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Jetzt hat der Chef die Qual der Wahl

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek steht kurz vor dem großen Ziel „Weltgruppe“. Gepa

Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek steht kurz vor dem großen Ziel „Weltgruppe“. Gepa

Interview. Davis-Cup-Kapitän Stefan Koubek spricht vor dem Duell gegen Australien über die Thiem-Zusage, Loyalität, Tradition und den Bonus Heimvorteil.

Von Alexander Tagger

Das Bangen hat ein Ende – die Zusage von Dominic Thiem für den Davis Cup gegen Australien ist da. Haben Sie damit gerechnet?

Stefan Koubek: Sagen wir so, ich habe es mir erhofft. Jetzt bin ich natürlich extrem glücklich. Aber auch darüber, dass alle anderen heimischen Spieler zugesagt haben. Jetzt kann ich aus dem Vollen schöpfen.

Bezüglich Aufstellung haben Sie jetzt auch die Qual der Wahl. Inwieweit werden Sie jene Spieler, die mit dem Sensationssieg in Russland das Duell gegen Australien erst ermöglicht haben, berücksichtigen?

Koubek: Ich bin den Spielern, die in Russland für die große Überraschung gesorgt haben, extrem dankbar. In einer derartigen Außenseiterrolle den Länderkampf zu gewinnen, war schon unglaublich. Da gilt der Dank natürlich Jürgen Melzer, Dennis Novak und Philipp Oswald. Wie die Aufstellung gegen die Australier lautet, wird sich in den nächsten Wochen zeigen. Ich bin ein loyaler Mensch, aber dem muss man auch die Aussicht auf den Erfolg gegenüberstellen. Ranking und Form geben hinsichtlich Nominierung auf alle Fälle einiges vor.

Also dürfte sich der eine oder andere Russland-Held im Kader für Graz nicht wiederfinden.

Koubek: Es kann natürlich sein, dass jemand auf der Strecke bleibt. Und das tut mir auch wahnsinnig leid. Aber, wenn mir zum Beispiel mit Oliver Marach und Alex Peya zwei Doppelspieler aus den Top zehn der Welt zur Verfügung stehen, dann lasse ich die auch spielen. Ich habe diesbezüglich bereits mit Oswald gesprochen. Er versteht das auch total, wird aber trotzdem als Trainingspartner in Graz zur Verfügung stehen.

Im Gegensatz zur Europa/Afrika-Zone gelten in der Weltgruppen-Relegation wieder die alten Regeln. Das heißt, es wird drei Tage gespielt, jedes Match geht auf drei Gewinnsätze und Sie dürfen nur vier Spieler nominieren.

Koubek: Das dachte ich ehrlich gesagt auch, doch gibt es da eine neue Regelung. So kann ich trotz des alten Formats im Gegensatz zu früher fünf Spieler nominieren. Und das macht es natürlich um einiges leichter. Denn so ist es mir möglich, ein komplettes Doppel sowie auch einen Ersatzspieler für das Einzel aufzustellen.

Finden Sie es grundsätzlich positiv, dass in der Weltgruppe nach wie vor der herkömmliche Modus angewendet wird?

Koubek: Ich bin ein Traditionalist und befürworte es, weil es ganz einfach zum Davis Cup dazugehört. In den unteren Gruppen finde ich das neue System mit zwei Spieltagen und Matches auf zwei Gewinnsätze hingegen perfekt. Es geht alles schneller, es erleichtert den Topstars die Zusage und der Kräfteverschleiß ist auch nicht so hoch.

Wie schätzen Sie die Chancen gegen Australien ein?

Koubek: Als ich vor fünf Jahren das Amt angenommen habe, war meine Zielvorgabe die Rückkehr in die Weltgruppe. Mit dem Triumph in Russland haben wir den Anfang gemacht, gegen die Australier wollen wir jetzt den Deckel zumachen. Von der Papierform her sind wir mit Domi und unserem Weltklasse-Doppel Favorit, allerdings halten sich die Australier bereits seit fünf Jahren in Folge in der Weltgruppe und können auf eine extrem erfolgreiche Geschichte zurückblicken. Grundsätzlich würde ich unsere Chancen mit 50:50 beziffern, allerdings haben wir mit dem Heimvorteil einen großen Bonus. Und ich gehe davon aus, dass wir vor vollem Haus spielen werden.

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