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Alles über tote Frösche

Am faszinierendsten am sensationellen Ausscheiden der Deutschen aus der Welt finde ich das spektakuläre Debakel der anschließenden Ursachenforschung. Einerseits seien die Deutschen zu selbstherrlich aufgetreten, andererseits zu unsicher und eingeschüchtert gewesen. Einerseits habe Bundestrainer Joachim Löw zu lange an den alten Weltmeistern festgehalten, andererseits seien Lahm, Schweinsteiger, Mertesacker, Klose leider zurückgetreten, Schürrle oder Götze zurückgetreten worden …

Sicher wären die Strandbars von Sotschi für Regeneration, Feeling und Teambuilding günstiger gewesen als die spartanische Sportschule von Watutinki (allein der Name ein Frustrationserlebnis!). Außerdem sei der Rasen am Trainingsplatz zu hoch gewesen! An alles hatte man gedacht, nur daran nicht! Auweia! Mit qualitätsgesicherter Problemlösungserweiterungskompetenz hätte man die urgewaltigen Naturgesetze doch außer Kraft setzen – und das Gras schneiden können!

Das Hauptproblem der Deutschen aber hat einen Namen: Özil! Mesut Özil. Noch vor vier Jahren ein waschechter Deutscher mit Geburtsort Gelsenkirchen, schüttelt er jetzt seinem türkischen Präsidenten die Hand, schenkt ihm sein letztes Hemd mit Widmung, entschuldigt sich nicht einmal auf Nachfrage des deutschen Vaterlands und bekennt sich nicht öffentlich zu den Werten der Bundesrepublik! Einerseits hätte man mit dem seelisch filigranen Spielmacher und Soll-Alphatier viel sensibler umgehen müssen. Andererseits hätte man ihn sofort hinausschmeißen müssen! Oder man hätte ihn unauffällig mit einem türkischen Trikot spielen lassen sollen: Dann wäre womöglich das Leuchten in Özils Augen zurückgekehrt, seine Körpersprache hätte sich verbessert und er hätte am Feld nicht mehr dreingeschaut wie ein „toter Frosch“ (© by Mario Basler, Experte). In logischer Konsequenz hätte anschließend Merkel zurücktreten und ihr Amt dem neuen deutschen Kanzler Recep Tayyip Erdogan übergeben müssen.

Apropos: Merkel – nicht Angela, sondern Max, ein nicht sehr beliebter, aber erfolgreicher österreichischer Trainer und Experte in Deutschland, analysierte einmal wie folgt: „Ich hab im Training die Alkoholiker gegen die Abstinenzler spielen lassen. Haben die Alkoholiker 7:3 gewonnen. Hab ich gesagt: Saufts weiter!“

In unglaublicher Unform auch das Zentralorgan deutschen Wesens, die „Bild“-Zeitung: Spätestens am Tag nach der Apokalypse von Kasan habe ich mir schon die Schlagzeile erwartet: „Wir alle sind toter Frosch!“

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