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Das große Spiel um einen römischen Einser

Bei Lazio Rom will Salzburg die Basis für den Aufstieg ins Halbfinale der Europa League legen. Torhüter Walke bestreitet 200. Spiel.

Von Hubert Gigler

Salzburgs Fußballer haben in dieser Saison schon für sehr viele Superlative gesorgt, nicht nur aus heimischer Sicht. Mit 16 Spielen hat die Mannschaft von Erfolgstrainer Marco Rose auf europäischer Ebene mehr Partien in den Beinen als alle anderen Klubs. Sie waren in all diesen Matches von keinem Gegner zu biegen, weshalb der österreichische Meister geradewegs ins Viertelfinale der Europa League vorgestoßen ist. Dort wartet heute im Hinspiel die S.S. Lazio und die Salzburger sind nach Rom gekommen, um in der Ewigen Stadt einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen. Der in der Red-Bull-Ära ohnehin schon ausgereizte Erfolgshorizont soll zusätzlich erweitert, die Basis für den Aufstieg ins Halbfinale heute geschaffen werden. Die Mannschaft würde sich damit wahrhaftig einen römischen Einser verdienen.

Einer, der sich nicht nur in der laufenden Spielzeit, sondern über viele Jahre hinweg um das Team verdient gemacht hat, ist Alexander Walke. Der 1,89 Meter große Deutsche steht als unverrückbare Konstante im von starker Fluktuation geprägten Salzburger Personalregister und ist als Kapitän Hüter von Tor und Mannschaft. Die Führungsrolle würde er aber „auch ohne Schleife“ als Selbstverständlichkeit ansehen. „Das ist meine Aufgabe und ich habe ja schon ein bisschen was erlebt.“ Seit bald acht Jahren wird der Mann aus dem deutschen Osten als Klubmitglied geführt, Salzburg ist ihm zur zweiten Heimat geworden. Heute bestreitet Walke sein bereits 200. Pflichtspiel als „Bulle“, ein perfekter Anlass für ein rundes Jubiläum. „Ich bin froh und stolz, bei Salzburg zu spielen, und möchte noch viele Jahre hierbleiben“, sagt er, ungeachtet seines schon leicht fortgeschrittenen Fußballalters von 34 Jahren. Es gab in der bisherigen Ära „gute und weniger gute Jahre“, wobei sich Letztere in Grenzen hielten. Die Phase, als ihm der jetzige Leipzig-Torhüter Peter Gulacsi vorgezogen wurde (2013/14), wurde für den Schlussmann so etwas wie ein Neubeginn. „Das war keine schöne Erfahrung, aber ich wollte mich durchbeißen.“ Und auch der Zahn der Zeit konnte ihm nichts anhaben. „Ich fühle mich wohl und hoffe, dass es in den nächsten Jahren so bleibt.“

Die Zukunftsmusik gehört aber für Walke nicht zum guten Ton, wenn sich der Tophit in der Gegenwart abspielt. „Wir sind im Hier und Jetzt, und Fakt ist, dass auf uns eine extrem schwierige Aufgabe wartet.“ Möglich sei der Aufstieg ins Halbfinale aber „auf jeden Fall“, sagt der Teamworker. „Wir wissen alle, dass wir wieder diese mannschaftliche Geschlossenheit brauchen, die uns bisher so ausgezeichnet hat.“ Walke, der in der Gruppenphase der Europa League nur ein Gegentor erhielt und damit besser dasteht als alle anderen Branchenkollegen dieses Bewerbs, schätzt auch Erfolgscoach Marco Rose, vor allem wegen dessen „offenen und ehrlichen“ Umgangs mit den Spielern. Die parallele Herkunft spiele da keine Rolle. „Dass er wie ich ein Ossi ist, hat damit nichts zu tun. Ich hatte zu meinen Trainern immer ein gutes Verhältnis. Aber Marco macht einen super Job.“

Bleibt Salzburg heute ungeschlagen, wäre es für den 41-jährigen Trainer das 37. Match ohne Niederlage in Folge. Österreich ist durch Salzburgs Einzug das 14. im Viertelfinale der Europa League (seit 2008/09) vertretene UEFA-Mitgliedsland. Das Team bestreitet sein 57. Bewerbsmatch und liegt damit auf Rang drei. Nur die spanischen Klubs Villarreal (62 Partien) und Athletic Bilbao (61) haben hier noch knapp die Nase vorn. Was die Anzahl der Siege angeht, ist Salzburg mit 29 vollen Erfolgen sogar Zweiter hinter Villarreal (33).

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