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Der letzte Kraftakt

Von Platz vier auf Rang zwei flog Stefan Kraft beim Weltcup-Finale in Planica. Damit blieb das ÖSV-Team erstmals seit der Saison 2000/01 ohne Sieg.

Von Joschi Kopp

Es bedurfte eines letzten Kraftakts, damit Stefan Kraft beim letzten Weltcup-Bewerb dieses Winters noch auf dem Podest landen konnte. Nach dem ersten Durchgang beim zweiten Einzelbewerb der Skiflieger in Planica lag der 24-Jährige noch auf dem vierten Rang: „Ich habe den Absprung nicht optimal erwischt, das kostete mich jene Meter, die für ganz vorne fehlten.“ Im Finale passte beim Salzburger alles. Mit einem 236-Meter-Flug katapultierte sich Kraft noch auf Rang zwei hinter dem überlegenen Sieger Kamil Stoch. Damit bleibt das ÖSV-Team erstmals seit der Saison 2000/01 sieglos.

„Ein genialer Abschluss eines coolen Wochenendes mit geilen Flügen. Wenn du nur vom Meister der Saison geschlagen wirst, musst du zufrieden sein“, kommentierte die Nummer eins im ÖSV-Team ihr Abschneiden. Gleiches gilt für Krafts gesamte Saison: „Zu Beginn dachte ich, es wird so weitergehen wie im vergangenen Winter mit den Siegen. Es begann auch sehr gut. Doch dann war bei der Vierschanzentournee plötzlich der Wurm drinnen. In den folgenden Wochen wollte ich dann alles aufholen. Da setzte ich aber die falschen Schritte.“

Es dauerte bis nach den Olympischen Spielen in Südkorea, bis Kraft seinen eigenen Ansprüchen wieder gerecht werden konnte: „Da begann ich, wieder mit mir selbst zufrieden zu sein und auf das Podest zu springen.“ Den Druck von außen, immer die gesamte Last der Mannschaft tragen zu müssen, sah er „nicht als Belastung an, weil ich es mir selbst zur Aufgabe gemacht hatte, stets um den Sieg mitreden zu können“. Für das Team hofft Stefan, „dass wir in der nächsten Saison zwei Leute haben, die ständig unter den besten zehn zu finden sind“.

Das war gestern nicht der Fall. Als Zweitbester der ÖSV-Truppe landete Michael Hayböck, nach überstandenem Magen-Darm-Infekt, auf Platz 23.

Der Skiflug-Weltcup ging an Andreas Stjernen. Dem Norweger reichte Rang fünf, um sieben Punkte vor Sieger Stoch zu bleiben. Kraft wurde Vierter – wie im Gesamt-Weltcup. Sofort nach dem Bewerb reiste der 24-Jährige nach Hause: „Jetzt freue ich mich auf ein gemütliches Essen mit der Familie und Freunden.“

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