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Zwei große Träume sind an der Church Road geplatzt

Dennis Novak verpasste das Achtelfinale in Wimbledon, Oliver Marach Platz eins in der Doppel-Weltrangliste.

Mit berechtigten Hoffnungen auf eine weitere Sensation schlug Dennis Novak in die Verlängerung der tags zuvor beim Stand von 6:7, 6:4, 5:6 aus der Sicht des Österreichers wegen Dunkelheit abgebrochenen Partie gegen Milos Raonic auf. Allerdings spielte der Kanadier da nicht mit und setzte dem Märchen des Wiener Neustädters, der aus der Qualifikation heraus bis in die dritte Runde an der Church Road marschiert war, ein Ende. Ein sofortiges Break reichte dem Favoriten zum 7:5-Gewinn des dritten Durchgangs, im vierten Satz machte Raonic dann mit 6:2 kurzen Prozess.

Für Novak war Wimbledon dennoch eine Reise wert. In der Weltrangliste wird der 24-Jährige von Platz 171 auf Position 125 nach vorne springen, zudem regnet es für den Österreicher elegante 112.873 Euro Preisgeld. Eine weitere Belohnung ist eine Wildcard für den Hauptbewerb von Kitzbühel (ab 30. Juli). „Entscheidend wird sein, ob Dennis diesen Level in die kommenden Wochen und Monate mitnehmen kann“, blickt Coach Günter Bresnik in die nähere Zukunft seines Schützlings.

Und Novak selbst: „Es waren die besten zwei Wochen meiner Karriere. Darauf bin ich stolz. Ich habe viele Erfahrungen gesammelt, aber es gibt viel zum Weiterarbeiten.“ Den Abbruch am Vortag hatte der Niederösterreicher gefordert, da er als Kontaktlinsenträger kaum noch etwas gesehen hatte. „Ich werde mir daher am Ende des Jahres die Augen lasern lassen.“

Wunden lecken hieß es gestern auch noch für Oliver Marach, der sich topgesetzt an der Seite des Kroaten Mate Pavic gleich in der ersten Doppel-Runde mit einer Fünfsatz-Niederlage gegen Delbonis/Reyes-Varela verabschiedet hatte. Zum Stolperstein der Vorjahresfinalisten wurde der wehe Rücken des Grazers: „In den letzten zwei Tagen war im Training alles super. Im Match habe ich bei der australischen Aufstellungsvariante aber im linken Rückenbereich einen krampfartigen Schmerz verspürt. Der Muskel hat total zugemacht.“ Dieses Handicap und die Tatsache, dass „wir schlecht und die anderen gut gespielt haben“, führten zum Umfaller.

Besonders bitter: „Hätten wir diese Partie gewonnen, dann wäre ich erstmals die Nummer eins der Welt gewesen“, sagt Marach, der aktuell hinter Pavic auf Platz zwei liegt. „Allerdings werden wir nach Wimbledon wohl etwas zurückrutschen. Das ist aber nebensächlich. Jetzt geht es darum, dass ich gesund werde.“ Wie bereits zuletzt fit spritzen will sich der 37-Jährige nicht lassen. „Ich bleibe noch ein paar Tage in Wimbledon und werde mit meinem Physio Stefan Duell Reha machen.“ Wie es dann weitergeht? „Das kommt darauf an, wie meine Genesung voranschreitet. Prinzipiell wollen wir in Hamburg spielen. Klappt das nicht, dann steigen wir erst in Washington wieder ein.“

Eine dicke Überraschung gab es bei den Damen: Dort strich die Weltranglisten-Erste Simona Halep in der dritten Runde gegen die 32-jährige Taiwanesin Su-Wei Hsieh mit 6:3, 4:6, 5:7 die Segel. Da aber auch bereits die Nummern zwei bis sieben der Weltrangliste in Wimbledon draußen sind, wird die Rumänin ihren Platz auf dem Tennisthron behalten.

Alexander Tagger

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