. Plus-Minus: -5. Strafminuten: 33.

17.Thomas Vallant: Der 21-jährige Offensivverteidiger startete gut in die Saison, erlitt Ende November einen Fingerbruch, benötigte danach einige Wochen, ehe er wieder in Form war. Hatte zum Saisonende seinen Fixplatz in der dritten Linie. Auch er soll im Sommer zurückkommen.

Spiele: 56. Tore: 2. Assists: 1. Plus-Minus: -6. Strafminuten: 12.

16.Sean McMonagle: Von ihm haben sich die Dornbirner viel mehr erwartet. Der erfahrene Verteidiger war als Leistungsträger und Führungsspieler eingeplant, blieb aber, abgesehen von einem Zwischenhoch gegen Saisonmitte, vieles schuldig. War bis zuletzt ein Streichkandidat, wird kaum ein Angebot bekommen.

Spiele: 60. Tore: 8. Assists: 17. Plus-Minus: -5. Strafminuten: 32.

15.Martin Grabher Meier: Der Haudegen hat wegen seiner feinen Technik nach wie vor seine Momente, aber sie werden merklich seltener. Hatte nach 48 Runden nur zwei Tore auf dem Konto, steigerte sich in der Zwischenrunde, traf auch im Play-off. Ob er bleibt, wird wohl davon abhängen, in welcher Rolle sich der bald 35-Jährige sieht.

Spiele: 49. Tore: 6. Vorlagen: 18. Plus-/Minus: -4. Strafminuten: 22.

14.Ziga Pance: Er konnte die Erwartungen nicht erfüllen, von ihm sind sie beim DEC enttäuscht. Seine Leistungen wurden erst im Jänner besser, als sie im Klub intensiv darüber nachdachten, sich von ihm zu trennen. Spielte ein gutes Play-off, aber über die Saison gesehen kam zu wenig von ihm. Dass er wiederkommt, ist praktisch ausgeschlossen.

56 Spiele. Tore: 13. Assists: 19. Plus-/Minus: -9. Strafminuten: 24.

13.Chris D’Alvise: So gut sein letztes Saisondrittel war, so zahnlos war er davor. Der Stürmer hatte lange kaum Impact aufs Spiel. Ist seit 2013 beim DEC und in Vorarlberg verwurzelt. Das spricht für seinen Verbleib. In der Saisonnachbesprechung wird der DEC aber wohl auch kritische Worte finden.

Spiele: 56. Tore: 13. Assists: 19. Plus-/Minus: -1. Strafminuten: 20.

12.Mike Caruso: Im Aufbau fehleranfällig wie eh und je, aber eben auch einer, der vorangeht. Rückte in die zweite Reihe und gab alles. Wollen sich die Bulldogs defensiv verbessern, müsen sie über Caruso nachdenken. Sein Verbleib wäre jedoch keine Überraschung.

Spiele: 60. Tore: 4. Assists: 13. Plus-/Minus: 10. Strafminuten: 58.

11.Jerome Leduc: Erst ein Unsicherheitsfaktor, dann lange verletzt, steigerte sich der 25-jährige Verteidiger und ergänzte sich perfekt mit Olivier Magnan in der ersten Linie. Setzte auch wie erhofft offensive Akzente. Die Bulldogs wollen mit ihm verlängern.

Spiele: 49. Tore: 7. Assists: 23. Plus-/Minus: -5. Strafminuten: 22.

10.Kevin Macierzynski: Im Play-off mit der Beste beim DEC. Die Fans lieben ihn für sein Kämpferherz. Hattte aber eine Phase, in der zu wenig kam. Muss also noch stabiler werden. Fraglos eine kommende Identifikationsfigur.

Spiele: 58. Tore: 6. Assists: 10. Plus-/Minus: -1. Strafminuten: 34.

9.Olivier Magnan: Spielte seine beste Saison im DEC-Dress, war, was die Defensivleistung angeht, Dornbirns bester Verteidiger. Gab Nebenmann Leduc Sicherheit. Magnan soll bleiben.

Spiele: 55. Tore: 3. Assists: 21. Plus-/Minus: 7. Strafminuten: 42.

8.Stefan Häußle: Ein unbesungener Held. Gab je nach Bedarf der dritten oder vierten Linie Struktur, machte als hart arbeitender Stürmer Niki Petrik vergessen. War oft in Unterzahl auf dem Eis, ganz stark im Play-off. Mit ihm haben sie beim DEC noch viel vor.

Spiele: 60. Tore: 6. Assists: 3. Plus-/Minus: -8. Strafminuten: 4.

