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Die ungebändigte Lust auf den dritten Platz

05.07.2020 • 14:53 Uhr / 4 Minuten Lesezeit
Der LASK des Valerien Ismael hat es in der eigenen Hand
Der LASK des Valerien Ismael hat es in der eigenen Hand GEPA pictures

Der dritte Rang ist wegen des Fix-Platzes in der Europa League sehr begehrt.

Es geht um sehr viel in diesem Fernduell. Denn der heiß umkämpfte dritte Rang in der heimischen Bundesliga verspricht nicht weniger als einen fixen Startplatz in der Gruppenphase der nächsten Europa League. Der LASK muss im eigentlichen Topspiel der Liga gegen Meister Salzburg gewinnen, um aus eigener Kraft den Lohn für eine lange Zeit großartige Saison zu kassieren. Der WAC wiederum benötigt einen Heimsieg gegen Rapid und die Unterstützung der Salzburger. Ein Remis im Parallelmatch würde den Kärntnern dann schon genügen.

Der LASK ist natürlich hochmotiviert gegen die “Bullen”, die sie im Verlauf dieser Saison stets voll gefordert haben. Beim ersten Aufeinandertreffen kamen die Salzburger erst durch einen Last-Minute-Treffer zum 2:2, im Retourmatch siegten die Linzer auswärts 3:2. Das Meeting im Cup-Semifinale endete mit einem knappen 1:0-Erfolg der Salzburger und der 3:1-Sieg der Marsch-Truppe in der Meisterrunde stand in der zweiten Hälfte lange an der Kippe.

LASK “hochmotiviert”

“Wir sind bereit für das Finale. Wir haben uns das Spiel erarbeitet um den goldenen Platz drei. Wir können es aus eigener Kraft schaffen”, erklärte LASK-Coach Valerien Ismael bei einer Pressekonferenz am Samstag. Die Duelle mit Salzburg seien in dieser Saison immer eng gewesen. “Dementsprechend gehen wir hochmotiviert an diese Aufgabe heran, um einen positiven Abschluss zu erreichen. Wir werden von der ersten Minute an alles reinwerfen” ,meinte der Trainer.

Der WAC musste bemüht sein, nicht zu lange der verpassten Siegchance beim 3:3 gegen Hartberg nach dem von Shon Weissman vergebenen Elfmeter in der Nachspielzeit nachzutrauern. Der WAC ist aufgrund der spielerischen Stärke zu favorisieren, die Saisonbilanz ist für die Wolfsberger allerdings bei zwei Remis und einer Niederlage (wegen eines Rapid-Abseitstores) negativ.

Die Chance für den WAC ist da

Trainer Ferdinand Feldhofer blickt lieber in die nahe Zukunft als in die nahe Vergangenheit. “Wir haben das 3:3 in Hartberg kurz angesprochen und abgehakt. Wir haben uns das Ziel gesetzt, dass wir im Finale noch eine Chance auf Platz drei haben wollen – und die haben wir.” Ob bei Rapid die Luft draußen ist? “Die Überlegung gibt es nicht, das ist alles reine Spekulation.”

Die ungebändigte Lust auf den dritten Platz
WAC-Trainer Ferdinand Feldhofer sieht die ChanceGepa

Rapid durfte sich in der Meisterrunde über fehlendes Spielglück nicht beklagen. Vor dem sehr schmeichelhaften 2:1-Sieg gegen den WAC am 14. Juni im Allianz-Stadion hatten die Hütteldorfer fünf Spiele in Folge gegen die “Wölfe” nicht gewonnen. “Es waren in Wolfsberg immer enge Spiele, und das wird wohl auch diesmal nicht viel anders werden”, sagte Kühbauer. Tatsächlich hat Rapid in der Liga auswärts gegen den WAC von 14 Spielen (1-7-6) nur ein einziges Match für sich entschieden: Am 31. Mai 2015 siegten die Wiener im Lavanttal 5:0. WAC-Trainer war damals just Kühbauer.

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