Kontakt

Neue Zeitungs GmbH
Gutenbergstraße1
6858 Schwarzach

Phone: 0043 5572 501 500

Neuer warDeutschlands Lichtblick

Die erste Laufeinheit von Bayern-Torhüter Manuel Neuer lässt Deutschland hoffen. Enttäuschende Vorstellung beim 1:0 für Brasilien.

Jules Verne hatte in seinem Roman eine ungefähre Vorstellung, was in 80 Tagen alles möglich ist. Er ließ seinen Protagonisten Phileas Fogg einmal die Welt umkreisen. Das hielt man im 19. Jahrhundert für unmöglich. In der Gegenwart wurde zuletzt Manuel Neuer ein ähnliches Schicksal hinsichtlich seines WM-Einsatzes prophezeit. Nägelbeißend verfolgt Deutschland die Fortschritte seines Nationaltorhüters. Fast ein halbes Jahr musste der 32-Jährige aufgrund eines Haarrisses im Mittelfußknochen pausieren. Öffentlichkeitswirksam zog Neuer pünktlich 80 Tage vor der Eröffnungsfeier bei der Fußball-WM in Russland seine erste Laufrunde an der Säbener Straße, dem Trainingsgelände des FC Bayern. „Das war ein wichtiger Schritt für mich“, hielt Neuer fest. Ein Comeback sei absehbar und noch in dieser Saison realistisch. Der Torhüter betonte aber: „Es ist wichtig, dass dem Fuß nichts mehr passiert. Denn dann könnte es wirklich um die Karriere gehen.“

Die unverhoffte Rückkehr Neuers würde auch für Bundestrainer Joachim Löw neue Möglichkeiten eröffnen. Wenngleich Marc-Andre ter Stegen (FC Barcelona) eine überragende Saison spielt, dementsprechend unter Löw gesetzt ist und eine Rochade im Tor wohl nicht ohne großes mediales Aufsehen über die Bühne gehen würde.

Nicht nur aufgrund dieser Wendung war die hochstilisierte Neuauflage des WM-Halbfinales 2014 zwischen Deutschland und Brasilien (ohne den verletzten Neymar – ebenfalls Mittelfuß) in Berlin ein Nebenschauplatz. Während die Seleção bereits ihre WM-Aufstellung erahnen ließ, sind bei den Deutschen, die vor rund 72.000 Zuschauern im Berliner Olympia-Stadion glanzlos geblieben sind, noch größere Adaptionen nötig. Nur punktuell blitzte die vorherrschende Qualität auf. Beide Teams schenkten sich in Zweikämpfen nichts, von spielerischer Leichtigkeit oder gar kreativen Offensiv-Aktionen war nichts zu erkennen. Wenige Sekunden vor seinem 1:0 vergab Gabriel Jesus im Konter. In der 36. Minute drückte er per Kopf den Ball samt Keeper Kevin Trapp über die Linie.

An der eher matten Vorstellung änderte sich auch in der zweiten Hälfte nichts. Im Gegenteil: Der Spielfluss ging komplett verloren. Verkrampft zeigte sich vor allem die deutsche Mannschaft. Für Löw bleibt der Trost, dass in den verbleibenden 79 Tagen bis zur WM noch einiges möglich ist. Nicht nur um die Welt zu reisen.

Artikel 1 von 1
Bitte melden Sie sich an, um den Artikel in voller Länge zu drucken.

Bitte geben Sie Ihren
Gutscheincode ein.

Der eingegebene Gutscheincode
ist nicht gültig.
Bitte versuchen Sie es erneut.
Entdecken Sie die NEUE in Top Qualität und
testen Sie jetzt 30 Tage kostenlos.