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Ein Schritt auf dem Weg zur Grande Nation

Frankreich steht nach einem 4:3-Erfolg über Argentinien verdient im Viertelfinale der WM. Jungstar Mbappe als herausragender Spieler. Lionel Messi neuerlich gescheitert.

Er repräsentiert die Zukunft und ist gleichzeitig so präsent, dass sein Team von einer berauschenden Aktualität eingefangen wird. Kylian Mbappe, Sohn einer Algerierin und eines Kameruners, hat Frankreich auf dem Weg zur Grande Nation bei dieser Weltmeisterschaft ein schönes Stück weitergeholfen. Der 19-Jährige hatte großen Anteil am 4:3-Erfolg über eine argentinische Mannschaft, die auch diesmal nicht schlüssig erklären konnte, warum sie es überhaupt bis ins Achtelfinale geschafft hat – trotz bester Turnierleistung. Ihr Superstar Lionel Messi muss bei der Jagd nach einem WM-Titel ein nunmehr viermaliges Scheitern verbuchen. Der große Traum scheint ausgeträumt für den 31-Jährigen, der auch diesem Turnier nicht jene Impulse verleihen konnte, die er auf Klubebene stets aufbrachte.

Frankreich meldete Ansprüche auf das Viertelfinale an, wobei ein der argentinischen Abwehr enteilter Mbappe nur noch unrechtmäßig zu stoppen war. Antoine Griezmann verwandelte den Strafstoß sicher, ehe die Franzosen ein wenig ins Trudeln kamen, weil sie nach der frühen Führung ihr in der Marseillaise so stolz besungenes „Marchons“ (marschieren wir) zu wenig beherzigten. Das wurde bestraft, denn die Argentinier erwiesen sich kurz vor und ebenso bald nach der Pause als äußerst effizient. Angel Di Maria traf gewollt wie aus dem Nichts aus der Ferne (41.), Gabriel Mercado lenkte ungewollt nach Messi-Hereingabe unhaltbar ab (48.).

Der Doppelschlag löste bei den Franzosen einen spielerischen Wutanfall aus, dessen Energie sie in drei Treffer umwandelten. Rechtsverteidiger Benjamin Pavard schickte den Ball mit dem Außenrist auf einer wunderbaren Flugbahn ins Tor, ehe Mbappe entscheidend nachlegte. Das 3:2 war eine starke Einzelleistung, das 4:2 perfektes Teamwork der verdient ins Viertelfinale eingezogenen Franzosen, als sich der Ball über sechs Stationen den Weg bahnte. Da fand der Jungstar die passenden Worte. „Wir haben gesagt, zusammen können wir große Dinge erreichen. Ich werde nicht aufhören, weiterzuarbeiten“, meinte Mbappe.

Teamchef Didier Deschamps sprach von einem „großartigen Spiel. Wir hätten es uns am Ende leichter machen können.“ Messis letzte Aktion, eine Vorlage für Kun Aguero, bescherte Argentinien noch den Anschlusstreffer in der Nachspielzeit, als Fußnote zum Abschied.

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