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Déjà-vu nach 20 Jahren

Bei der WM 1998 verlor Kroatien im Halbfinale gegen Frankreich. Am Sonntag gibt es für die Kroaten im Finale die große Chance auf die große Revanche.

Jeder erinnert sich in Kroatien an dieses Spiel“, sagt der kroatische Teamchef Zlatko Dalic. Gemeint ist damit nicht das 2:1 nach Verlängerung im WM-Halbfinale gegen England. Obwohl – auch an dieses Spiel werden sich in vielen Jahren wohl noch alle Fußballfans erinnern. Vielmehr meint der Teamchef das Halbfinal-Spiel der WM 1998 in Frankreich, wo Kroatien dem Gastgeber unterlag. Am Sonntag kommt es im Finale gegen die Franzosen zur späten Chance auf Revanche. „Vielleicht hat uns der liebe Gott ja die Möglichkeit gegeben, dieses Ergebnis zurechtzurücken“, sagt der 51-Jährige.

Der Regisseur der Kroaten, Real-Madrid-Star Luka Modric, hofft ebenfalls auf ein „Zurechtrücken“ der Halbfinal-Niederlage von 1998. Dann würde er sich auch optisch verändern. „Ich werde mir die Haare färben“, kündigt der 32-Jährige im Falle eines WM-Triumphes an.

Dass der vierfache Champions-League-Sieger bei einem Sieg am Sonntag wohl auch zum besten Spieler des Turniers gewählt werden würde, lässt ihn kalt. „Diese Dinge interessieren mich nicht.“ Historisch ist die Chance, die am Sonntag auf die Kroaten wartet, in jedem Fall. Noch nie stand eine kroatische Auswahl im Endspiel, und auch Modric selbst könnte nach dem Finale in einen historischen Kreis eintreten: Bei einem Sieg wäre er nach Roberto Carlos, Christian Karambeu sowie einem deutschen Sextett der WM 1974 der erst neunte Spieler, der im selben Jahr Weltmeister und Champions-League-Sieger wurde.

Eines ist fix: Unterschätzen wird die Kroaten bei den Franzosen niemand mehr. Denn das war, so Modric, einer der Gründe für den Finaleinzug seiner Truppe. „Die Leute haben nur geredet. Englische Journalisten, Experten. Sie haben Kroatien unterschätzt.“ Dies sei ein „fataler Fehler“ gewesen, sagt der Offensivspieler. „Nach all den Worten, die wir gelesen haben, haben wir gesagt ,Okay, wir werden sehen, wer müde ist.‘ Wir haben gezeigt, dass wir nicht müde waren und haben das Spiel dominiert.“

Dass die Kroaten sowohl in Achtel-, Viertel- und Halbfinale in die Verlängerung mussten, sieht auch der Teamchef nicht als Nachteil für das Endspiel. „Wir müssen am Sonntag spielen, als wäre es das erste Spiel im Turnier.“

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