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DEC hält Star-Trio und holt Broda

Links: Ein Blick hinter die Kulissen bei der Kaderpräsenation der Bulldogs. Technisch lief bei der Internet-Liveübertragung zwar nicht alles glatt, aber die ersten Reaktionen der Fans zum Kader sind positiv.Oben: Neuzugang Radek Cip. Rechts posiert Lokalmatador Kevin Macierzynski cool für die Kamera.Unten: Neuzugang Joel Broda mit einem seiner vielen Tore für Linz. Hartinger (3), GEPA

Links: Ein Blick hinter die Kulissen bei der Kaderpräsenation der Bulldogs. Technisch lief bei der Internet-Liveübertragung zwar nicht alles glatt, aber die ersten Reaktionen der Fans zum Kader sind positiv.

Oben: Neuzugang Radek Cip. Rechts posiert Lokalmatador Kevin Macierzynski cool für die Kamera.

Unten: Neuzugang Joel Broda mit einem seiner vielen Tore für Linz.

 Hartinger (3), GEPA

Die Bulldogs stellten gestern via Livestream aus dem Messestadion den vorläufigen Kader für die kommende Saison vor. Mit Rasmus Rinne, Brodie Reid und Scott Timmins konnte Dornbirn drei Garanten für die starke Vorsaison halten – und präsentierte potenzielle neue Leistungsträger.

Von Hannes Mayer

Eigentlich schien es völlig ausgeschlossen, dass Scott Timmins in Dornbirn bleibt. Sein Wechsel im Vorjahr von DEL-Klub Straubing zu den Bulldogs wurde selbst von den Dornbirnern als ein Zwischenschritt in Timmins Karriere interpretiert. Als Versuch, sich in der EBEL mit starken Leistungen wieder für Höheres zu empfehlen. Was ihm mit seinen 46 Scorern und vielen guten Aktionen eigentlich auch gelang. Denn so wie an Matt Fraser, den es nach Augsburg verschlug, waren auch an Timmins mehrere DEL-Klubs interessiert.

DEC-Coach Dave MacQueen darf sich aber freuen: Der defensivstarke Spielmacher entschied sich völlig überraschend gegen einen Wechsel nach Deutschland und damit auch gegen ein höheres Gehalt. Und stattdessen für die Bulldogs und damit für die größere sportliche Perspektive. In Deutschland wäre Timmins nämlich für die dritte oder gar vierte Linie eingeplant gewesen. Bei den Dornbirnern soll er erneut eine der beiden Top-Linien anführen. Ende Juni gab Timmins dem DEC seine Zusage.

Viele Gespräche. Fast zeitgleich und nach zähen Verhandlungen gelang es DEC-Macher Alexander Kutzer, den zwischendurch kaum mehr für möglich gehaltenen Deal mit Goalie Rasmus Rinne zu fixieren. Dass sich die Gespräche so in die Länge zogen, lag gar nicht mal so sehr am Torhüter selbst. Sondern an dessen Vertragskonstellation. Sein Stammverein Vaasan Sport hatte ihn nämlich in der Vorsaison lediglich an Dornbirn ausgeliehen. Rinnes Vertrag bei Vaasan Sport galt auch für die kommende Spielzeit. Und die Finnen zogen es lange in Betracht, mit Rinne als Herausforderer für ihren Stammgoalie in die neue Saison zu gehen.

Es blieb auch schwierig, als sie bei Vaasan Sport diesen Plan verwarfen. Die Nordländer wussten, dass Rinne mit seinen vielen sensationellen Paraden den Dornbirnern sehr viel Rückhalt gab. Sie waren auch nicht mehr bereit, Rinne abermals auszuleihen. Letztendlich kauften die Bulldogs den Torhüter aus seinem Vertrag heraus. Kutzer will das zwar nicht bestätigen, sagt aber: „Die Verhandlungen mit Vaasan Sport haben sehr viel Zeit in Anspruch genommen. Wir wollten Rasmus Rinne unbedingt halten. Er hatte sehr viele Möglichkeiten, woanders zu unterschreiben, seine Weiterverpflichtung ist ein großes Ausrufezeichen.“ Mehr noch: Rinne ist zweifelsohne die wichtigste Weiterverpflichtung der Dornbirner. Der Skandinavier lief in der Vorsaison mit einer Fangquote von 92,3 Prozent zu großer Form auf.

Ein Ausrufezeichen ist auch, dass Brodie Reid in Dornbirn bleibt. Der Kanadier entwickelte sich in der vergangenen Saison vom reinen Abschlussspieler zum verkappten Spielmacher. Trotzdem war er bis zum letzten Saisonspiel bester DEC-Scorer. Reid hatte ebenfalls mehrere andere interessante Optionen. So soll an Reid auch sein Vorgängerklub Bozen interessiert gewesen sein – und der ist immerhin amtierender EBEL-Champion. Doch auch der Flügelstürmer entschied sich für einen Verbleib.

