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„Es macht wahnsinnig viel Spaß“

Benjamin Bildstein und David Hussl sind gut vorbereitet.  OESV

Benjamin Bildstein und David Hussl sind gut vorbereitet.  OESV

Benjamin Bildstein und David Hussl sind ab heute bei der 49er-Europameisterschaft in Gdynia (Polen) gefordert. Ziel ist das Medal Race.

Von Johannes Emerich

Lange musste Benjamin Bildstein den anderen dabei zusehen, wie sie ihre Boote zu Wasser ließen und ihre Segel setzten. Der Wolfurter verpasste aufgrund seiner Schulterverletzung mehrere Monate der Vorbereitung auf die anstehenden Großereignisse. Doch spätestens mit dem zehnten Platz Ende Juni bei der Kieler Woche meldeten sich Bildstein und sein Tiroler Partner David Hussl in der Weltspitze zurück. „Wir wussten, dass wir über einen guten Grundstock verfügen auf den wir uns verlassen können, aber aufgrund meiner Verletzung hatten wir mit technischen Einschränkungen zu kämpfen, wir wollten auch kein unnötiges Risiko eingehen“, sagt Bildstein rückblickend.

Die Schulter des 26-Jährigen braucht auch jetzt noch spezielle Betreuung in Form von täglicher Physiotherapie. Doch auf dem Wasser sind die Prioritäten inzwischen andere – etwa die Freude am Segeln. Und diese kostete das westösterreichische Duo am Tag vor Beginn der 49er-Europameisterschaft in Gdynia voll aus. „Die Bedingungen sind gut, der Wind ist richtig cool. Wir segeln direkt vor einem Sandstrand, der voller Menschen ist. Es macht momentan wahnsinnig viel Spaß“, zeigte sich Bildstein euphorisch.

Gute Erinnerungen. In den kommenden Tagen sind nur leichte Winde vorhergesagt. Das sollte Bildstein/Hussl entgegenkommen. „Wir nutzen ein Segel mit einem anderen Schnitt als der Großteil der Starter. Das sollte bei diesen Bedingungen gut funktionieren. Aber insgesamt liegen uns wechselnde Verhältnissen am besten. Weder bei Stark- noch bei Leichtwind sind wir die Schnellsten, aber vielleicht in der Kombination“, analysiert der Wolfurter.

An Gdynia haben beide Segler gute Erinnerungen. Vor der polnischen Ostseeküste feierten sie mit der Junioren-WM-Silbermedaille ihren ersten Erfolg in der 49er-Klasse. Bereits zuvor bestritt Bildstein als 13-Jähriger in Gdynia – damals noch in der Optimistenklasse – seine erste internationale Segelregatta.

Generalprobe. Das Ziel der amtierenden WM-Dritten bei der Europameisterschaft ist der Einzug in das Medal Race, das gleichbedeutend mit einem Ergebnis unter den Top Ten ist. Doch bereits in Polen hat Bildstein eine ander Veranstaltung im Hinterkopf. In knapp vier Wochen beginnt in Aarhus die Weltmeisterschaft und dort geht es heuer nicht nur um Edelmetall, sondern auch um Quotenplätze für die Olympischen Spiele 2020 in Tokio, dem gro­ßen Karriereziel von Bildstein/Hussl. Damit ist die EM vor Gdynia gleichbedeutend mit der Generalprobe für Dänemark. „Ein bisschen Druck spüre ich bereits jetzt. Die olympischen Klassen wie die 49er boomen total. Aber unabhängig von allen Faktoren sind wir Sportler und müssen einfach unsere Leistung bringen“, sagt Bildstein.

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