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Bewerbungsfrist für 2026 läuft ab

Am Samstag steht fest, welche Städte sich für die Winterspiele im Zeichen der Ringe 2026 bewerben. GEPA

Am Samstag steht fest, welche Städte sich für die Winterspiele im Zeichen der Ringe 2026 bewerben.

 GEPA

Für die Interessenten der Winterspiele 2026 läuft am Samstag die Bewerbungsfrist ab. Schladming/Graz, Stockholm und Sion wollen ins Rennen und die Spiele nach Europa holen. Konkurrenten sind Calgary und Sapporo.

Europa kann auf die Rückkehr der Olympischen Winterspiele 2026 hoffen. Schladming/Graz, Stockholm und Sion müssen ebenso wie die beiden Konkurrenten Calgary und Sapporo bis Samstag offiziell ihr Interesse beim Internationalen Olympischen Komitee anmelden. Danach wird das IOC im Dialog mit den Städten ausloten, ob sie als Kandidaten ins Rennen gehen wollen.

Gewählt wird der Gastgeber der Winterspiele 2026 im September 2019 auf der IOC-Session.

Lob für Schweden. IOC-Präsident Thomas Bach hat die Zeit der Experimente und Wintersport-Entwicklungshilfe nach den Spiele-Vergaben an Sotschi 2014, Pyeongchang 2018 und Peking 2022 vorerst für beendet erklärt. „Es ist an der Zeit, wieder zurück in traditionelle Wintersportländer zu gehen“, betonte er bei seinem Besuch beim Ski-Weltcupfinale im schwedischen Are, um Stockholms Interesse zu unterstützen.

Schweden habe alles, um der ideale Olympia-Gastgeber sein zu können. „Es hat die Möglichkeiten, die Erfahrungen und den Enthusiasmus“, sagte Bach. 2019 werden gleich zwei Weltmeisterschaften in Schweden ausgetragen: die alpine WM in Are und die der Biathleten in Östersund. „Die Schweden müssen nichts mehr beweisen“, meinte Bach.

Nach den vielen Rückziehern von Olympia-Anwärtern für Sommer- und Winterspiele hat das IOC das Bewerbungsverfahren entschlackt. Die Spiele sollen günstiger und auf die Bedürfnisse der Städte zugeschnitten werden.

In Sion, der Stadt im Schweizer Kanton Wallis, blicken die Olympia-Initiatoren und -kritiker gespannt auf den 10. Juni. Bei einer Volksbefragung soll entschieden werden, ob die Walliser für oder gegen die Kandidatur sind. Rosig sind die Aussichten nicht: In der Schweiz sind nach einer repräsentativen Umfrage 59 Prozent gegen eine Bewerbung.

Überzeugen will Sion mit einem Nachhaltigkeitskonzept. Danach soll nichts neu gebaut werden. Die Kosten für die erste Schweizer Olympia-Ausrichtung seit den Winterspielen 1948 in St. Moritz schätzt das Sportministerium auf 2,4 Milliarden Franken (rund zwei Milliarden Euro).

Wenig Spielraum. Auch die Ankündigung von Graz und Schlad­ming, 50 Jahre nach Innsbruck die Winterspiele wieder ins Land zu holen, löste politische Debatten und Kritik von der Opposition an den Kosten aus. Rund 416 Millionen Euro werden, ohne Aufwendungen für Sicherheit, veranschlagt. Das Bundesland Steiermark und die Stadt Graz haben jedoch wegen großer Schulden kaum finanziellen Spielraum. In Erinnerung ist zudem, dass im Oktober 2017 die Bevölkerung in Tirol bei einer Volksbefragung eine Bewerbung von Innsbruck für 2026 abgelehnt hatte.

Calgary aussichtsreich. Unterschiedlich ist die Olympia-Begeisterung bei den nicht-europäischen Bewerbern. Die Chancen für das kanadische Calgary sind nach dem Ausscheiden der US-Städte Salt Lake City und Denver gestiegen, zum zweiten Mal nach 1988 den Zuschlag für Winterspiele zu erhalten. Umfragen haben zudem gezeigt, dass zwei Drittel der Bewohner Calgarys die Idee unterstützen. Die meis­ten Bauten von 1988 müssten nur modernisiert werden. Wenig Begeisterung gibt es dagegen in Japan für Sapporos Bewerbung, was deren Chancen arg schmälert.

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