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Kevin, der belgische Koch

Der große Lebenstraum von Kevin De Bruyne war es, Koch zu werden. Aber leider war er zu schnell und zu dünn, zu trickreich und zu schussgewaltig. Selten wird ein Koch Konterspezialist, nie aber Fußballweltmeister. Also blieb dem armen Kevin nichts anderes übrig, als den Kochlöffel an den Nagel zu hängen und bei Wolfsburg anzuheuern, später bei Chelsea und jetzt bei Manchester City. Die Wahl seines Arbeitsplatzes hängt ja in erster Linie nicht mit Kevins Äußerem zusammen, das ja ganz gut nach Großbritannien passt, sondern mit der kulinarischen Grundsituation auf der Insel: In England ist Koch bekanntlich kein Beruf, sondern eine Gemütskrankheit.

Aber sobald Kevin nach Belgien zurück zum Nationalteam kommt, kribbelt es in seinen Fingern, und er muss stets aufpassen, nicht in alte Verhaltensmuster zurückzufallen, sich eine Schürze umzubinden und eine „Waterzooi“ zuzubereiten, die sahnige Suppe mit Hühnchen. Oder Kaninchen in Rotwein; Oder Fasan auf Chicorée mit Pilzen. Oder Moules-frites, Miesmuscheln mit Pommes. Oder ein paar leckere Schnecken …

Hinter vorgehaltener Hand (die man bei WMs immer sieht, damit die Lippenleser nichts zu lesen haben) erzählt Kevin den gegnerischen Verteidigern mit Vorliebe, dass ganz Belgien eine Gourmetmetropole ist und er am liebsten feine Backwaren und Süßspeisen komponiert! „Unsere Pralinen und Waffeln sind ja weltberühmt“, erzählte er den Verteidigern von Panama und Tunesien vor allem vor Standardsituationen, „sowohl die Buttermilchwaffeln als auch die Kokosmilchwaffeln, am besten mit Erdbeeren zu servieren, die man in Rum getränkt hat. Übrigens haben wir Spekulatius erfunden!“

Die Briten kochte Kevin mit belgischer Apfelsuppe und belgischem Brotpudding ein, die Japaner mit der Splittertorte, dem raffinierten Schüttelkuchen. Dann warteten die unschlagbaren Brasilianer: Wie konnte er die am falschen Fuß erwischen? De Bruyne pirschte sich an Fernandinho heran und fragte ihn (hinter vorgehaltener Hand), ob er ihm nach dem Spiel vielleicht ein Gele Rijstpap zubereiten dürfe, einen süßen Reisbrei mit Safran. Oder hätte er vielleicht lieber Crêpes mit Schokolade aus einhundert Prozent Kakaobutter? Er mache immer doppelte Masse, dann sei für Marcelo auch noch was da.

Fernandinho lief unwillkürlich das Wasser im Mund zusammen – und zack!! 2:0! Und jetzt das Duell mit der französischen Küche! Das wird kulinarisch der Höhepunkt der WM! Den muss man sich auf der Zunge zergehen lassen!

Ein Leckerbissen!

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