Sport

Lockerungen im Sport ab 1. Juli

21.06.2020 • 15:51 Uhr / 3 Minuten Lesezeit
Auf den Kärntner Fußballplätzen, wie hier auf der SAK-Anlage, kann schon im August wieder um Punkte gekämpft werden.
Auf den Fußballplätzen kann schon im August wieder um Punkte gekämpft werden. GEPA pictures

Ab 1. Juli soll Mannschaftssport im Freien ohne Sicherheitsabstand wieder erlaubt sein.

In der ORF-Pressestunde am 21. Juni kündigte Vize-Kanzler und Sportminister Werner Kogler an, dass es für Mannschafts- und Kontaktsportarten im Freien ab 1. Juli Lockerungen geben werde. Man müsse aber dort, wo organisierter Sport stattfindet, wissen, wer mit wem in Kontakt gewesen sei, betonte Kogler. Das soll im Besonderen für Fußball, American Football, Rugby, Hockey, Frisbee usw. gelten. Für die Hallensportarten heißt es noch warten. Doch auch das nicht mehr allzu lange, wie Gerüchte besagen.

Mitte nächster Woche werden Kogler und Gesundheitsminister Rudolf Anschober jedenfalls die Details für die Mannschaftssportarten im Freien und den Sommer-Fahrplan für den Sport präsentieren. Am Montag, 22. Juni, steigt dazu noch eine Gesprächsrunde im Sportministerium. Dort soll noch geklärt werden, wie Mannschaftssport für Hobby- und Freizeitmannschaften gestaltet werden muss. Das Datum 1. Juli soll jedenfalls in Stein gemeiselt sein. Doch ganz ohne Auflagen wird es für die Teamsportarten im Freien nicht gehen.

„Bei Bewerbsspielen zum Beispiel im Fußball gibt es kein Problem beim Führen von Präsenzlisten, da die Mannschaften einen Spielbericht mit allen Kickern ausfüllen müssen. Beim Training müssen die Trainingsverantwortlichen diese Präsenzlisten führen“, erklärt der Sportminister, „anders sieht das bei Hobbykickern aus, die auf öffentlichen Anlagen ihrem Sport nachgehen. Da gibt es noch Redebedarf.“

Handlungsbedarf beim Hallensport

Diesen sieht Hans Niessl, Präsident von Sport Austria (Bundes-Sportorganisation) besonders in Sachen Hallensport: „Werner Kogler hat für den 1. Juli weitreichende Lockerungen für den Freiluft (Mannschafts-) Sport, insbesondere den Fußball, in Aussicht gestellt. Das ist erfreulich. Wir benötigen aber auch dringend öffentliche Klarstellungen zum Hallen-Mannschafts- und Kampfsport: Ohne diese können die nächsten Saisonen nicht geplant und in Angriff genommen werden. Ohne diese droht ein Teil der österreichischen Sport-Kultur wegzubrechen, was zahlreiche direkt und indirekt betroffene Arbeitsplätze, u.a. bei Lieferanten und in der Veranstaltungsbranche, gefährden würde.“