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Fair Play zahlt sich aus

Die Japaner stehen im Achtelfinale, weil sie zwei Gelbe Karten weniger als Senegal kassiert haben. Kein Afrikaner im Achtel­finale.

Der letzte Vertreter des afrikanischen Kontinents ist ausgeschieden. Senegal muss von der Fußball-Weltmeis­terschaft in Russland abreisen. Vier Punkte reichten in Gruppe H nicht aus. Die 0:1-Niederlage gegen Kolumbien, das sich somit den Gruppensieg gesichert hat, führte zum Ende. Da nämlich im Parallelspiel Japan gegen Polen mit 0:1 unterlag, hielten sowohl die Asiaten als auch die Afrikaner bei vier Punkten und einem Torverhältnis von 4:4. Da das direkte Duell 2:2 geendet hatte, musste die Entscheidung über den zweiten Gruppenplatz und das damit verbundene Achtelfinalticket über die Fair-Play-Wertung fallen. Japan kassierte vier Gelbe Karten, Senegal sechs.

Ballgeschiebe wie in Gijon. Damit schaffte der Rekord-Asienmeister den dritten WM-Achtelfinaleinzug nach 2002 und 2010. Japans Teamchef Akira Nishino durfte durchatmen. Immerhin nahm er für die Partie gegen Polen sechs Änderungen in der Startelf vor, was einen immensen Qualitätsverlust zur Folge hatte. Dass die Partie dank eines Volleytors von Jan Bednarek (59.) nur 0:1 verloren ging, hatte einerseits mit der miserablen Chancenauswertung der Polen (Grosicki, Lewandowski vergaben Topmöglichkeiten) zu tun.

Da in der Parallelpartie zwischen Senegal und Kolumbien die Südamerikaner dank eines Kopfballtreffers von Barcelona-Innenverteidiger Yerry Mina (74.) spät in Führung gingen, wurde in Wolgograd das Tempo herausgenommen. Polen gab sich mit dem ersten Sieg zufrieden, Japan wollte das Ergebnis über die Zeit bringen und keine Verwarnung mehr kassieren. Die Folge: Ein Ballgeschiebe, das an die „Schande von Gijon“ aus dem Jahr 1982 zwischen Österreich und Deutschland (0:1) erinnerte.

Kaum Grund zum Jubeln. Konsterniert analysierte Senegals Teamchef Aliou Cisse: „Ich bin sehr stolz auf mein Team, aber wir haben uns nicht für das Achtelfinale qualifiziert, weil wir es nicht verdient haben.“ Zum Regulativ gab es keine abschätzigen Kommentare. „Es gibt die Fair-Play-Regel, sie wurde im Regelwerk verankert und das ist so zu akzeptieren. Wir hätten es natürlich bevorzugt, anders auszuscheiden, aber so sind die Regeln“, sagte der 42-Jährige.

Obwohl die Japaner allen Grund zum Jubel hätten, wirkte es nach Spielende fast so, als ob sie sich vor dem mitgereisten Anhang etwas für die gezeigte Vorstellung geniert hätten. Dennoch betonte Japan-Teamchef Akira Nishino: „Wir haben uns das Achtelfinale verdient.“

<p class="caption">Glückliche Japaner, traurige Senegalesen – zwei gelbe Karten machten den Unterschied. APA (2)</p>

Glückliche Japaner, traurige Senegalesen – zwei gelbe Karten machten den Unterschied. APA (2)

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