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Eishockey

„Denn in Lustenau spieltdie Zukunft“

Grabher Meier mit EHC-Präsdient Oberscheider. Verein

Grabher Meier mit EHC-Präsdient Oberscheider. Verein

Interview. Martin Grabher Meier hat seine Profikarriere beendet und wechselt zum EHC Lustenau. Im Interview begründet er seine Entscheidung und blickt auf seine Karriere zurück.

Was waren Ihre Beweggründe, dass Sie in die Alps Hockey League zum EHC Lustenau gewechselt sind?

Martin Grabher Meier: Es war immer schon der Plan, meine aktive Eishockey-Karriere beim EHC Alge Elastic Lustenau ausklingen zu lassen. Der Kontakt zu meinem Stammverein – speziell zum Präsidenten Herbert Oberscheider – war immer vorhanden und ich freue mich, auf semi-professioneller Basis in der AHL auf einem sehr hohen Niveau weiterhin Eishockey spielen zu können.

Haben Sie die AHL in den zurückliegenden Jahren verfolgt? Und wie würden Sie das Niveau der Liga beschreiben?

Grabher Meier: Ja, ich habe die Liga verfolgt. Es spielen ja einige Alterskollegen und langjährige Mitspieler in der Liga. Durch den recht straffen Spielplan in der EBEL war es mir jedoch kaum möglich, Spiele live zu verfolgen. Mit den italienischen Teams ist das Niveau der Liga natürlich wesentlich gestiegen – ist es doch die höchste Spielklasse für den A-WM-Teilnehmer. In der EBEL ist wohl das Tempo im Allgemeinen ein wenig höher und du hast viel weniger Zeit, die Scheibe zu führen und weiterzuspielen. Trotzdem bin ich mir sicher, dass im technischen und spielerischen Bereich die AHL noch weiter zulegen kann.

Was möchten Sie mit Lustenau in der kommenden Saison erreichen?

Grabher Meier: Ich bin mit dem Ziel zu Lustenau gestoßen, um möglichst weit vorne mitzuspielen. Es sollte für jeden Verein im Rahmen seiner Möglichkeiten das Ziel sein, um den Meistertitel zu kämpfen. Es ist natürlich eine Frage der Kaderzusammensetzung, aber ich denke, dass der Trainer sowie die sportliche Leitung des Vereines eine Truppe zusammenstellen werden, die ganz oben mitspielen kann.

In welcher Rolle sehen Sie sich beim EHC?

Grabher Meier: Ich bin mir der Tatsache bewusst, dass mich der Verein als Führungsspieler geholt hat. Mit meiner Erfahrung und Routine stelle ich auch an mich persönlich die Anforderung, das Team in brenzligen Situationen zu unterstützen und meinen Teil zu einer erfolgreichen Saison beizutragen. Im Speziellen sehe ich es auch als meine Aufgabe, junge Spieler in ihrer Entwicklung zu unterstützen, ihnen beratend zur Seite zu stehen und als Vorbild sowohl auf als auch abseits vom Eis zu helfen.

Welche Tipps geben Sie den Nachwuchsspielern mit auf den Weg?

Grabher Meier: Ganz wichtig ist das Eislaufen. Immer wieder Eislauftraining – wenn du eisläuferisch top bist, erleichtert dies einiges. Es ist wichtig, immer hart an sich zu arbeiten, Schwächen auszumerzen und die eigenen Stärken zu forcieren. Wichtig ist, dass man auch außerhalb der Eishalle trainieren kann – auch der freiwillige Weg in die Kraftkammer ist nicht verboten. Jeder Spieler muss erkennen, dass er nicht für den Trainer, sondern für sich selbst trainiert. Selbstzufriedenheit ist ein großes Manko, an dem viele Nachwuchsspieler sehr oft scheitern. Arbeite hart an dir, sei selbstkritisch und geh’ deinen Weg.

Ihre schönsten Momente als Profispieler?

Grabher Meier: Da gab es doch einige tolle Momente in dieser Zeit. Natürlich war jeder der drei erreichten Meistertitel (zwei mit Salzburg, einer mit Linz, Anm.) etwas ganz Besonderes. Doch der Meistertitel mit den Black Wings Linz war wohl noch etwas über die beiden Titel mit Salzburg zu stellen. Es war völlig unerwartet, dass wir in dieser Saison um den Meis­tertitel mitspielen, mussten wir doch über 15 neue Spieler in den Kader einbauen. Ebenfalls ein wunderschöner Moment war mein Game-Winning-Goal für Linz gegen die Vienna Capitals im Halbfinal-Spiel vier 2009/10. Wir lagen in der Serie mit 0:3 in Rückstand. Dieser Overtime-Sieg war die Wende und wir gewannen die Serie noch mit 4:3.

Warum haben Sie sich für das Ende Ihrer Profikarriere entschieden?

Grabher Meier: Ich hatte eine wunderschöne Profikarriere, doch nun war für mich der richtige Zeitpunkt, um mich vom Profi-Eishockey zurückzuziehen und mich auf beruflicher Ebene weiterzuentwickeln. Leider ist mein Schwiegervater im vergangenen Herbst verstorben. Nun erhielt ich die Chance, bei der Firma Stanztech einzusteigen. Dies erfordert natürlich einen erheblichen Zeitaufwand und bringt auch sehr viel Verantwortung mit sich. Profi-Eishockey und berufliche Verantwortung auf diesem Niveau waren für mich nicht vereinbar. Ich habe mir diesen Schritt nicht einfach gemacht, doch ich bin mir sicher, dass dies für mich und meine Familie das Richtige war.

Können Sie sich vorstellen, in weiterer Folge als Chefcoach oder als Nachwuchstrainer zu arbeiten?

Grabher Meier: Ja, beide Varianten sind für mich in Zukunft möglich. Doch nun spiele ich auf semi-professioneller Basis mindestens noch drei Jahre in Lustenau. Auch beruflich ist es mein Ziel, im Betrieb meines Schwiegervaters Fuß zu fassen und mich weiterzuentwickeln, doch eine Trainerlaufbahn ist sicherlich nicht ausgeschlossen.

Vielleicht noch ein paar Worte an die Lustenauer Fans, die sich bestimmt auf Sie freuen?

Grabher Meier: Ich appelliere an das Lustenauer Publikum, sehr zahlreich in die Rheinhalle zu kommen und die Spiele des EHC Alge Elastic Lustenau zu verfolgen und den Verein in verschiedenster Weise zu unterstützen. Sei es als Zuschauer, aber auch als freiwilliger Helfer – wir brauchen euch alle. Ich bin nach Lustenau gekommen, um tolles und attraktives Eishockey zu zeigen, unterstützt unser Team in der kommenden Saison; seid mit dabei, denn in Lustenau spielt die Zukunft.

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