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Slowenischer Sieg auf Feldkircher Straßen

Sieger Mohoric (l.) und der beste Österreicher Rabitsch (oben). Steurer (3)

Sieger Mohoric (l.) und der beste Österreicher Rabitsch (oben). Steurer (3)

Bei besten Bedingungen gewinnt Matej Mohoric die erste Etappe der Österreich-Rundfahrt 2018 in Feldkirch. Das Team Vorarlberg Santic wird für seine Angriffslust nicht belohnt.

Von Johannes Emerich

Volksfeststimmung herrschte in der Feldkircher Altstadt bereits am Vormittag, als die 138 Starter der Österreich-Rundfahrt zum Start rollten. Einigen war der große Respekt vor der engen Passage über das Kopfsteinpflaster anzumerken. Nach intensiven Diskussionen entschied die Jury schließlich, die Zeiten für die Gesamtwertung aus Sorge um die Gesundheit der Fahrer bereits drei Kilometer vor dem Ziel heranzuziehen.

Im Nachhinein war diese Sorge völlig unbegründet. „Das Feld zog sich derart in die Länge, es war überhaupt kein Problem“, bestätigte der beste Österreicher im Ziel Stephan Rabitsch. Anstatt schmerzhafter Stürze bekamen die zahlreichen Fans entlang der Strecke spannenden Radsport auf höchstem Niveau zu sehen.

Spitzengruppe. Bereits beim ers­ten Anstieg nach Schnifis setzte sich eine vierköpfige Gruppe vom Feld ab. Mit Davide Orrico war es dem Team Vorarlberg Santic gelungen, einen ihrer Starter in der Fluchtgruppe unterzubringen, der Italiener machte mit Matthias Krizek (Team Felbermayr), Aaron Gate (Aqua Blue) und Timon Loderer (Hrinkow) gemeinsame Sache. Noch während der ersten Runde schlossen Mauro Finetto (Delko-Marseille) und Janos Pelikan (My Bike Stevens) zum Spitzenquartett auf.

Doch im Hauptfeld waren einige Teams mit dieser Ausgangslage nicht einverstanden, allen voran Bahrain-Merida. Die World-Tour-Mannschaft des Vorarlberger Sportdirektors Harald Morscher bestimmte größtenteils das Tempo und ließ den Vorsprung der Ausreißer nicht über zwei Minuten anwachsen.

Mohoric überlegen. Kurz vor Ende der dritten und vorletzten Runde erlebte Daniel Geismayr eine Schrecksekunde. Während der Abfahrt von Göfis nach Feldkirch erlitt der Dornbirner einen Platten und musste stehen bleiben. Nur dank des schnellen Eingreifens seines Teamkollegens Gian Friesecke, der Geismayr sein intaktes Hinterrad überließ, gelang es dem Bergspezialisten wieder, Anschluss an das Hauptfeld herzustellen.

25 Kilometer vor dem Ende des Rennens holte das Feld in Bludesch die Ausreißergruppe wieder ein. Weiter bestimmte die Mannschaft von Bahrain-Merida das Tempo und ließ im Anstieg nach Schnifis keine Angriffe zu. Kurz vor dem Schwarzen See blies Roland Thalmann vom Team Vorarlberg Santic zur Attacke, doch Antonio Nibali, Bruder von Tour-de-France-Sieger Vincenzo Nibali, blieb am Hinterrad des Schweizers. Somit bahnte sich wenige Kilometer vor der Zielankunft ein Massensprint quer durch das Feldkircher Weinfest an.

Doch bereits auf Höhe der Schattenburg setzte sich Matej Mohoric an die Spitze des Feldes. Der 23-Jährige, der vor knapp zwei Wochen die slowenische Meisterschaft für sich entschieden hatte und heuer auch schon beim Giro einen Etappensieg verbuchen konnte, nutzte die engen Kehren, um einige Meter Vorsprung herauszufahren. Bereits kurz vor der Ziellinie konnte Mohoric die Hände vom Lenker nehmen und zum Jubel ansetzen. Hinter dem Slowenen komplettierte Giovanni Visconti den Doppelsieg von Bahrain-Merida. Als bester Fahrer des Team Vorarl­berg Santic überquerte Thalmann die Ziellinie als Sechster. Die Dornbirner Geismayr und Jodok Salzmann (WSA Pushbikers) wurden 24. beziehungsweise 62.

Ohne Zeitverlust. „Wir hatten Pech mit dem Material“, sagte Team-Vorarlberg-Santic-Manager Thomas Kofler. „Aber ich bin nicht unzufrieden. Mit Geismayr, Patrick Schelling und Matteo Badilatti haben unsere drei Gesamtklassement-Spezialisten keine Zeit verloren. Der Etappensieg war außer Reichweite, das Team Bahrain-Merida ist einfach zu stark. Die Truppe wird uns noch häufiger beschäftigen. Aber immerhin haben unsere Fahrer Präsenz gezeigt“, gab Kofler zu Protokoll. Auch Geismayr konnte mit dem Ergebnis leben: „Wie erwartet war es eine sehr schnelle Etappe, der Zielsprint ist nicht mein Metier, aber es war wichtig, keine Zeit zu verlieren.“

Bereits heute wartet die nächs­te schwierige Prüfung auf das Feld der Österreich-Rundfahrt. Die zweite Etappe führt ab 11 Uhr von Feldkirch über den Arlbergpass nach Fulpmes im Stubaital. In Klösterle gibt es eine Sprintwertung.

<p class="caption">Die Einfahrt in die Feldkircher Altstadt. Philipp Steurer</p>

Die Einfahrt in die Feldkircher Altstadt. Philipp Steurer

<p class="caption">Die Einfahrt in die Feldkircher Altstadt. Philipp Steurer</p>

Die Einfahrt in die Feldkircher Altstadt. Philipp Steurer

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Die Einfahrt in die Feldkircher Altstadt. Philipp Steurer

<p class="caption">Bahrain- Merida (rot) und Roompat (orange) sorgten im Feld auch ohne Hochrad für Tempo.</p><p class="credit">Philipp Steurer (2)</p>

Bahrain- Merida (rot) und Roompat (orange) sorgten im Feld auch ohne Hochrad für Tempo.

Philipp Steurer (2)

<p class="caption">Bahrain- Merida (rot) und Roompat (orange) sorgten im Feld auch ohne Hochrad für Tempo.</p><p class="credit">Philipp Steurer (2)</p>

Bahrain- Merida (rot) und Roompat (orange) sorgten im Feld auch ohne Hochrad für Tempo.

Philipp Steurer (2)

<p class="caption">Das Team Vorarlberg Santic mit Daniel Geismayr (r.) zeigte eine gute Teamleistung.</p><p class="credit">Philipp Steurer (3)</p>

Das Team Vorarlberg Santic mit Daniel Geismayr (r.) zeigte eine gute Teamleistung.

Philipp Steurer (3)

<p class="caption">Das Team Vorarlberg Santic mit Daniel Geismayr (r.) zeigte eine gute Teamleistung.</p><p class="credit">Philipp Steurer (3)</p>

Das Team Vorarlberg Santic mit Daniel Geismayr (r.) zeigte eine gute Teamleistung.

Philipp Steurer (3)

<p class="caption">Das Team Vorarlberg Santic mit Daniel Geismayr (r.) zeigte eine gute Teamleistung.</p><p class="credit">Philipp Steurer (3)</p>

Das Team Vorarlberg Santic mit Daniel Geismayr (r.) zeigte eine gute Teamleistung.

Philipp Steurer (3)

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