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Zwischen Häme, Mitleid und Analyse

Nach dem historischen WM-Aus wird es im DFB-Team „tief greifende Maßnahmen“ geben. Ob Löw Trainer bleibt, steht in den Sternen.

Wohl wenige hätten 24 Stunden zuvor damit gerechnet, am Frankfurter Flughafen das deutsche Nationalteam zu erwarten. Nach dem historischen K. o. in Russland ist der amtierende Weltmeister wieder in der Heimat angekommen, angeführt von einem „brutal frustrierten“ und „geschockten“ Joachim Löw. Zwölf Jahre lang war er als Teamchef unumstritten – nun muss er sich einer kritischen Analyse unterziehen.

Erst knapp vor der WM wurde sein Vertrag bis zur nächsten WM im Jahr 2022 verlängert, weil man Löw für den „geeignetsten Kandidaten“ hielt. Nun, wenige Wochen später, will man sich nicht trauen, diese Worte zu wiederholen. Nach der Ankunft in Frankfurt wurde eine knallharte Analyse angekündigt. Dafür will man sich jedoch Zeit lassen. „Es braucht tief greifende Maßnahmen, es braucht klare Veränderungen“, sagte der entthronte Weltmeister-Trainer. „Jetzt brauchen wir Zeit und ein paar Gespräche, dann werden wir klare Antworten geben“, versprach Löw. Noch regierte im deutschen Lager der Frust – und das brauche eben „ein bisschen Zeit, bis wir das alles irgendwie verdaut haben. Wir haben wirklich enttäuscht, von daher sind wir alle wahnsinnig traurig“, sagte Löw nach dem erstmaligen Aus in einer WM-Vorrunde. Doch „die Energie kommt schnell wieder. Dann gilt es, die Ärmel hochzukrempeln“, sagte Teammanager Oliver Bierhoff.

Das Vertrauen des zutiefst gekränkten deutschen Fußballfans in seinen Bundestrainer wurde jedenfalls massiv beschädigt. In einer repräsentativen Umfrage haben sich 53 Prozent aller Deutschen für einen Rücktritt Löws ausgesprochen. Zwölf Prozent waren unschlüssig, nur 33 für einen Verbleib.

Wie drastisch die Veränderungen im deutschen Team sein werden und ob auch Spieler dem Team den Rücken kehren, steht derzeit noch in den Sternen. Lediglich Kapitän Manuel Neuer kündigte bislang an, nach dem historischen Tiefpunkt an Bord zu bleiben: „Ich habe jetzt nicht vor, aufzuhören.“

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