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Weissman erzielte das „Tor des Jahres“

03.06.2020 • 20:04 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Shon Weissman traf per Fallrückzieher zum 1:0 für den WAC
Shon Weissman traf per Fallrückzieher zum 1:0 für den WAC (c) GEPA pictures/ Simona Donko

Der WAC gewann zum Auftakt der Meisterrunde bei Sturm Graz 2:1.

WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer wartete mit zwei Startelf-Überraschungen auf. In der Innenverteidigung setzte er auf Dominik Baumgartner anstatt Miguel Vieira. Im Angriff bekam Marcel Holzer neben Toptorjäger Shon Weissman seine Chance.

Dass sich die Wolfsberger in der Merkur-Arena (zuletzt drei Siege in vier Spielen) wohlfühlen, zeigten die ersten Minuten. Die Gäste wirkten aktiver, gewannen mehr Zweikämpfe, hatten mehr Ballbesitz. Die wirklichen Chancen blieben aber aus.

Diese hatten stattdessen die Grazer. Vor allem Mittelfeldregisseur Otar Kiteishvili war es, den die Lavanttaler nicht recht in den Griff bekommen wollten. Der Georgier war es auch, der für das erste Ausrufezeichen des Spiels sorgte. Sein Schuss aus über 20 Meter krachte an die Querlatte (18.).

Sturm – WAC 1:2 (0:1)

Tore: Röcher (77.) bzw. Weissman (44.), Liendl (64.).

Gelb-Rot: Avlonitis (89./Sturm)

Sturm: Siebenhandl; Sakic, Avlonitis, Spendlhofer, Trummer; Dominguez (69. Hierländer), Ljubic (87. Leitgeb); Huspek (55. Despodov), Kiteishvili, Röcher; Balaj (69. Friesenbichler).

WAC: Kofler; Novak, Baumgartner (85. Vieira), Rnic, Schmitz; Jojic (84. Wernitznig), Leitgeb, Liendl (91. Gollner), Schmid (84. Schöfl); Holzer (46. Dieng), Weissman.

Beim WAC dauerte es bis zur 30. Minute, ehe es gefährlich wurde. Ein Schuss von Michael Liendl von der Strafraumgrenze wurde aber zur sicheren Beute von Sturm-Torhüter Jörg Siebenhandl.

Den ersten Wechsel gab’s bereits nach 33 Minuten. Schiri-Assistent Andreas Rothmann zwickte der Oberschenkel. Seinen Platz an der Linie musste der vierte Offizielle, Achim Untergasser, einnehmen.

1:0 durch Shon Weissman

Wären WAC-Fans in Graz zugelassen gewesen, sie wären in der 44. Minute ausgeflippt: Flanke von Lukas Schmitz, Milos Jojic verlängerte per Kopf – und dann machte Shon Weissman das, wofür man ihn in Wolfsberg so liebt: Er traf ins Tor. Und wie. Aus, 13, 14 Metern, verkehrt zum Tor stehend, stieg er hoch und traf mit einem sehenswerten, lehrbuchmäßigen Fallrückzieher ins Kreuzeck – schon jetzt ein heißer Anwärter auf das „Tor des Jahres“.

Zur Pause wechselte Feldhofer aus, brachte Cheikhou Dieng für den bemühten, aber glücklosen Holzer. Der Senegalese war nach 50 Minuten gleich an der ersten gefährlichen Aktion in Hälfte zwei beteiligt. Seinen Pass schloss Weissman direkt ab, Siebenhandl parierte, beim Nachschuss stand Dieng im Abseits.

Nach 60 Minuten hätte es 2:0 für den WAC stehen müssen. Dieng luchste an der Strafraumgrenze Sakic den Ball ab, legte ideal auf für Weissman, der aus kurzer Distanz völlig freistehend über das Tor schoss.

2:0 durch Michael Liendl

Vier Minuten später war es dann soweit. Michael Liendl bekam 20 Meter vor dem Tor ein paar Meter Platz. Die nutzte der Spielmacher aus und zirkelte den Ball mit links flach platziert ins linke Eck – 2:0 (64.).

2:1 durch Thorsten Röcher

Der eingewechselte Kärntner im Dress der Steirer, Stefan Hierländer, machte viel Druck. Seinen Schuss wehrte Alex Kofler kurz ab, die anschließende Flanke verwerte Thorsten Röcher zum 2:1 (77.).

Das war’s dann aber auch schon von den Grazern. Der WAC ließ keine Chance mehr zu und siegte verdient.