Trennung von Caruso. Neben den bereits bekannten Abgängen von Jamie Arniel, Chris D’Alvise, Matt Fraser, Martin Grabher Meier und Dustin Sylvester vermeldeten die Dornbirner gestern vier weitere Abschiede. Die Bulldogs verlängerten nach drei Jahren nicht mehr mit Mike Caruso. Der Verteidiger überzeugte zwar stets mit seinem Einsatz. Seine spielerischen Schwächen konnte er damit aber nur vereinzelt wettmachen.

Ebenso keine Überraschung ist, dass Sean McMonagle und Ziga Pance nicht mehr zurückkommen. Beide blieben weit hinter den Erwartungen zurück und waren in der Vorsaison über die gesamte Spielzeit hinweg Tauschkandidaten.

Und damit zu den Neuzugängen der Bulldogs, die es in sich haben. Die zumindest auf den ersten Blick spektakulärste Neuverpflichtung ist Joel Broda. Der Stürmer kommt von den Linzer Black Wings, wo er in den zurückliegenden beiden Spielzeiten 109 Scorer machte. „Hinter Joel Broda waren viele Vereine her. Dass er sich für uns entschieden hat, macht mich stolz“, erklärt Kutzer und betont: „Es zeigt auch, dass wir uns einen Namen gemacht haben.“

Stolz sind sie in Dornbirn auch auf die Verpflichtung von Radek Cip. Der tschechische Stürmer, der gestern für die Präsentation in Dornbirn war, kommt von Znojmo. Auch hinter ihm soll die halbe Liga her gewesen sein. Cip gilt als technisch stark, als einer, der in die Zweikämpfe geht und die Checks zu Ende fährt. Cip soll Tempo ins Spiel der Dornbirner bringen – zusammen mit Michael Parks, der auf Empfehlung von Rasmus Rinne kommt. Der Amerikaner spielte in der vergangenen Saison nämlich bei Rinnes Ex-Klub Vaasan Sport, bevor er für das Aufstiegs-Play-off zum schwedischen Zweitligisten Timra wechselte. „Parks ist ein klassischer Zweiwegestürmer, also einer, der auch nach hinten arbeitet“, beschreibt Kutzer. Der 26-Jährige kam in Finnland auf durchaus beachtliche 20 Scorer.

Vaterfigur. Mit dem Stürmer Brodie Dupont hoffen die Dornbirner, einen verspäteten Ersatz für Kyle Greentree verpflichtet zu haben, der 2015/16 die Vaterfigur bei den Bulldogs gab. Dupont ist 31 Jahre alt und war von 2014 bis 2016 bei Iserlohn unter Vertrag. Dabei kam er in 109 Spielen auf 64 Scorer. Anschließend ging er aus familiären Gründen zurück in seine Heimat. Jetzt will er neu durchstarten.

Für die Verteidigung haben die Dornbirner bislang erst einen neuen Spieler verpflichtet: Antonin Boruta. Der Tscheche kommt wie Cip von Znojmo. Der Linksschütze gilt als feste Größe in der EBEL. Er hat 344 Spiele in Österreichs höchster Spielklasse bestritten, bringt eine überaus gute Technik mit – und gilt als ausbalancierter Verteidiger, der weder rein defensiv denkt, noch ein Offensivverteidiger ist.

Mit ihm umfasst der DEC-Kader aktuell 19 Spieler. Zwei Top-Stürmer sowie ein Top-Verteidiger sollen – und müssen – noch kommen. Gut möglich, dass einer von ihnen aus der amerikanischen AHL kommt. Es bleibt spannend bei den Bulldogs.

<p class="caption">Ganz oben: Kevin Macierzynski im Sonnenbrillenlook. Unten wartet er zusammen mit Radek Cip auf den Beginn der Kaderpräsentation.</p>

Ganz oben: Kevin Macierzynski im Sonnenbrillenlook. Unten wartet er zusammen mit Radek Cip auf den Beginn der Kaderpräsentation.

Bulldogs-Kader

Tor: Rasmus Rinne, Thomas Stroj (vorläufig);

Verteidigung: Antonin Boruta, Brian Connelly, Jerome Leduc, Olivier Magnan, Thomas Vallant, Felix Vonbun, Raphael Wolf;

Sturm: Joel Broda, Radek Cip, Brodie Dupont, Dominic Haberl, Stefan Häußle, Kevin Macierzynski, Henrik Neubauer, Michael Parks, Brodie Reid, Scott Timmins;

Abgänge: Arniel, D’Alvise, Ban, Caruso, Fraser, Grabher Meier, McMonagle, Pance, Sylvester.  Fett: Neuzugänge

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