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Der Mann, der Frankreich Beine macht

Er ist schnell wie der Blitz und soll heute gegen Belgien wieder einschlagen: Frankreichs Jungstar Kylian Mbappe (19).

Ehe man Respekt genießt, muss man ihn sich verdienen. Das hat in diesem Fall nicht unbedingt mit den 17,5 Millionen Euro zu tun, die Frankreichs Jungstar Kylian Mbappe von seinem Klub Paris Saint-Germain jährlich überwiesen bekommt. Respekt muss man sich auf dem Platz erarbeiten. Und das hat Mbappe nicht nur mit seinen drei Toren bei der WM bislang eindrucksvoll getan.

Die Gegner zollen ihm höchsten Respekt. Auch die Belgier tun das vor der heutigen Semifinalpartie. „Was Mbappe in seinem Alter macht, habe ich noch nie zuvor gesehen. Außer vielleicht bei Messi“, lobt etwa Nacer Chadli. „Kylian hat mir erzählt, dass er Videos von mir angesehen hat, als er noch jünger war. Jetzt bin ich es, der von Zeit zu Zeit seine Videos anschaut“, erzählt Eden Hazard. Und Thomas Vermaelen ergänzt: „Kylian Mbappe ist der beste Spieler im Kader der Franzosen. Er ist unfassbar schnell und kann ein Spiel jederzeit im Alleingang entscheiden.“ Zur Erinnerung: Im Achtelfinale gegen Argentinien wurde der Stürmer mit einer Höchstgeschwindigkeit von 37 km/h gemessen. Und auch privat ist Mbappe recht flott unterwegs – mit einem Ferrari.

Mbappes Karriere im Schnelldurchlauf: Mit 13 wurde er in die französische Fußballakademie in Clairefontaine einberufen, mit 14 hat er das Elternhaus im Pariser Vorort Bondy Richtung Monaco verlassen, mit 16 feierte er sein Profidebüt in der Ligue 1 und wenig später in der Europa League. Mit 18 kehrte Kylian nach Paris zurück, für eine Ablöse von 180 Millionen Euro, die jetzt im Sommer fällig wird.

Sein Leben war bislang vom Fußball bestimmt. „Ich kann meinen Kindern später gar nicht erzählen, welchen Unsinn ich als Teenager gemacht habe. Weil ich gar keine Zeit hatte, ihn zu machen“, sagte der 19-Jährige in einem Interview. Schon mit 14 hatte Mbappe auch das Interesse von Real Madrid geweckt. Auf Einladung von Zinedine Zidane besuchte er das königliche Trainingszentrum Valdebebas und posierte für ein Foto mit seinem Idol Cristiano Ronaldo. Mit Postern des Portugiesen tapezierte er damals sein Zimmer. Auch der FC Chelsea klopfte bei ihm an. Doch Mbappe wollte nicht ins Ausland. Woher er kommt, hat Mbappe trotz des steilen Aufstiegs aber nicht vergessen. Zur WM lud er 29 Schüler seines ehemaligen Gymnasiums ein. Seine WM-Prämien spendet er einer gemeinnützigen Organisation. Im Falle des Titels sind das 300.000 Euro.

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