7.Brian Connelly: Blühte auf, als Caruso zu ihm in die zweite Linie stieß und er so die harte Verteidigungsarbeit seinem Nebenmann überlassen konnte. Bereitete mit öffnenden Pässen 38 Tore vor, leitete noch mehr ein, wichtig im Powerplay. Stellte ab Play-off-Spiel drei Salzburgs Thomas Raffl kalt. Dornbirn hofft auf eine Verlängerung.

Spiele: 60. Tore: 4. Assists: 38. Plus-/Minus: -5. Strafminuten: 32.

6.Dustin Sylvester: Kam wie so viele nur schleppend in die Gänge, avancierte dann aber mit seiner Dynamik zum kongenialen Partner von Matt Fraser in der zweiten Reihe. Spielte seine beste Saison, seit er in Österreich ist. Einer, den sie beim DEC unbedingt halten wollen – und dafür auch gute Chancen haben.

Spiele: 60. Tore: 19. Assists: 26. Plus-Minus: 14. Strafminuten: 20.

5.Jamie Arniel: Ließ einer schwachen ersten Saisonhälfte eine furiose zweite folgen, in der er vielleicht gar Dornbirns bester Stürmer war. Obwohl er Anfang Dezember nur 16 Scorerpunkte hatte, ist er in der Endabrechnung mit 50 Punkten der erfolgreichste DEC-Scorer. Mit sechs Punkten (3 Tore, 3 Assists) auch Dornbirns Bester im Play-off. Arniel fühlt sich wohl beim DEC, würde den Klub nur für ein Top-Angebot verlassen.

Spiele: 60. Tore: 20. Assists: 30. Plus-Minus: 7. Strafminuten: 38.

4.Brodie Reid: Entwickelte sich vom Abschlussspieler zum kompletten Spieler weiter, der mit seinen überragenden Zuspielen die gegnerischen Abwehrreihen ein ums andere Mal aushebelte. Erzielte seine 18 Treffer in ebenso vielen Spielen, kein anderer Dornbirner traf in so vielen Partien. Wenn Reid traf, punktete der DEC nur zwei Mal nicht. Im Play-off allerdings glücklos. Ihn zu halten, ist schwierig, aber möglich.

Spiele: 59. Tore: 18. Assists: 30. Plus-Minus: -6. Strafminuten: 18.

3.Matt Fraser: Dass sich der frühere NHL-Profi für die Bulldogs entschied, glich einer Sensation. Auch wenn er zuvor ein Jahr lang ausgefallen war. Fügte sich ohne Starallüren ein, lebte tagtäglich vor, was es heißt, ein Profi zu sein. Brillierte mit seinem Schuss, war mit 28 Treffern Dornbrins Top-Torschütze. Keiner traf beim DEC auch öfter mehrfach in einer Partie als Fraser: Er erzielte sechs Mal mehr als ein Tor. Ein absoluter Volltreffer. Die Chancen, dass er verlängert, sind aber gleich null.

Spiele: 57. Tore: 28. Assists: 19. Plus-/Minus: 11. Strafminuten: 32.

2.Scott Timmins: Beseelte Dornbirns erste Linie und das Powerplay. Der defensivstarke Stürmer lenkte das Spiel der Dornbirner aus der Tiefe heraus und schaffte es mit seinen Zuspielen, oft andere glänzen zu lassen, ohne dabei selbst im Rampenlicht zu stehen. Ein echter Anführer. Scorte zwischen Jänner und März in 17 von 19 Spielen, erzielte beim Overtime-Sieg in Salzburg in Play-off-Spiel fünf den so wichtigen 1:2-Anschlusstreffer. Für Dornbirn jedoch kaum zu halten.

Spiele: 58. Tore: 19. Assists: 27. Plus-/Minus: -2. Strafminuten: 22.

1.Rasmus Rinne: Kein anderer könnte DEC-Spieler der Saison sein als der finnische Goalie. Rinne kam, sah und hexte. Er gab der Mannschaft mit seinen Paraden, aber auch seiner Ruhe viel Sicherheit. Dank seines Spielverständnisses und seiner Stärke im eins gegen eins konnte Dornbirn offensiver agieren. Rinne regelte alles. Er kommunizierte viel mit seinen Vorderleuten, war als Spaßvogel sehr beliebt im Team. In großen Spielen zumeist in großer Form. Die Chancen, dass er bleibt, stehen gar nicht so schlecht.

Spiele: 39. Fangquote: 92,3 Prozent.

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