Sport

Nur noch ein letztes Spiel bei der Austria

25.06.2020 • 19:57 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Roman Mählich betreute die Austria in 22 Spielen und feierte zehn Siege bei zwei Unentschieden und zehn Niederlagen. <span class="copyright">Gepa</span>
Roman Mählich betreute die Austria in 22 Spielen und feierte zehn Siege bei zwei Unentschieden und zehn Niederlagen. Gepa

Der Vertrag zwischen Trainer Roman Mählich und Austria Lustenau wird mit Ende Juni aufgelöst.

Die Nachricht kam nach den Vorstellungen und einiger Aussagen der vergangenen Wochen nicht überraschend. Roman Mählich und Austria Lustenau trennen sich einvernehmlich, der Wiener wird nur noch beim heutigen Heimspiel gegen den SV Horn auf der Austria-Bank Platz nehmen. Mählich hatte die Austria im September auf dem 14. Tabellenplatz übernommen und zunächst mit guten Ergebnissen bis auf den dritten Platz der 2. Liga geführt. Doch bereits vor der Winterpause setzte es mit drei Niederlagen gegen Innsbruck, Amstetten und Lafnitz einen Rückschlag, der Kontakt zur Tabellenspitze war damit nicht mehr herzustellen.
Nach der Winterpause folgte mit dem Einzug in das Cupfinale das absolute Highlight, das allerdings durch die Corona-Krise zunächst verschoben und dann ohne Zuschauer ausgetragen werden musste, zudem ging es mit 0:5 gegen Salzburg verloren.
Doch in der Liga glückte der Mählich-Elf im Jahr 2020 nicht mehr viel. Nach einem Erfolg gegen Dornbirn setzte es fünf Niederlagen und zwei Unentschieden – eine Negativserie, wie es sie seit dem Frühjahr 2013 nicht mehr gegeben hat.

Im Guten

„Roman hat die Mannschaft in einer schwierigen Situation übernommen, stabilisiert und sie bis ins Cupfinale geführt. Dafür gebührt ihm großer Dank“, sagte Vorstandssprecher Bernd Bösch. Zwischen Vereinsführung und Trainer hatte es während der Winterpause Unstimmigkeiten um den Transfer von Marcel Canadi gegeben. Außerdem bemängelte Mählich mehrfach die Professionalität im Verein.
Die Trennung erfolge laut einer Aussendung des Zweitligisten dennoch im Guten. „Wir danken Roman für die geleistete Arbeit, unvergessliche Cup-Momente und die nun gefundene, einvernehmliche Lösung“, wie Sportvorstand Valentin Drexel betont. „Ich bedanke mich bei der Austria-Familie, bei den Fans, beim Trainerteam und ganz besonders bei den Spielern. Toi, toi, toi für die Zukunft und ich hoffe, dass die Austria bald in der Bundesliga zu finden ist“, fand Mählich positive Worte zum Abschied.

Interne Lösung

Der Vertrag des 48-Jährigen wäre ursprünglich bis zum Sommer 2021 gelaufen und auch in der 2. Liga gültig gewesen. Doch der Verein, der auch aufgrund der Corona-Krise zum Sparen gezwungen ist, und Mählich hatten unterschiedliche Vorstellungen vom sportlichen Zukunftskonzept.
Die Suche nach einem Nachfolger läuft bereits, der neue Trainer soll sein Amt aber voraussichtlich erst in der kommenden Saison antreten. Für die abschließenden fünf Runden im Juli wird eine interne Lösung mit Co-Trainer Tamas Tiefenbach und möglicherweise Amateure-Coach Michael Kopf angestrebt. Da es sich lediglich um eine einmonatige Übergangsphase handelt, ist auch die fehlende UEFA-Pro-Lizenz Tiefenbachs kein Problem.
Der neue Austria-Trainer wird anhand eines Anforderungsprofils gesucht und sollte im Laufe des Julis gefunden werden, um mit ihm die abschließende Kaderplanung für die kommende Saison durchzuführen. Aufgrund der angespannten finanziellen Situation konzentriert sich die Austria auf Leih- und Kooperationsgeschäfte. Viel wird davon abhängen, ob Ronivaldo bleibt oder den Verein verlässt.