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Hartberg deklassiert müde Lustenauer

Die Lustenauer kamen gestern fast immer einen Schritt zu spät. GEPA/Lerch

Die Lustenauer kamen gestern fast immer einen Schritt zu spät. GEPA/Lerch

Vor 2100 Zuschauern verlor Austria Lusten­au gegen den TSV Hartberg mit 0:4. Die erste Heimniederlage 2018 war auch in dieser Höhe verdient.

Von Johannes Emerich

Die Hoffnung war in Lusten­au groß, dass man inzwischen mit den Topteams der Erste Liga mithalten könne. Doch im gestrigen Heimspiel zeigte der TSV Hartberg den Grün-Weißen schonungslos ihre Grenzen auf.

Der 4:0-Sieg im Planet-Pure-Stadion ging völlig in Ordnung, das bestätigten auch beide Trainer nach der Partie. Vor allem in der ersten Hälfte ging der Matchplan der Gäste auf, während Lustenau kaum Bälle kontrolliert durch die eigenen Reihen kombinierte. Speziell im Mittelfeld waren die Steirer deutlich überlegen und konnten mehrmals mit Tempo auf die Lustenauer Viererkette zulaufen. Bei den anschließenden Pässen durch die Schnittstelle spielten die Gäste ihre Geschwindigkeitsvorteile aus.

So vergab der auffällige Zakaria Sanogo die erste Möglichkeit nach 13 Minuten, weil er sich alleine vor Nicolas Mohr den Ball zu weit vorgelegt hatte. Besser machte es kurz darauf Dario Tadic. Manfred Fischer luchste Christopher Drazan im Mittelfeld den Ball ab und steckte für den Ex-Austrianer durch. Tadic besorgte aus abseitsverdächtiger Position schließlich die verdiente Führung (24.). Eine ähnliche Szene hätte beinahe für das zweite Hartberger Tor gesorgt, doch William klärte gegen Tadic auf der Linie (38.). Von der Austria war in dieser Phase nicht viel zu sehen, der Auftritt erinnerte an die fürchterlichen Heimspiele des Herbstes. Bis zum ersten flüssig gespielten Angriff dauerte es 45 Minuten.

Ausgekontert. In der Halbzeit musste Trainer Gernot Plass­negger reagieren. Er brachte Kürsat Güclü für Bojan Avramovic und stellte auf eine Dreierkette um. Zehn Minuten lang sollte dies das Spiel der Hausherren beflügeln, zu mehr als einem Weitschuss von Lucas Barbosa reichte es aber nicht (52.).

Die besseren Chancen hatten weiterhin die Gäste, die sich wesentlich fitter und aggressiver präsentierten. Doch Tadic (55.) und Christopher Kröpfl (66.) vergaben zunächst. Als Stefan Meusburger nach einem Tadic-Freistoß per Kopf auf 2:0 erhöhte, war die Partie entschieden (70.). Hartberg blieb konsequent und fuhr zahlreiche Konter. Kröpfl besorgte mit einem sehenswerten Schuss ins Kreuzeck das 3:0 (74.), in der Nachspielzeit belohnte sich Tadic für einen starken Auftritt mit seinem zweiten Treffer (92.).

Die Austria wird nun eine Woche ihre Wunden lecken und empfängt am Freitag den FAC.

Trotz einer desaströsen Vorstellung der Austria gab es von den Rängen des Planet-Pure-Stadions keine Pfiffe zu hören, sondern stetige Anfeuerung. Nach dem Spiel wurden die Spieler von der Nordtribüne verabschiedet und wieder aufgebaut. Der Anhang der Austria hätte sich gestern Besseres verdient gehabt, als ihm auf dem Rasen präsentiert wurde.

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