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Der rote Teufel für das weiße Ballett

Als Kind war er ein großer Frankreich-Fan – das wird Eden Hazard heute ganz sicher nicht sein. Gut möglich aber, dass Belgiens Stürmerstar bald im „weißen Ballett“ tanzt.

Diese Geschichte drängt sich vor dem heutigen Halbfinalhit zwischen Frankreich und Belgien geradezu auf. Auslöser ist ein Bild, aufgenommen im Jahre 2000. Was darauf zu sehen ist? Nichts Außergewöhnliches könnte man meinen. Die drei kleinen Hazard-Brüder Kylian, Thorgan und Eden sitzen am Strand – allerdings alle drei im Trikot von Frankreichs Fußball-Ikone Zinedine Zidane. Eden war damals neun Jahre jung. Heute ist der Kapitän der Belgier 27 Jahre alt – und soll sein einstiges Lieblingsteam aus dem Bewerb werfen.

Ja, Eden Hazard war als Kind ein großer Fan der „Les Bleus“. „Ich bin 1991 geboren. Und 1998 wurde Frankreich mit einem 3:0 über Brasilien Weltmeister. Wir sind mit dieser WM aufgewachsen und damals waren die französischen Spieler einfach besser als die belgischen“, gestand Hazard in einem TV-Interview. „Ich habe mich immer als Belgier gefühlt, aber angefeuert haben wir eben Frankreich.“

Hazard ist im wallonischen Braine-le-Comte aufgewachsen, bis zur französischen Grenze ist es nur ein Katzensprung. Ab seinem fünften Lebensjahr spielte Eden im örtlichen Verein, für den bereits sein Vater und Großvater aktiv waren. Michael Pauly, sein erster Trainer, erinnert sich: „Nach dem ersten Training war klar: Wir haben einen Begnadeten.“ Hazard stand bei Nachwuchsturnieren permanent im Mittelpunkt, die Begabung lag ihm in den Genen. Vater Thierry spielte voller Leidenschaft, Mutter Carine war in der ersten belgischen Frauenfußball-Liga tätig. „Eden hat schon Tore geschossen, als er noch nicht einmal auf der Welt war“, scherzte sie einmal.

Der Aufstieg kannte keine Pausen. Mit zehn Jahren erfolgte der Schritt zum Zweitliga-Verein Tubize, mit 14 wurde Hazard zum Grenzgänger. Der nur eine Autostunde von Braine entfernte Ligue-1-Klub Lille war das erklärte Ziel. Schnell war dort von einem Wunderkind die Rede. Den ersten Meisterpokal stemmte Hazard mit Lille 2011 in die Höhe.

Europas Großklubs wurden spätestens da auf das Riesentalent aufmerksam. Chelsea machte ein Jahr später das Rennen, überwies 40 Millionen Euro für den Offensivmann. Für die „Blues“ aus London spielt Hazard nach wie vor. Mit welcher Rückennummer? Natürlich der 10, die einst auch Zidane trug. Auch im belgischen Team läuft Hazard mit der 10 aufs Feld.

Was wieder aktuell ist: Real Madrid streckt seine Fühler nach Hazard aus. Sollte es mit der Verpflichtung von Neymar nicht klappen, will das „weiße Ballett“ unbedingt den „roten Teufel“ in seine Reihen holen.

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