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Superstars im Duell um die NBA-Krone

29.07.2020 • 21:03 Uhr / 5 Minuten Lesezeit
LeBron James (l.) im Gespräch mit Anthony Davis. <span class="copyright">AP</span>
LeBron James (l.) im Gespräch mit Anthony Davis. AP

Nun beginnt die entscheidende Phase im Kampf um den Titel in der NBA.

Wenn die stärkste Basketball-Liga der Welt in der Nacht auf Freitag in Orlando ihren Spielbetrieb nach 141 Tagen Pause wieder aufnimmt, werden die meisten Augen auf einen Mann gerichtet sein: LeBron James von den Los Angeles Lakers, die es in einem sicher hitzigen Stadtderby gleich mit den L.A. Clippers (3 Uhr MESZ) zu tun bekommen. Der 35-Jährige möchte im Oktober seinen vierten Titel einsacken. Sollte es ihm tatsächlich gelingen, wäre er erst der dritte Profi, der mit drei verschiedenen Teams alles gewonnen hat.
Zunächst geht es für die Top-Teams einzig um ihre Position in der Setzliste für die Play-offs, die ab 17. August nach dem gewohnten Muster ablaufen sollen. Die Lakers waren in der Western Conference bis zum Abbruch der Regular Season im März auf Platz eins, in der Eastern Conference dominierten die Milwaukee Bucks um ihren Superstar Antetokounmpo.

Ist Giannis Antetokounmpo auf dem Weg zu einem MVP-Titel? <span class="copyright">AP</span>
Ist Giannis Antetokounmpo auf dem Weg zu einem MVP-Titel? AP

Greek Freak

Der Grieche ist der klare Favorit für die Auszeichnung des besten Spielers der Saison. 29,6 Punkte und 13,7 Rebounds pro Partie holte der 25-Jährige im Grunddurchgang. Nun muss sich aber auch der „Greek Freak“ erst wieder an die Intensität gewöhnen. „Ich fange gerade erst wieder an, in den Regular-Season-Modus zurückzukommen“, sagte Antetokounmpo nach dem Test-Sieg gegen Jakob Pöltls San Antonio Spurs. „Ich möchte wieder in der Lage sein, den Court für 35 oder 40 Minuten rauf und runterzulaufen, ohne müde zu werden.“
Nach fast vier Monaten Pause, während denen nur individuell trainiert werden konnte, sind die NBA-Stars seit Anfang Juli in Orlando. „Es ist, als ob wir nie getrennt waren. Wir haben gleich da weitergemacht, wo wir aufgehört haben“, berichtete James über das Lakers-Wiedersehen.

Die österreichische Antwort auf die Superstars der NBA: Jakob Pöltl (l.) <span class="copyright">USA Today Sports</span>
Die österreichische Antwort auf die Superstars der NBA: Jakob Pöltl (l.) USA Today Sports

Bestwert im 17. Jahr in der Liga

Die Finals sind spätestens am 13. Oktober zu Ende. Und laut Experten werden sich Antetokounmpo und James sowohl den Titel als auch die MVP-Trophäe unter sich ausmachen. Für die Lakers hätte ein Erfolg heuer auch deshalb besondere Bedeutung, weil Kobe Bryant, das langjährige Aushängeschild des Teams, im Jänner bei einem Flugzeugabsturz gestorben war. Herausforderer sind die Clippers, Denver Nuggets und Houston Rockets sowie im Osten die Toronto Raptors und die Boston Celtics.
„King James“ brachte es in der Regular Season im Schnitt auf 25,7 Punkte und 10,6 Assists – letzteres ein Bestwert in seinem 17. Jahr in der Liga. Mit den Miami Heat hatte er 2012 und 2013 den Titel geholt, mit den Cleveland Cavaliers 2016. Mit drei Teams erfolgreich waren bisher nur Robert Horry und John Salley, die allerdings beide in die Kategorie wichtige Ergänzungsspieler fallen.
James wird aber auch deshalb im Blickpunkt stehen, weil sich der Modellathlet schon seit jeher als gewichtiger Fürsprecher im Kampf gegen Diskriminierung hervorgetan hat. Vor kurzem etwa rief er mit anderen Prominenten eine Initiative ins Leben, die sich gegen die Ausgrenzung von Schwarzen bei der Wählerregistrierung einsetzt. In den USA steht im November die nächste Präsidentenwahl an.

Auch die Clippers mit Kawhi Leonard sind noch im Rennen um den Titel. <span class="copyright">AP</span>
Auch die Clippers mit Kawhi Leonard sind noch im Rennen um den Titel. AP

Schutz vor dem Virus

Doch die NBA hat sich dem Thema als Ganzes verschrieben und will das große Schaufenster in diesem Jahr nutzen. So wird beim Comeback in schwarzen Großbuchstaben der Slogan „Black Lives Matter“ auf dem Spielfeld stehen. Die Spieler können auf ihren Trikots vorausgewählte Botschaften statt ihres Nachnamens aufdrucken lassen. Randnotiz: James verzichtete darauf, weil er kein Mitspracherecht hatte. Welche Gesten während des Abspielens der US-Hymne vor den Spielen zu sehen sein werden, ist offen.
Daneben geht es um die Tauglichkeit des Sicherheitskonzepts der Liga. Während es in den USA erneut einen rasanten Anstieg der Covid-19-Toten gibt, ist auch die verkürzte Saison der Major League Baseball (MLB) nach zahlreichen Infektionen in Gefahr. Die NBA möchte beweisen, dass sie ihre Spieler in Orlando vor dem Virus schützen kann. Seit 13. Juli ist von der Liga kein positiver Test mehr vermeldet worden.

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