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„The Beard“ Harden mit den Houston Rockets auf Titeljagd

Harden will den ersten Titel.  APA

Harden will den ersten Titel.  APA

Zum Auftakt der NBA-Play-offs muss Titelverteidiger Golden State auf seinen Superstar Stephen Curry verzichten.

Erstmals in ihrer Klub-Geschichte haben die Houston Rockets den Grunddurchgang der NBA gewonnen. Angeführt von Liga-Topscorer James Harden, soll nun auch der dritte NBA-Titel nach 1994 und 1995 in die viertgrößte Stadt der USA geholt werden. Als schärfster Rivale der Rockets gelten die Golden State Warriors, die zum dritten Mal in vier Jahren Meister werden wollen. Der Titelverteidiger muss jedoch zumindest in der ersten Play-off-Runde gegen die San Antonio Spurs ohne seinen am Knie verletzten Spielmacher Stephen Curry auskommen. Der Klub aus Oakland hat aber auch ohne den Kapitän und zweifachen MVP (2015, 2016) noch immer drei All-Stars in der „starting five“: Kevin Durant, im Vorjahr als wertvollster Spieler (MVP) der Finalserie ausgezeichnet, Draymond Green, der NBA-Defensivspieler des Jahres 2017, und Currys „Splash Brother“ Klay Thompson.

Pöltl droht LeBron. Dass dieses Superstar-Ensemble nach zuletzt dreijähriger Dominanz nicht die reguläre NBA-Saison für sich entschieden hat, lag einerseits am Verletzungspech, andererseits aber auch an Houstons Ausnahmekönner Harden. Der Mann mit dem markanten Vollbart (Spitzname „The Beard“) harmonierte von Beginn weg blendend mit dem im Sommer verpflichteten Spielmacher Chris Paul und empfahl sich mit serienweise bärenstarken Vorstellungen eindrucksvoll für die MVP-Auszeichnung, die am 25. Juni vergeben wird.

Seine absolute Glanzleistung lieferte Harden am 30. Jänner ab, als er beim 114:107-Heimsieg gegen Orlando Magic mit 60 Punkten nicht nur für eine Vereinsbestmarke sorgte, sondern mit zehn Rebounds und elf Assists auch noch ein historisches Triple-Double verbuchte. Und die Rockets schlossen den 82 Spiele umfassenden Grunddurchgang mit 65 Siegen ab, womit sie ihren Klub-Rekord (bisher 58) pulverisierten. „Es gibt aber noch nichts zu feiern“, betonte Harden trotz dieses Topwerts. „Unser ultimatives Ziel ist es, die Meistertrophäe in die Höhe zu stemmen.“

Ganz ähnliche Stimmen waren vor dem Play-off-Start auch aus Toronto zu vernehmen, nachdem die Raptors mit dem Klub-Rekord von 59 Siegen (bisher 56) erstmals die Eastern Conference für sich entschieden hatten. Nach der unangenehmen Auftakthürde Washington Wizards wartet aber wohl schon in der zweiten Runde die erste Meisterprüfung auf den Wiener Jakob Pöltl und seine Teamkollegen, wenn es laut Papierform erneut gegen die Cleveland Cavaliers mit Megastar LeBron James geht.

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