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Franzosen und Uruguayer zeigten Größe

Frankreich qualifizierte sich mit einem sicheren 2:0-Erfolg über Uruguay zum sechsten Mal für ein WM-Halbfinale. Uruguayer konnten Cavani nicht ersetzen.

Dieses Vor-Urteil wurde voll und ganz bestätigt, auf selbsterklärende Weise. Wenn Edinson Cavani oder Luis Suarez nicht gemeinsam für Uruguay auftreten, dann kann die kleine große Fußballnation nicht gewinnen. Cavani, der verletzte Matchwinner im Achtelfinale gegen Portugal, fehlte im WM-Viertelfinale gegen die Grande Nation Frankreich an allen Ecken und Enden, vor allem an Letzterem. Denn es fand sich kein adäquater Ersatz fürs Toreschießen. Das machten die personell in voller Stärke aufgelaufenen Franzosen wesentlich besser. Die Equipe von Weltmeister Didier Deschamps gab sich keine Blöße und mimte gegen die Südamerikaner den Souverän. Das 2:0, mit dem Frankreich zum sechsten Mal in der Geschichte in ein WM-Halbfinale einzog, entsprach den Kräfteverhältnissen. Aber Uruguay minus Cavani ist maximal Urug.

Weil die Taktik in dieser Partie hoch über dem Spektakel stand, mussten Schlüsselszenen das Match öffnen. Die Franzosen waren angestrebert in dieses Viertelfinale gegangen und setzten das Erlernte prompt um. Ein verzögerter Freistoßball von Antoine Griezmann fand exakt den Kopf von Raphael Varane, der Fernando Muslera keine Chance ließ.

Womit wir bei den Torhütern wären und bei der immer wieder bestätigten These, dass auch die Schlussmänner Matches gewinnen oder verlieren können. Frankreichs Hugo Lloris tauchte kurz vor der Pause tief und fischte einen unfassbaren Kopfball noch heraus. Muslera hingegen unterlief in Hälfte zwei ein folgenschwerer Fauxpas, als er von einem genau auf ihn gezielten Schuss Griezmanns so blöd erwischt wurde, dass die Kugel von seinen Händen zum unausweichlichen 0:2 ins Tor flatterte.

Der Richtungswechsel im Spiel gelang Uruguay nicht mehr, während die Franzosen dank ihrer kollektiven Klasse das Match sicher zu Ende brachten. Größe zeigten schließlich alle, Gewinner wie Verlierer. Griezmann verzichtete nach seinem Tor auf den Jubel, weil die Gegner seine Kumpane sind. „Uruguay ist meine zweite Heimat“, sagte der Stürmer der Franzosen. Sein bester Freund, Uruguay-Kapitän Diego Godin, war „stolz auf meine Spieler, sie sind Löwen. Wir sind ein Team, in dem jeder alles gibt. Fernando ist ein großartiger Tormann“, nahm der Atletico-Madrid-Verteidiger auch seinen unglücklichen Kollegen in Schutz. „Wir sind alle sehr enttäuscht, wir hatten nicht das nötige Glück“, meinte Uruguays Trainer Oscar Tabarez. Sein Gegenüber Deschamps kann sich glücklich schätzen: „Es ist für uns bereits jetzt eine gelungene Weltmeisterschaft.“

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