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Angebliche WM-Gäste schwärmen von Russland

Ein Brite lobt im Netz die Vorzüge von Russland und die Freundlichkeit der Russen. Dabei arbeitete er lang im Land.

Sie bezeichnen sich als WM-Gäste, die aus Großbritannien kommen, lassen sich mit dem englischen Trikot fotografieren und schwärmen vom WM-Gastgeberland. Das taten ein Brite und sein Sohn mit einem Clip, den sie aufgezeichnet und online gestellt haben. Darin schwärmen Theo und Stephen Ogden von Russland, der Freundlichkeit der Russen und der Küche. Für sie ist Russland viel besser, als es in den Medien – vor allem den britischen – dargestellt wird.

Das Duo findet die Storys über russische Hooligans übertrieben, stellt fest – vor ihnen muss man sich nicht fürchten. Den Clip stellte der 17-jährige Theo Ogden auf seine Facebook-Seite. Das Interesse dafür ist groß, schaffte es der Eintrag doch schon auf 300.000 Klicks. Die Version mit russischen Untertiteln wurde bereits über eine Million Mal angesehen. Selbst den Medien im Kreml blieb das nicht verborgen. Sie griffen die Geschichte auf, weil sie Balsam für die russische Seele ist. Auf Twitter bedankte sich sogar das russische Außenministerium für die „überwältigende Geschichte vom echten Russland“. Doch so „echt“ ist die Story nicht, sie gehört eher in die Kategorie „Fake News“. Das fanden Journalisten nach eingehender Recherche nun heraus.

Theos Vater Stephen hat bereits viele Jahre in Russland gelebt und gearbeitet. Auch heute steht Stephen noch beim Gasförderer „Volga Gas“ auf der Gehaltsliste. Die Firma wurde 2005 vom auf Russland spezialisierten Investmentfonds Baring Vostok und nicht näher genannten „russischen Unternehmern“ gegründet.

Noch etwas haben die beiden in dem Video verschwiegen: Auch Theos Mutter und seine Ehefrau traf der Vater in Russland. Dazu dürfte das Land für die beiden Briten also nicht so überraschend gewesen sein, wie sie es in ihrem Clip darstellen. Das Familienoberhaupt hat sich schon vor zehn Jahren als ein Fan von Wladimir Putin geoutet. In einem Artikel in den „Manchester Evening News“ bezeichnete Stephen sich selbst als Unterstützer des russischen Staatschefs. Ob die Kremlmedien noch immer dankbar für diese Art der „Werbung“ sind, ist nicht bekannt.

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